WM 2026
DFB-Team: Serge Gnabry bestätigt WM-Aus - Rudi Völler und Julian Nagelsmann leiden mit
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von ran.de/SIDran Fußball
WM 2026: Versöhnungstelefonat zwischen Undav und Nagelsmann
Videoclip • 01:18 Min
Serge Gnabry wird der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2026 fehlen.
Serge Gnabry hat sein Aus für die anstehende WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada bestätigt.
"Die letzten Tage waren schwer zu verarbeiten. Eine Saison beim FC Bayern München, in der nach dem Gewinn der Bundesliga am Wochenende noch einiges vor uns liegt. Was den Traum von der Weltmeisterschaft mit der deutschen Nationalmannschaft angeht: Für mich ist er leider vorbei", schrieb der Stürmer des FC Bayern auf Instagram.
"Wie der Rest des Landes werde ich die Jungs von zu Hause aus unterstützen", führte er aus und erklärte, dass er jetzt "den Fokus auf die Regeneration" legen wolle, um "rechtzeitig zur Vorbereitung zurückzukommen".
Gnabry war von Bundestrainer Julian Nagelsmann fest für die WM eingeplant gewesen, zog sich aber vor wenigen Tagen einen Ausriss der Adduktoren am rechten Oberschenkel zu, der ihn zu einer monatelangen Pause zwingt.
DFB-Sportdirektor Rudi Völler litt mit dem Offensivspieler mit: "Wir hatten Kontakt mit ihm. Ich hatte auch Kontakt mit ihm, natürlich. Was sagt man da? Was schreibt man da? 'Kopf hoch'", sagte der 66-Jährige am Mittwochabend bei "Sky".
"Er hat jetzt zum zweiten Mal hintereinander ein großes Turnier durch eine Verletzung verpasst", sagte Völler. 2024 hatte sich Gnabry vor der Heim-EM einen Muskelbündelriss zugezogen.
Völler glaubt jedoch an eine Rückkehr. "Er ist immer noch jung genug, hat eine tolle Saison gespielt mit den Bayern und in der Nationalmannschaft, hat tolle Spiele abgeliefert in den letzten Monaten. Er war auch ein Garant dafür, dass wir uns qualifiziert haben. Es geht danach weiter. Wir haben noch eine Europameisterschaft in Großbritannien. Wenn er die Leistung so bestätigt, habe ich überhaupt keinen Zweifel, wenn er dann wieder dazukommt."
Gnabry-Ausfall trifft auch die Bayern sehr
Gnabrys Ausfall trifft die Bayern an einer empfindlichen Stelle, zumal in der Champions League das Halbfinale gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain ansteht. In dieser Saison vertrat Gnabry in der Rolle eines Zehners den verletzten Jamal Musiala mit durchweg überzeugenden Leistungen.
Nun muss Musiala, der nach seinem Comeback im Januar und einem kleinen Rückschlag noch nach seiner Bestform sucht, wohl früher als geplant mehr Verantwortung übernehmen. Auch Youngster Lennart Karl, der ebenfalls schon auf der zentralen Offensivposition spielte, fällt derzeit verletzt aus.
Wie für Bayern ist Gnabrys Verletzung auch für Nagelsmann eine Hiobsbotschaft. "Es tut mir sehr leid für Serge. Das ist gerade im Saisonendspurt, in dem so große und wichtige Spiele anstehen, eine ganz bittere Nachricht", hatte Nagelsmann zuletzt gesagt und berichtet, dass er mit dem Pechvogel nach Bekanntwerden seiner Verletzung telefoniert hatte: "Ich habe ihm gesagt, dass wir auch in der Nationalmannschaft alle hinter ihm stehen. Wir alle werden ihn bestmöglich unterstützen, damit er so schnell wie möglich wieder auf dem Platz stehen kann." Doch bei der WM wird er fehlen.


