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FIFA-Beben: Infantino verliert Mehrheit - immer mehr Verbände gegen WM-Verkauf

Aktualisiert:

von SID

ran Fußball Bundesliga

Hoeneß über FIFA-Boykott: "Kannst du in die Tonne treten"

Videoclip • 02:00 Min


Wenige Stunden nach der UEFA ziehen die nächsten Kontinentalverbände nach. Somit deutet sich eine Mehrheit gegen Gianni Infantinos Pläne an, die WM-Rechte zu verkaufen.

Nach der UEFA haben auch die Kontinentalverbände CONCACAF und AFC den Investoren-Deal von FIFA-Präsident Gianni Infantino einstimmig abgelehnt.

Das teilte der Verband für Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik nach einer Sitzung am Donnerstag mit, der unter anderem die Präsidenten der 41 Mitgliedsverbände sowie CONCACAF-Präsident Victor Montagliani beiwohnten.

"Während der Sitzung äußerten die Mitgliedsverbände erhebliche Bedenken hinsichtlich des Fehlens eines ordnungsgemäßen Entscheidungsverfahrens im Zusammenhang mit diesem Vorschlag. Kritisiert wurden insbesondere die künstlich kurz gesetzte Frist sowie die Tatsache, dass weder die zuständigen FIFA-Gremien den Vorschlag geprüft noch genehmigt hatten", hieß es in dem Statement:

"Darüber hinaus wurde infrage gestellt, weshalb überhaupt eine Finanzierung durch Private-Equity-Investoren erforderlich sein sollte, um neue und bestehende FIFA-Forward-Programme zu finanzieren – insbesondere nach der finanziell erfolgreichsten FIFA-Weltmeisterschaft der Geschichte."

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Asiatischer Verband fordert FIFA-Spitze zum Umdenken

Auch die asiatischen Verbände haben sich einstimmig dagegen entschieden. "Die AFC hat die letzten Tage und den Vorschlag, eine ausgelagerte Firma zu gründen, mit großer Sorge verfolgt", heißt es in einem Statement.

Weiter: "Der Fakt, dass die Situation an einem Punkt angelangt ist, bei dem ein Boykott einer Weltmeisterschaft zu einer Option geworden ist, sollte jeden mit Sorgen erfüllen. Der Fußball sollte nie an einem solchen Punkt sein."

Mehr noch: Die Verbände aus Asien stellen Infantino selbst in Frage: "Die AFC ruft die FIFA auf, ihren Führungsstil und Entscheidungsfindung zu überdenken und sicherzustellen, dass solche weitreichenden Entscheidungen nicht intransparent an Mitgliederverbänden vorbei getroffen werden."

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WM-Pläne drohen zu scheitern

Zuvor hatten alle 55 UEFA-Nationalverbände einen Boykott aller FIFA-Turniere beschlossen, sollte das Vorhaben des Weltverbandes, Anteile an der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, umgesetzt werden.

Laut übereinstimmender Medienberichte soll Infantino den Mitgliedsverbänden eine Zustimmungsfrist bis zum 19. September gesetzt haben. Die Verbände werden mit hohen Summen und der Aussicht auf eine nochmals erweiterte WM geködert.

Eine einfache Mehrheit soll ausreichen, um die Vorhaben umzusetzen. Mit der UEFA, CONCACAF und AFC haben sich nun 143 von 211 Verbänden gegen Infantinos Pläne gestellt, die dadurch massiv ins Wanken geraten und vor dem Aus stehen.

Neben dem abgelehnten Vorschlag beauftragte die CONCACAF, deren Mitglieder USA, Kanada und Mexiko jüngst die XXL-WM ausgetragen hatten, ihre Weltverbands-Ratsmitglieder, "mit der FIFA zu erörtern, wie die umfangreichen bestehenden FIFA-Reserven genutzt werden können, um die Finanzierung des FIFA-Forward-Programms für die Fußballentwicklung in unserer Region zu erhöhen".

Zudem sollen die Ratsmitglieder Infantino anweisen, dass dieser sicherstellen solle, "dass alle Angelegenheiten gemäß den FIFA-Statuten den ordnungsgemäßen Governance-Prozessen über die Verwaltung und den FIFA-Rat folgen". Mit den Maßnahmen bekräftige CONCACAF, "dass die Zukunft des Fußballs - und sein wertvollstes Gut - in den Händen unserer Fußballfamilie bleiben muss".

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