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WM 2026: Türkei mit Last-Minute-Sieg zum Abschied gegen die USA - "Mannschaft hat mehr verdient"

Aktualisiert:

von SID

ran Fußball

DFB-Team - Neuer weist jede Schuld zurück: "Auf keinen Fall"

Videoclip • 01:26 Min


Die Enttäuschung war Salih Özcan anzusehen, aber ein klein wenig Genugtuung verspürte er nach dem unterhaltsamen 3:2 (1:2) der Türkei gegen die USA doch.

"Es war wichtig für uns, dass wir mit einem Sieg nach Hause fahren und zeigen, was wir drauf haben", sagte der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund nach dem späten Siegtreffer in der achten Minute der Nachspielzeit durch den Ex-Schalker Kaan Ayhan.

Allerdings kam auch er nicht umhin einzugestehen: "Natürlich ist die Enttäuschung trotzdem da. Die Mannschaft hat mehr verdient."

Tatsache blieb freilich, dass die Türkei nach den beiden Niederlagen gegen Australien (1:4) und Paraguay (0:1) schon vor dem Duell gegen den feststehenden Gruppensieger keine Chance mehr auf den Einzug in die K.o.-Runde besaß.

"Wenn du nicht gut in dieses Turnier startest, ist es schwer", erklärte Özcan, denn: "Mittlerweile kann jede Mannschaft gut Fußball spielen und kämpfen, das haben wir gesehen."

Weil die Begegnung sportlich für beide Mannschaften bedeutungslos war, konnte es sich US-Trainer Maurizio Pochettino sogar erlauben, seine Anfangsformation auf gleich neun Positionen zu verändern.

Auch die Gefahr von Gelbsperren für das Stammpersonal wollte er eindämmen. Vor dem kniffligen Sechzehntelfinale gegen Bosnien und Herzegowina in der Nacht zu Donnerstag (2 Uhr) hätte sich die Gastgeber aber eine Fortsetzung ihrer "Soccer"-Party im eigenen Land und eine makellose Gruppenphase gewünscht.

Özcan war's egal. "Am Ende", sagte er, "ist es wichtig, dass wir das Spiel gewinnen. Und ob die am Ende mit einer C-Elf spielen, war mir eigentlich egal."

Und jetzt? "Die Mannschaft hat Qualität und einen breiten Kader", sagte Özcan, "daraus ziehen wir unsere Lehren und versuchen, in den nächsten Jahren das Beste daraus zu machen."

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WM 2026: Türkei kämpft sich gegen US-Boys zurück

Die Türkei hatte sich vorgenommen, ihre erste WM-Endrunde seit 24 Jahren "mit Stolz" (Kenan Yildiz) zu beenden - doch es ging denkbar schlecht los. Auston Trusty wurde bei einer Ecke am zweiten Pfosten sträflich alleingelassen und schoss ins kurze Eck zur frühen Führung ein (3.).

Die Türkei zeigte sich vom Rückstand aber unbeeindruckt und schlug prompt zurück: Arda Güler schloss eine Umschaltsituation überlegt ab (10.). Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit Chancen auf beiden Seiten.

Ein Treffer von Mark McKenzie zählte aufgrund einer Abseitsstellung nicht, wenig später traf Orkun Kökcü (31.) nach einem schön ausgespielten Angriff ins lange Eck. Zur Halbzeit gab es leichte Pfiffe der US-Fans.

Doch die Gastgeber kamen stark aus der Kabine: Sebastian Berhalter zog wuchtig von der Strafraumkante ab und erzielte das 2:2 (49.). In der 58. Minute brandete lauter Jubel auf, als der zuletzt angeschlagene Hoffnungsträger Christian Pulisic ins Spiel kam. Pulisic und Brenden Aaronson (62.) vergaben dann eine Doppelchance auf das 3:2.

Auch die Türken blieben gefährlich - und trafen buchstäblich in letzter Minute.

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