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WM 2026: Rote Karte für Michael Olise? Mats Hummels widerspricht ehemaligen Top-Schiedsrichtern

Veröffentlicht:

von ran.de

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WM 2026 - Deschamps hadert mit Schiri: "Niveau für ein Halbfinale?"

Videoclip • 03:41 Min


Michael Olise scheitert mit Frankreich im WM-Halbfinale an Spanien. Dabei hat der Superstar Glück, um einen Platzverweis herumzukommen. Während ein ehemaliger Schiedsrichter zu einer Roten Karte gegriffen hätte, verweist Mats Hummels auf die Umstände.

Bis zur 72. Minute probierte Michael Olise alles, um seinen Traum vom WM-Finale wahr zu machen. Doch allzu viel wollte Frankreichs diesmal zentral gestartetem Offensivspieler beim 0:2 gegen Spanien nicht gelingen. Das Halbfinale in Dallas war vielmehr der schlechteste Auftritt des Bayern-Stars während des Turniers.

Zwar war Olise damit unter "Les Bleus" in bester Gesellschaft, denn fast jeder einzelne Spieler schien einen gebrauchten Tag erwischt zu haben. Der Star des FC Bayern München aber konnte obendrein von Glück reden, überhaupt so lange auf dem Platz gestanden zu haben. So zumindest der Eindruck einiger Experten und zahlreicher Zuschauer nach einem Zweikampf mit Rodri.

Bereits in der 14. Minute ging Olise mit einer Grätsche gegen den Profi von Manchester City volles Risiko und erwischte seinen Gegenspieler in Höhe des Knöchels. Zur Verwunderung fast aller Beobachter kam er komplett ohne Verwarnung davon. Der bis zu diesem Spiel wegen seiner WM-Leistungen von vielen Seiten hochgelobte Schiedsrichter Ivan Barton ließ Gnade vor Recht ergehen.

Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe attestierte dem Unparteiischen aus El Salvador via "X" eine "schlechte, aber typische Performance eines Schiedsrichters der WM 2026". Neben dem für ihn fragwürdigen Elfmeter für Spanien und einem nicht gegebenen Strafstoß für Frankreich kurz vor Schluss monierte er "insgesamt schlechtes Management". Dabei erwähnte der 52-Jährige das Olise-Foul als Beispiel für die "fehlende klare Linie bei Bestrafungen".

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Ittrich über Olise-Foul: "Hat alles Zeug zur Roten Karte"

Auch der in diesem Sommer in Schiri-Rente gegangene Patrick Ittrich war offensichtlich überrascht, dass Barton nicht härter durchgriff. Moderator Johannes B. Kerner jedenfalls sagte bei "MagentaTV": "Unser Schiedsrichterexperte, wir haben mit Patrick Ittrich gesprochen, sagt: 'Das hat alles Zeug zur Roten Karte.'"

Etwas differenzierter sah Mats Hummels die Sache, der als Experte des Senders mit Kerner vor Ort dabei war. "Im Standbild sieht es natürlich sehr fies aus. Es ist für mich aufgrund der fehlenden Intensität nur Gelb, weil er eben nicht durchgeht", fasst der Weltmeister von 2014 zusammen. Diese Art der Verwarnung wäre für ihn daher zwingend gewesen.

Allerdings erklärte sich Hummels die ausgebliebene Gelbe Karte mit der wenige Minuten zuvor gegen Adrien Rabiot gezeigten Karte gleicher Farbe. "Er wollte es nicht so direkt in eine Richtung lenken", mutmaßte er über Barton: "Aber es war nicht weit weg von einer möglichen Roten Karte, das muss man auch klar sagen."

Im Standbild sieht es natürlich sehr fies aus. Es ist für mich aufgrund der fehlenden Intensität nur Gelb, weil er eben nicht durchgeht

Mats Hummels bei "MagentaTV" über das Foul von Michael Olise an Rodri

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Hummels nach Olise-Foul: "Am dritten Bundesliga-Spieltag gibst du dafür Rot"

Hummels sieht die Situation aber differenziert und verwies auf das große Ganze. "Laut Schiedsrichterlehrbuch, ja. Laut dem, wie ich Fußball sehe, nein", sagte er zur Frage Rot oder nicht Rot: "Und man muss bedenken, auch wenn es doof ist: Es ist ein WM-Halbfinale. 14. Minute."

Auf Kerners Hinweis, in jedem Spiel sollten die gleichen Regeln gelten, führte Hummels weiter aus: "Ja, am dritten Bundesliga-Spieltag gibst du dafür Rot. Beim Champions-League-Halbfinale oder WM-Halbfinale gibst du es nicht mehr."

Folglich dürfte auch der Anlass der Partie Olise gerettet haben. Das Wichtigste nach dieser Szene war aber ohnehin, dass Rodri weiterspielen konnte. Im Gegensatz zu Olise stand Spaniens Kapitän auch beim Abpfiff noch auf dem Feld. Und schaffte nun das, wovon sein Gegenspieler weiter träumt: Der Taktgeber des Europameisters wird sein erstes WM-Finale spielen. Spätestens bei diesem Gedanken sollten alle Schmerzen vergessen sein.

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