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Fußball-Weltmeisterschaft 2026

Nagelsmann in der Kritik: Was die Spieler am Bundestrainer störte

Veröffentlicht:

von Oliver Jensen

ran Fußball

WM 2026: Nagelsmann unter Beschuss! Schweinsteiger wird deutlich

Videoclip • 02:04 Min


Deutschland ist bei der Weltmeisterschaft überraschend früh gescheitert. War das Verhältnis zwischen Julian Nagelsmann und den Spielern nicht intakt? Laut einem Bericht gab es mehrere Aspekte, die die Nationalspieler am Bundestrainer gestört haben.

Julian Nagelsmann steht nach dem WM-Aus gegen Paraguay in der Kritik. Seine Zukunft als Bundestrainer ist ungewiss. Laut einem Bericht der "Bild" soll der 38-Jährige auch von einigen Spielern kritisch gesehen werden.

Das begann bereits bei der Personalie Deniz Undav. Vor dem sportlich unbedeutenden dritten Gruppenspiel gegen Ecuador (1:2) wurde im Trainerteam offenbar über einen Startelfeinsatz des Stuttgarter Torjägers diskutiert, auch DFB-Sportdirektor Rudi Völler sei eingebunden worden.

Nagelsmann entschied sich jedoch erneut gegen den Stürmer. Intern soll die Entscheidung teils auch als Ausdruck von Sturheit gewertet worden sein.

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DFB-Team: Wechselhafter Kurs von Nagelsmann

Nagelsmanns Kurs wirkte zuletzt wechselhaft. Während er im Herbst noch betonte, nur formstarke Stammspieler zur WM mitzunehmen, stellte er im März plötzlich Bayern-Reservist Leon Goretzka als gesetzt dar.

Auch bei Felix Nmecha äußerte er nach dessen Außenbandverletzung früh Zweifel an einer rechtzeitigen Rückkehr. Trotz dieser Aussagen wurde der Dortmunder später nominiert, während Goretzka nur die Jokerrolle blieb.

Generell wich Nagelsmann bei der Kaderauswahl teils von seinen eigenen Prinzipien ab und berief auch Spieler ohne klaren Rhythmus oder nach längeren Verletzungen, darunter Nadiem Amiri und Manuel Neuer.

Überhaupt gab Nagelsmann rund um die Personalie Neuer kein gutes Bild ab. Der Bundestrainer ließ Oliver Baumann bis kurz vor dem letzten Bundesliga-Spieltag in dem Glauben, er sei bei der WM die Nummer eins.

Dass dem nicht so war, erfuhr der Hoffenheimer erst nach Saisonende – über ein TV-Interview, nicht vom Bundestrainer. Die Rückkehr von Neuer war bereits seit März Thema und soll im April konkret geworden sein.

Nagelsmann wirkt beratungsresistent

Vielfach schien es so, als wäre Nagelsmann beratungsresistent. Kritik, er müsse seine WM-Elf frühzeitig festlegen, wies Nagelsmann auch mit Verweis auf Verletzungen zurück. Bis in den März hinein nutzte er weiterhin die Zeit, um Spieler und Formationen zu testen.

Für das bedeutungslose dritte Gruppenspiel gegen Ecuador kündigte Nagelsmann hingegen an, er wolle weiter auf seine Startelf setzen, damit sich diese einspielen könne. Doch früh veränderte er den Plan grundlegend und brachte mit Maximilian Beier, Pascal Groß, Malick Thiaw und Angelo Stiller mehrere Reservisten ohne WM-Einsatzminuten.

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"Stinklangweiliges" Quartier und eine Radfahrt mit der Ehefrau

Auch das Quartier wurde offenbar kritisiert. Das Basis-Camp in Winston-Salem wurde vor allem nach logistischen Kriterien gewählt: abgeschiedene Lage, kurze Wege zu Training und Flughafen.

Einige Spieler empfanden das Quartier im Graylyn Estate Hotel jedoch als wenig abwechslungsreich, da es in der Umgebung kaum Cafés oder Restaurants gab. Laut der "Bild" bezeichneten sämtliche Spieler das Quartier als "stinklangweilig" (O-Ton).

Zudem hätten sich die Akteure am Verhalten von Nagelsmann gestört. Während des Turniers soll der Austausch zwischen Nagelsmann und vielen Spielern sehr gering gewesen sein. Neben den Trainings gab es nur wenige Einzelgespräche, teils kaum direkten Kontakt, heißt es in dem Bericht. Schon vor der Nominierung hatten sich einige Spieler über lange Funkstille gewundert und blieben über ihren Status im Unklaren.

Offenbar schottete sich Nagelsmann auch vielfach ab, soll die Zeit vorwiegend mit dem Trainerteam und seiner Frau Lena verbracht haben. Dass das Paar einmal gemeinsam mit dem Rad zum Training fuhr, stieß bei einigen Spielern auf Kritik: Für ein Turnier dieser Bedeutung sei das unpassend.

Auch interessant: Julian Nagelsmann und das Debakel des DFB-Teams: Die Fehlerliste des Bundestrainers

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