WM
WM 2026: Niederlande wie im Rausch - Kantersieg gegen Schweden
Aktualisiert:
von SIDran Fußball
DFB-Team: "Es ist ein offener Konkurrenzkampf" - Brown mit Startelfchancen?
Videoclip • 02:25 Min
Die niederländische Nationalmannschaft hat bei der WM 2026 am zweiten Spieltag der Vorrunde einen Kantersieg gegen Schweden eingefahren.
Schon Minuten vor dem Schlusspfiff sangen sich die Oranje-Fans durch ihr Party-Repertoire, den Kantersieg nach dem WM-Stotterstart ihrer Elftal feierten 30.000 niederländische Anhänger euphorisch - und unten auf dem Spielfeld schaute Trainer Ronald Koeman mit Genugtuung hoch auf die Ränge.
Mit goldenem Händchen hatte der Bondscoach auf die Kritik aus der Heimat reagiert und einen Doppelpacker aufgestellt.
Dank Brian Brobbey und Cody Gakpo, der ebenfalls doppelt traf, machten die Niederlande beim überzeugenden 5:1 (2:0) gegen Schweden das enttäuschende Auftakt-2:2 gegen Japan vergessen. Oranje übernahm die Tabellenführung in der Gruppe F und kann für die K.o.-Runde planen.
Joker Summerville mit starkem Auftritt
"Wir haben in vielen Phasen gut gespielt. Wenn man sieht, wie wir die Tore machen, wie wir es ausnutzen, wenn wir den Raum bekommen", sagte Koeman und lobte Brobbey: "Im ersten Tor steckte alles, was man sich wünscht. Wir wissen, dass Brian das sehr gut kann." Es sei "ein prima Ergebnis, aber es gab auch genug Momente, bei denen wir sagen: Das können wir besser besser."
Der ehemalige Leipziger Brobbey, der überraschend für Shootingstar Crysencio Summerville in die Startelf gerückt war, sorgte mit seinem Doppelpack für die schnelle Führung (5./17.). Ein "genialer Schachzug" von Koeman, schrieb De Telegraaf. Summerville kam zur Halbzeit - und war direkt an beiden Treffern des überragenden Gakpo beteiligt (47./53.). Anthony Elanga traf für die Schweden (59.). Den Schlusspunkt setzte Summerville selbst (89.).
Oranje hat mit vier Punkten das Sechzehntelfinale nahezu sicher und spielt nun in der Nacht auf Freitag gegen Tunesien um den Gruppensieg. Schweden (3 Punkte) steht parallel gegen Japan unter Druck.
Schon ab 8 Uhr (Ortszeit) herrschte Ausnahmestimmung in der texanischen Astronautenstadt, als sich der legendäre Oranje-Partybus mit Schätzungen zufolge 30.000 Anhängern der Elftal auf den rund vier Kilometer langen Weg von der Rice University zum Stadion machte. Ob Niederländer oder Einheimischer war dabei völlig egal, einzige Voraussetzung: Orange tragen.
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Niederländer siegen vor den Augen von König Willem-Alexander
Koeman, der vor 43 Jahren sein Länderspieldebüt ausgerechnet gegen Schweden gefeiert und dabei 0:3 verloren hatte, nahm die Kritik aus der Heimat nach dem durchwachsenen Auftakt gegen Japan (2:2) gelassen. Summerville habe "mit körperlichen Problemen" zu kämpfen gehabt, begründete er seinen einzigen Startelfwechsel. "Gegen Schweden brauchen wir einen anderen Spielertyp."
Und "Zielspieler" Brobbey stand vor 68.777 Zuschauern, darunter der niederländische König Willem-Alexander, Königin Máxima und Prinzessin Ariane, gleich zweimal goldrichtig. Zunächst schob der 24-Jährige vom AFC Sunderland eine Hereingabe von Gakpo über die Linie, zwölf Minuten später verlängerte er den Ball von Denzel Dumfries entscheidend mit der Fußspitze zum 100. WM-Tor der Niederlande.
Die Schweden, die nach dem 5:1 gegen Tunesien eigentlich deutlich befreiter auftreten konnten, wurden erst nach der Trinkpause gefährlicher. Gyökeres (7./37./45.+3) scheiterte dreimal am starken Oranje-Keeper Bart Verbruggen, Gustaf Lagerbielke stand vor seinem Kopfballtreffer im Abseits (44.).
"Sie haben Glück gehabt. Das Spiel ist noch nicht entschieden", meinte Jürgen Klopp zur Pause bei MagentaTV. Koeman brachte Summerville - und der leitete mit einem starken Solo gleich das 3:0 von Gakpo ein und legte dem Liverpooler auch das vierte Tor zur Vorentscheidung auf. Elangas Treffer kam zu spät. Kurz vor Schluss erhöhte Summerville selbst auf 5:1.
FIFA-Weltmeisterschaft 2026: Turnier-Überblick
Zeitraum: 11. Juni – 19. Juli 2026
Gastgeber: USA, Mexiko, Kanada
Austragungsorte: 16 Stadien
Eröffnungsspiel: 11. Juni in Mexiko-Stadt
Finale: 19. Juli in New York/New Jersey
Teilnehmer: 48 Nationalteams
Modus: 12 Gruppen à 4 Teams, danach K.-o.-Runde
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