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WM 2026 - Statistik zeigt: Neue Regeln gegen Zeitspiel bringen nichts

Veröffentlicht:

von ran.de

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WM 2026: "Hätte Rot gegeben": Ittrich über strittige Messi-Szene

Videoclip • 01:48 Min


Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich zieht ein Resume zur abgelaufenen WM-Vorrunde. Dabei sieht er die geringen VAR-Einsätze, die ständigen Diskussionen um Schiedsrichter sowie die Stadiondurchsagen bei diesem Turnier besonders kritisch.

Die vergleichsweise geringe Zahl an VAR-Einsätzen bei der WM sorgt bei Schiedsrichter-Experte Patrick Ittrich für Stirnrunzeln. Der ehemalige Bundesliga-Referee sieht den zurückhaltenden Einsatz des Videoassistenten nicht ausschließlich positiv.

"Die VAR-Eingriffe bei der WM sind signifikant weniger als in der Champions League. Wir haben bei der WM 0,29 Eingriffe pro Spiel. In der Champions League liegt dieser Wert bei 0,49 Eingriffen pro Spiel", erklärte Ittrich bei "MagentaTV". Das habe aus seiner Sicht auch zur Folge, dass einige strittige Szenen ungeahndet blieben. Als Beispiel nannte er Deutschlands Gruppenspiel gegen Ecuador. Vor dem 1:0 durch Leroy Sane sei Aleksandar Pavlovic seiner Meinung nach klar foulwürdig zu Werke gegangen, ohne dass der VAR eingriff.

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Ittrich bewertet Umsetzung der Kapitänsregel kritisch

Kritisch bewertet der 46-Jährige zudem die Umsetzung der Kapitänsregel. Eigentlich soll nur der Spielführer mit dem Schiedsrichter diskutieren, bei der WM würden jedoch regelmäßig mehrere Spieler gleichzeitig auf die Referees einwirken.

Auch die Regeländerungen zur Erhöhung der Netto-Spielzeit hätten bislang kaum Wirkung gezeigt. Mit durchschnittlich 58,07 Minuten liegt die effektive Spielzeit laut "MagentaTV"-Daten sogar leicht unter dem Wert der EM 2024.

"Gerade die Regelung beim Einwurf verlängert eher die Zeit", sagte Ittrich.

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Ittrich fordert Verbesserungen bei Stadiondurchsagen

Verbesserungsmöglichkeiten sieht Ittrich außerdem bei den Durchsagen der Schiedsrichter über die Stadionlautsprecher. "

"Bei den Announcements der Schiedsrichter, also die Verkündung der Entscheidungen, besteht Nachholbedarf. Wir haben uns ja auch über einige lustig gemacht. Da muss man die Kirche im Dorf lassen. Es prasselt so ein hoher Druck auf die Schiedsrichter. Gerade im Eröffnungsspiel war das aber nicht gut. Keiner wusste, was los ist! Der Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio war unfassbar aufgeregt. Man muss sich das vorstellen: Er pfeift in Brasilien, da wird Portugiesisch gesprochen. Er pfeift in der Copa America. Da wird Spanisch gesprochen. Dann kommt er zu einer WM, wo Englisch gesprochen wird. Das ist manchmal nicht so einfach. Das ist während der WM besser geworden."

Trotz einzelner Diskussionen fällt Ittrichs Gesamtfazit zur Gruppenphase der Schiedsrichter aber positiv aus. Es habe zwar Ausreißer nach oben und unten gegeben, insgesamt hätten die Unparteiischen das Turnier bislang aber ordentlich geleitet.

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