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WM 2026: Halbzeitshow ist "nicht unproblematisch" - Sportmediziner klärt über Risiken auf

Aktualisiert:

von SID

ran Fußball

WM 2026: Finale wird zum Mega-Spektakel! Erste Halbzeitshow mit Weltstars

Videoclip • 01:07 Min


Die Halbzeitshow der Fußball-WM sorgt schon im Vorhinein für Schlagzeilen. Nicht nur aufgrund der auftretenden Stars, sondern auch aufgrund der Dauer. Ein Sportmediziner erklärt die möglichen Risiken einer zu langen Pause für die Profis.

Madonna, Shakira, Justin Bieber - das Line-up für die erste Halbzeitshow in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft beim Finale in New Jersey könnte prominenter kaum sein.

Doch während am Sonntag die größten Popstars der Welt auf dem Platz für Stimmung sorgen, müssen sich die spanischen und argentinischen Spieler in den Katakomben auf eine deutlich längere Halbzeit einstellen. Das sei "nicht unproblematisch", betont Sportmediziner Hans-Georg Predel.

"Die derzeitige Halbzeitdauer von 15 Minuten hat sich nicht zufällig etabliert. Sie stellt einen guten Kompromiss zwischen einer kurzen Erholung und dem Erhalt der körperlichen Leistungsbereitschaft dar", sagte der Leiter des Instituts für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der Deutschen Sporthochschule Köln dem "SID".

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Verlängerte Pause kann "Sprintgeschwindigkeit und Schnellkraft negativ beeinflussen"

Eine Verlängerung auf 25 oder sogar 30 Minuten "verändert die physiologischen Voraussetzungen deutlich".

Die Stars um Lamine Yamal und Lionel Messi würden zwar "etwas besser regenerieren, gleichzeitig sinken jedoch Muskeltemperatur, Herzfrequenz und neuromuskuläre Aktivierung", sagte Predel.

Studien haben gezeigt, "dass schon ein Rückgang der Muskeltemperatur um ein bis zwei Grad Celsius die maximale Kraftentwicklung, Sprintgeschwindigkeit und Schnellkraft negativ beeinflussen kann. Da Fußball von kurzen explosiven Aktionen lebt, kann dies gerade unmittelbar nach Wiederbeginn leistungsrelevant sein."

Erneutes Aufwärmen wegen langer Halbzeit nötig?

In der Theorie steige zudem das Verletzungsrisiko, deshalb sei ein gesondertes Aufwärmprogramm in der Halbzeit unerlässlich. "Idealerweise erfolgt in den letzten drei bis fünf Minuten vor Wiederbeginn ein strukturiertes Reaktivierungsprogramm mit Laufübungen, Mobilisation sowie kurzen Steigerungs- und Sprintbewegungen", sagte Predel.

Und weiter: "Viele Spitzenmannschaften praktizieren dies bereits nach normalen Halbzeitpausen – bei einer längeren Unterbrechung wird diese Reaktivierung noch wichtiger."

Und auch die mentale Komponente sei "gerade in einem WM-Finale, in dem kleinste Fehler spielentscheidend sein können, nicht zu unterschätzen". Deshalb, so der Sportmediziner, "umfasst ein professionelles Reaktivierungsprogramm immer sowohl körperliche als auch mentale Aktivierung".

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