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WM: Darum zeigt sich Infantino offen für eine weitere Aufstockung auf 64 Teams
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von SIDran Fußball
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Gianni Infantino steht einer Weltmeisterschaft mit 64 Teams offen gegenüber. Eine weitere Aufstockung dürfte dem FIFA-Präsidenten gut in den Kram passen.
64 Teams? Ein XXL-Upgrade für die Mega-WM? Jürgen Klopp winkte ab, als er erstmals davon hörte. "Ich wollte gar nicht erst darüber nachdenken", sagte der designierte Bundestrainer vor rund neun Monaten bei "The Athletic": "Ehrlich gesagt, ich habe es nur gesehen und dachte: Oh nein, darauf lasse ich mich nicht ein." Vielleicht wird er es aber müssen.
Denn während der Deutsche Fußball-Bund (DFB) schwer darauf hinarbeitet, Klopp als Retter nach der verkorksten Weltmeisterschaft in Nordamerika zu verpflichten, fabuliert der FIFA-Präsident offen über eine weitere Aufstockung der gerade erst auf 48 Mannschaften erweiterten WM. "Das ist auf jeden Fall ein Thema, das man nach dieser WM anschauen und in den Gremien diskutieren wird", sagte Gianni Infantino dem Schweizer Sender "blue Sport".
Ein großer Teil der Wahrheit ist aber, dass der Präsident mit einer 64er-WM seine Position als Alleinherrscher im Weltfußball festigen könnte. Mehr Spiele bedeuten mehr Geld, das er den Mitgliedern anbieten könnte, die ihn 2027 im Amt bestätigen sollen.
Die Aussicht auf mehr Startplätze ist ebenfalls ein überzeugendes Argument im Wahlkampf. Besonders nach dem WM-Skandal um die Aufhebung der Rot-Sperre des US-Amerikaners Folarin Balogun.
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WM mit 64 Teams: Turnier würde mindestens sechs Wochen dauern
Die Debatte um ein Turnier mit noch mehr Teilnehmern ist nicht neu. Schon 2030, bei Klopps erster WM als Bundestrainer, könnte dies der Fall sein. Neben den Hauptausrichtern Spanien, Portugal und Marokko sollten ursprünglich auch Paraguay, Uruguay und Argentinien je ein Spiel bekommen. Doch schon im Vorjahr warb unter anderem Alejandro Domínguez, Präsident des südamerikanischen Fußballverbands CONMEBOL, dafür, 64 Teams zuzulassen, um das 100-jährige Jubiläum der Turnierpremiere 1930 in Uruguay zu würdigen.
Das könnte in der Folge bedeuten, dass die Südamerikaner mehr Spiele als zunächst geplant erhalten. Statt der aktuell 104 gäbe es 128 Partien, falls die WM dann in 16 Viererstaffeln (Gruppe A bis P!) ausgetragen werden würde. Schon jetzt dauert das Turnier bis zum Finale am kommenden Sonntag in New York knapp über fünf Wochen.
Eine WM mit 16 Mannschaften mehr wäre kaum in unter sechs Wochen durchführbar. Eine Erleichterung wäre eine Aufstockung in jedem Fall bei der Rechnerei nach der Gruppenphase. Das Wirrwarr um die besten Dritten fiele weg, und wie früher kämen die besten zwei Teams weiter. Nur das neu eingeführte Sechzehntelfinale bliebe.
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XXXXL-WM schon 2030? Infantino witzelt über Italien
Kritik an dieser Politik des "Immer mehr" kam zuletzt aber nicht nur von Klopp. DFB-Präsident Bernd Neuendorf sagte im Frühjahr 2025, sein Verband halte den Vorschlag "aus sportlicher und organisatorischer Sicht für nicht umsetzbar". UEFA-Boss Aleksander Ceferin warnte im "kicker": "Erstens wäre das Turnier zu lang. Zweitens würden unsere Qualifikationsspiele bedeutungslos. Für die Qualität des Fußballs wäre es lächerlich."
In der Tat würden sich von den 211 FIFA-Mitgliedsverbänden gut 30 Prozent für die WM qualifizieren. Für Infantino ist dies aber kein Argument dagegen, sondern vielmehr dafür. "Jede Nation soll davon träumen dürfen, bei der Weltmeisterschaft dabei zu sein", sagte der 56-Jährige. Gerade erst hätten vermeintlich kleine Teams wie Kap Verde den Beweis geliefert, dass von einer Verwässerung keine Rede sein könne.
Selbst eine stolze und große Fußballnation wie Italien, die zum dritten Mal in Folge eine WM verpasste, dürfte angesichts der Überlegungen jubeln, wie Infantino vor dem Turnier beim brasilianischen Sender "CazeTV" witzelte: "Vielleicht qualifiziert sich Italien bei 64 Teams. Oder wir könnten sogar auf 208 Mannschaften gehen." Was wohl Jürgen Klopp darüber denkt?
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