WM
WM 2026: FIFA-Regelhüter geben VAR-Fehler zu - Argentinien profitierte von Schiedsrichter-Entscheidung
Aktualisiert:
von Philipp Schmalzran Fußball
WM 2026: Fans sauer nach Schweiz-Niederlage - "FIFA missbraucht den VAR"
Videoclip • 01:38 Min
Der Platzverweis von Breel Embolo im WM-Viertelfinale zwischen der Schweiz und Argentinien zieht Diskussionen nach sich. Die offiziellen Regelhüter des internationalen Fußballs stellen klar: Der VAR hätte nicht eingreifen dürfen.
Die Weltmeisterschaft 2026 sorgt auch knapp eineinhalb Wochen nach dem Finale zwischen Spanien und Argentinien (1:0 n.V.) weiter für Diskussionen.
Im Fokus steht dieses Mal die Viertelfinal-Partie zwischen der Schweiz und den Argentiniern. Beim Stand von 1:1 kassierte Ex-Bundesliga-Star Breel Embolo aufgrund einer Schwalbe seine zweite Gelbe Karte und musste den Platz verlassen.
Doch wie das "International Football Association Board" (IFAB), die offiziellen Regelhüter des internationalen Fußballs, nun zugab, hätte der Schweizer niemals vom Platz gestellt werden dürfen. "Eine Gelbe Karte (Verwarnung), bei der es sich nicht um eine zweite Gelbe Karte handelt, kann nur überprüft werden, um den Spieler zu identifizieren, der das geahndete Vergehen begangen hat; das Vergehen selbst kann nicht überprüft oder geändert werden", stellte das IFAB klar.
Doch warum hätte Embolo eigentlich auf dem Rasen bleiben müssen? Schiedsrichter Joao Pinheiro entschied während der Partie nach dem Zweikampf zwischen dem Schweizer und Leandro Paredes auf Freistoß für die "Eidgenossen" und Gelb für den Argentinien-Star.
Die nächsten Sport-Livestreams
Bald verfügbarMittwoch, 29.07. 22:10 • WWE
WWE RAW im Stream
150 Min
Bald verfügbarMittwoch, 29.07. 22:10 • WWE
WWE RAW im Stream
150 Min
Bald verfügbarDonnerstag, 30.07. 22:00 • WWE
WWE NXT im Stream
100 Min
Bald verfügbarDonnerstag, 30.07. 22:00 • WWE
WWE NXT im Stream
100 Min
Argentinien vs. Schweiz: VAR hätte nicht eingreifen dürfen
Video-Schiedsrichter Guillermo Pacheco griff in der Folge ein und schickte Pinheiro an den Bildschirm. Nach Ansicht der Bilder revidierte der Portugiese seine Meinung, nahm die Gelbe Karte von Paredes zurück und gab sie stattdessen Embolo, der somit nach seiner Schwalbe vom Platz flog.
Doch weil es sich bei der ersten Entscheidung des Referees um eine Tatsachenentscheidung handelte, hätte der VAR gar nicht eingreifen dürfen. Dies hätte nur passieren dürfen, wenn es eine "Verwechslung des Spielers" gegeben und ein falscher Spieler eine gelbe oder rote Karte bekommen hätte - diese Regel wurde vor dem Turnier neu eingeführt.
Neue VAR-Regel: Auch Fehlentscheidung vs. USA
Da Paredes das Foul jedoch wirklich beging und bestraft wurde, lag eine solche nicht vor. Der VAR hätte sowohl vor als auch nach Einführung der neuen Regelung nicht eingreifen dürfen.
Auch im Fall des US-amerikanischen Spielers Tim Ream war die Regel gemäß Klarstellung des IFAB falsch angewendet worden. Dieser war im Gruppenspiel gegen Paraguay vom Schiedsrichter wegen eines vermeintlichen Fouls verwarnt worden. Auch hier hatte der VAR eine Überprüfung empfohlen, woraufhin die Entscheidung revidiert und stattdessen Reams paraguayischer Gegenspieler wegen Simulation verwarnt worden war.
Die Anwendung der Klausel in beiden Fällen bei der WM sei "positiv aufgenommen" worden, so die IFAB. Sie wird in die Überprüfung des Protokolls für den Videobeweis einbezogen, dürfe jedoch erst nach Abschluss dieser Überprüfung angewendet werden.
Auch interessant: WM 2026: Gianni Infantino plant nächsten Coup mit der FIFA - es geht um 20 Milliarden Dollar
Die aktuellsten Fußball-Videos

ran Fußball
DFB-Team - Dreesen mit Botschaft an Klopp: "Keine Arroganz, Tatsache"
Videoclip • 02:34 Min

ran Fußball Bundesliga
FC Bayern: „Dann bist du der Volltrottel“ - so schwierig war der Kane-Transfer
Videoclip • 03:16 Min

ran Fußball Bundesliga
Dreesen verrät: So wurde ich Bayern-Fan
Videoclip • 01:03 Min
FIFA verzichtet bisher auf Stellungnahme
Besonders bitter für die Schweiz: In Unterzahl übernahmen die Argentinier immer mehr das Spiel. In der Verlängerung erzielten Julian Alvarez (112.) und Lautaro Martinez (120+1.) die Tore zum 2:1 und 3:1.
Ob das Spiel mit 22 Spielern auf dem Feld ähnlich verlaufen wäre? Vor allem die Schweiz dürfte da eine ganz klare Meinung haben.
Die FIFA reagierte bisher nicht auf die Ausführungen des IFAB, die UEFA hingegen begrüßt die Klarstellung der Regelhüter: "Der VAR soll das Spiel nicht neu pfeifen, sondern ist eine unverzichtbare Unterstützung für die Schiedsrichter, die im Mittelpunkt aller Entscheidungsfindung stehen müssen", heißt es in einem Statement.
Auch interessant: WM 2026 - Gianni Infantino kontert Kritiker mit wirrem Rundumschlag und verteidigt Balogun-Skandal Und: Nick Woltemade erklärt verschossenen WM-Elfmeter: "Habe gedacht, ich bin der Clevere ..."
Mehr WM-News

WM
WM-Verkauf? FIFA bestätigt nächsten Milliarden-Coup

WM
Klopps größte Aufgabe: Was wird aus Kimmich?

WM
Demokrat fordert: Infantino vor US-Justiz-Ausschuss

WM
Großer Empfang für Argentinier - doch Messi fehlt

WM
Das sagte Messi Yamal direkt nach dem Finale

WM
Brief geleakt: Infantino lobt Argentinien für WM-Auftritte





















