WM 2026
WM 2026: Organisation ruft zu Sammelbeschwerde gegen FIFA-Präsident Infantino auf
Aktualisiert:
von SIDran Fußball
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Kurz vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko hat eine Organisation alle Fußballfans zu einer Sammelbeschwerde gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino aufgerufen.
Die Organisation FairSquare erneuert ihre Beschwerde gegen FIFA-Chef Gianni Infantino und ruft Fußballfans weltweit zur Unterstützung auf. Eine Woche vor Beginn der WM in den USA, Mexiko und Kanada starteten Aktivisten die Kampagne "Reboot FIFA".
Damit sollen Unterschriften gesammelt werden, um die "größte Beschwerde, die die FIFA je erhalten hat", nach dem Turnier an die Ethikkommission des Weltverbandes zu übermitteln, hieß es.
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FairSquare wirft Infantino Verstöße gegen politische Neutralität vor
FairSquare wirft Infantino mehrere Verstöße gegen die Pflicht zur politischen Neutralität vor. Die Vorwürfe beziehen sich allesamt auf die enge Beziehung des Schweizers zu Donald Trump, darunter die erstmalige Vergabe eines FIFA-Friedenspreises an den US-Präsidenten.
Man werde Infantinos Verhalten und Äußerungen während der WM (11. Juni bis 19. Juli) "beobachten und weitere Verstöße gegen den Ethikkodex dokumentieren", hieß es bei der Vorstellung der Kampagne, die eine Art Sammelbeschwerde gegen Infantino zum Ziel hat. Im Anschluss an das Turnier soll eine aktualisierte Beschwerde eingereicht werden.
Infantino hatte Trump den neuen Preis im Dezember bei der WM-Auslosung in Washington überreicht. Danach folgte die Beschwerde von FairSquare. Die FIFA machte bislang nicht öffentlich, nach welchen Kriterien die Auszeichnung vergeben wurde. Das FIFA-Council war laut Angaben von Mitgliedern wie DFB-Chef Bernd Neuendorf nicht konsultiert worden.
Die Menschen seien zurecht "verärgert und frustriert über eine Reihe von Problemen, von exorbitanten WM-Ticketpreisen bis hin dazu, dass die FIFA einem Mann einen Friedenspreis verliehen hat, der anschließend einen illegalen Krieg gegen einen Teilnehmer der Weltmeisterschaft begonnen hat", sagte FairSquare-Direktor Nick McGeehan. Es gehe darum, "diese Wut zu bündeln und effektiv umzulenken, um den politischen Druck zu erzeugen, der erforderlich ist, um bedeutende Veränderungen bei der FIFA zu erzwingen".
Von den FIFA-Mitgliedern hat bislang nur Norwegens Verband (NFF) seine Unterstützung für das Anliegen kundgetan. NFF-Präsidentin Lise Klaveness teilte mit, dass der Verband die FIFA-Ethikkommission in einem Brief aufgefordert habe, die Beschwerde zu prüfen.
Der NFF habe allein gehandelt, sagte Klaveness am Dienstag, andere Verbände hätten sich anschließen können, wenn sie dies gewollt hätten. Druck auszuüben, sei aber "nutzlos". Neuendorf hat die Vergabe wiederholt verteidigt und auf die Rolle der USA in Gaza verwiesen.
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