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DTM: Rennkalender soll erweitert werden - die Teams haben Bedenken

Veröffentlicht:

von Anne Malin

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DTM: Van der Linde - Comeback-Sieg in Zandvoort

Videoclip • 02:37 Min


Der ADAC plant für die kommende Saison eine internationale Expansion der DTM.  Mittelfristig soll es zwei Rennwochenenden mehr pro Jahr geben.

Die DTM wird wohl schon kommende Saison eine Strecke mehr auf dem Rennkalender haben. Das stellt zumindest ADAC-Motorsportchef Thomas Voss in Aussicht: "Ohne zu viel verraten zu wollen, solltet ihr euch fürs nächste Jahr ein Wochenende mehr freinehmen."

Die DTM solle nicht nur erweitert, sondern auch internationalisiert werden. Das zusätzliche Rennen  wird "wahrscheinlich" im Ausland angesiedelt sein.

DTM: Erweiterung des Rennkalenders geplant

In welchem Land genau die DTM zukünftig gastiert, soll auch von den Partnern und Herstellern abhängig sein. "Wir haben zwei italienische Hersteller, wir haben italienische Fahrer. Wir haben aber auch zwei englische Marken, aber keine portugiesische Marke", deutete Voss an.

Das wichtigste Kriterium seien allerdings die Zuschauer. "Zu expandieren, macht nur Sinn, wenn man gewisse Konstellationen schafft, die die Zuschauer dazu veranlassen, an die Rennstrecke zu kommen", erklärte Voss. Für ihn gäbe es nichts Schlimmeres als "Fernsehbilder mit leeren Rängen".

Laut Berichten von "Motorsport-Total" beschäftige sich die DTM vor allem mit Strecken in Tschechien und Ungarn, wie Brünn oder dem Hungaroring, da das mögliche neue Rennen in der Nähe des DACH-Raums verbleiben soll. Da Zandvoort bereits Teil des Aufgebots ist, orientiere sich die DTM eher Richtung Osten.

Zwar sind auch Frankreich, das keine eigene GT-Serie hat, und Italien theoretisch attraktive Austragungsorte, aber in Frankreich fehlt eine wirklich passende Strecke und in Italien war das Zuschauerinteresse bei vergangenen Rennen eher bescheiden. Die DTM fuhr bereits in Misano, Mugello, Monza, Imola und Vallelunga, aber die landeseigene GT-Meisterschaft macht den Markt kompliziert.

Im Hinblick auf mögliche Austragungsorte hielt Voss sich vage. Es gebe "ganz viele" mögliche Kandidaten, doch schon bis August soll sich entschieden haben, wohin die Reise nächstes Jahr geht.

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DTM: Rennställe haben finanzielle Bedenken

Die Perspektive auf ein weiteres Rennwochenende wirft für die Teams vor allem finanzielle Fragen auf. HRT-Teamchef Ulrich Fritz stellt klar, dass es einen finanziellen Ausgleich für die 200- bis 300-tausend Euro Extrakosten geben muss. "Entweder der Veranstalter sagt, er verdient damit so viel Geld, dass er einen Teil an die Teams weitergibt, oder es gibt einen anderen Weg", forderte der Geschäftsführer.

Gottfried Grasser, Chef des Grasser Racing Teams, gab zu bedenken, dass ein weiteres Rennen der falsche Ansatz sei. Die Anzahl an Fahrern sei die größere Baustelle: "Wenn die wie in den letzten drei Jahren sinkt, sollte man nicht daran denken, mehr Rennen zu machen, sondern sich eher darauf fokussieren, mehr Starter anzuziehen."

Voss sei sich der Probleme bewusst und stellte klar: "Es ist für uns selbstverständlich, dass wir es auch ihnen [den Teams] ermöglichen müssen, eine solche zusätzliche Veranstaltung mitmachen zu können." Die Herausforderung sei allerdings, dass alle Teams unterschiedlich finanziert werden und dementsprechend unterschiedliche Ausgangslagen haben.

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