WM 2026
Bundestrainer Jürgen Klopp statt Julian Nagelsmann: So viel könnte der Trainerwechsel den DFB kosten
Aktualisiert:
von Kai Esser:newstime
Nagelsmann tritt zurück – DFB will Klopp
Videoclip • 52 Sek • Ab 12
Der Bundestrainer-Wechsel von Julian Nagelsmann zu Jürgen Klopp wird für den DFB teuer - zwischen Abfindung, möglicher Ablöse und Klopps Gehalt dürfte ein zweistelliger Millionenbetrag zusammenkommen.
Der DFB steht vor dem teuersten Bundestrainer-Wechsel seiner Geschichte. Julian Nagelsmann ist zurückgetreten, Jürgen Klopp ist erklärter Wunschkandidat der Verbandsspitze
Was sich nach einem klaren sportlichen Neuanfang anhört, wird finanziell allerdings zum Problem.
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DFB-Team: Nagelsmanns Abfindung und Klopps Ablöse werden teuer
Da Nagelsmann eigentlich noch bis zur EM 2028 gebunden war, musste der DFB ihm den Ausstieg versüßen.
Demnach liegt die Abfindung bei etwa sieben Millionen Euro. Das entspricht geschätzt einem Jahresgehalt. Das allein ist schon eine Hausnummer, die es in dieser Höhe beim Verband noch nicht gab.
Klopp hat bei Red Bull als „Head of Global Soccer" noch einen Vertrag bis 2029. Laut "Bild "gibt es dafür keine schriftlich fixierte Ausstiegsklausel, wohl aber eine mündliche Abmachung mit Geschäftsführer Oliver Mintzlaff, die für genau diesen Fall greifen soll: Ruft der DFB an, kann Klopp den Energy-Drink-Kosmos verlassen
Trotzdem dürfte Red Bull sich eine vorzeitige Freigabe nicht schenken lassen. Die Rede ist von einer Ablöse im einstelligen Millionenbereich, die "Süddeutsche Zeitung" hält sogar eine zweistellige Summe für möglich, sollte Red Bull hart verhandeln.
Fest steht: Es wäre das erste Mal, dass der DFB überhaupt eine Ablöse für einen Bundestrainer zahlt.
Denkbar ist allerdings auch, dass sich der österreichische Konzern zur Imageverbesserung als Retter des deutschen Fußballs inszenieren will, indem er Jürgen Klopp zu günstigeren Konditionen für die Mission EM 2028 freigibt.
Möglich wäre zum Beispiel eine Art Ablösespiel zwischen RB Leipzig und der Nationalmannschaft.
DFB: Klopp-Gehalt wird kein Schnäppchen
Immerhin würde der Brausehersteller so das mehr als ordentliche Gehalt seines prominentesten Angestellten einsparen. Bei Red Bull soll Klopp aktuell zwischen acht und 15 Millionen Euro pro Jahr verdienen.
Zum Vergleich: In seiner letzten Liverpool-Saison soll sein Jahresgehalt bei rund 18 bis 20 Millionen Euro gelegen haben, mit Sonderzahlungen war sogar von noch mehr die Rede.
Genau das macht die Sache schwierig. Lothar Matthäus sagte zuletzt in der "Bild": "Das ist ein Gesamtpaket, das Kopfschmerzen bereitet, vor allem den Verantwortlichen beim DFB. Ich gehe davon aus, dass Jürgen Klopp weiß, was er für einen Marktwert hat. Und da geht nichts im einstelligen Millionenbereich als Jahresgehalt."
Realistisch scheint also ein Salär deutlich oberhalb der rund sieben Millionen Euro von Nagelsmann – Schätzungen bewegen sich im Bereich rund um zehn Millionen Euro pro Jahr, je nachdem, wie stark der in Geldfragen stets gut verhandelnde Klopp seinen Marktwert einpreist.
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Nagelsmanns Co-Trainer werden abgefunden, Klopps Co-Trainer werden bezahlt
Auch Nagelsmanns Trainerteam wird nicht ohne finanzielle Mitgift gehen. Für dessen Assistenten Benjamin Glück und Benjamin Hübner dürften ebenfalls Abfindungen fällig werden, auch wenn die Beträge naturgemäß deutlich unter denen des Chefcoaches liegen.
Gleichzeitig bringt Klopp mit ziemlicher Sicherheit eigene Vertraute mit. Sollten diese aus laufenden Verträgen bei anderen Klubs oder Verbänden herausgelöst werden müssen, kämen möglicherweise auch hier Ablösesummen hinzu - zusätzlich zu den neuen Gehältern für das komplette Trainerteam. In Summe dürfte dieser Posten im niedrigen einstelligen Millionenbereich liegen.
Macht in der Endabrechnung einen Wechsel, der sich - je nach Verhandlungsergebnis mit Red Bull - durchaus im Bereich von bis zu 25 Millionen Euro bewegen könnte.
Dann wäre man in einer Größenordnung angelangt, die der damalige RB-Boss und heutige Red-BUL-CEO Oliver Mintzlaff 2021 dem FC Bayern als Ablöse für Nagelsmann abknöpfte - und auch diesmal wird Mintzlaff die Verhandlungen über den Klopp-Wechsel führen.
DFB dank Neu-Ausrüster Nike finanziell handlungsfähig
So happig die Gesamtrechnung aktuell aussieht: Der DFB sitzt immerhin nicht (mehr) auf dem Trockenen.
Ab der kommenden Saison fließt durch den neuen Ausrüsterdeal mit "Nike" bis 2034 jährlich rund 100 Millionen Euro in die Verbandskasse. Das ist deutlich mehr, als der Vorgängervertrag mit "adidas" einbrachte.
Diese frische Liquidität dürfte den entscheidenden Unterschied machen und dem DFB den Spielraum geben, für einen Neuanfang mit Wunschkandidat Klopp tief in die Tasche zu greifen.
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