wm 2026 in Kanada, USA und mexiko
WM 2026: Seattle plant Pride-Spiel - trotz massiven Protesten von Iran und Ägypten
Aktualisiert:
von ranran Fußball
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Videoclip • 01:48 Min
Seattle plant bei der WM 2026 ein Pride-Spiel zur Unterstützung der LGBTQ+-Community, das parallel zu den Feierlichkeiten der Stadt stattfindet. Ausgerechnet Iran und Ägypten treten dabei gegeneinander an.
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, den USA und Mexiko sorgt bereits lange vor dem Anpfiff des Eröffnungsspiels für Schlagzeilen.
Jetzt rückt besonders eine Partie in den Fokus: Am 27. Juni soll in Seattle ein Spiel der Vorrunde als sogenanntes "Pride Match" ausgetragen werden – zeitgleich zu den großen Pride-Feierlichkeiten der Stadt.
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Doch die Konstellation sorgt für heftige Diskussionen. Denn auf dem Platz stehen ausgerechnet zwei Nationen, in denen Homosexualität verboten und teils schwer bestraft wird: Iran und Ägypten.
Die Idee für ein Pride-Spiel stammt vom lokalen Organisationskomitee in Seattle. Man wolle das Turnier nutzen, um die Offenheit der Stadt zu zeigen und der LGBTQ+-Community eine besondere Bühne zu geben.
Die Organisatoren betonen jedoch, dass die Aktion "weder mit der FIFA verbunden" sei "noch von ihr unterstützt" werde.
WM 2026: Seattle hält an Pride-Match fest - FIFA reagiert
Die FIFA war an dieser Entscheidung nicht beteiligt. "Wir können nicht beeinflussen, was während des Spiels passiert – aber wir können beeinflussen, wie Seattle die Welt empfängt", betonten die Organisatoren. Auch Seattles Bürgermeisterin Katie Wilson unterstützt das Vorhaben nachdrücklich.
Dass die Auslosung ausgerechnet diese Begegnung ergab, sorgt international für Stirnrunzeln. Beide beteiligten Verbände legten Protest ein. "Es handelt sich um eine irrationale Entscheidung, die eine bestimmte Gruppe begünstigt", sagte der iranische Fußballverbandschef Mehdi Taj laut der Nachrichtenagentur "Isna". "Wir und Ägypten lehnen diese Entscheidung ab."
Eine Spielverlegung oder Änderung der Ansetzung steht jedoch nicht zur Debatte. Ein Sprecher erklärte gegenüber dem Portal "Outsports": "Das "Pride Match" wurde angesetzt, um Pride-Veranstaltungen in Seattle und im ganzen Land zu feiern und zu fördern, und es wurde lange im Voraus geplant."
Seattle hält trotz des Gegenwindes an dem Konzept fest und plant rund um das Spiel zahlreiche Aktionen - darunter Kunstprojekte, Programme für lokale LGBTQ+-Gruppen und Initiativen zur Unterstützung queerer Unternehmen. Man wolle zeigen, wofür die Stadt steht: Offenheit, Vielfalt und ein entschlossenes Bekenntnis zur Community.
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