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Formel 1: Aus von Audi-Teamchef Jonathan Wheatley - Abgangsgrund soll wohl schon länger bekannt sein
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von ranran Mehr Sport
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Nach gerade einmal zwei Rennen verlässt Audi-Teamchef Jonathan Wheatley den Rennstall. Die Gründe waren offenbar schon länger bekannt.
Nach einer erfolgreichen Formel-1-Saison 2025 mit dem damaligen "Sauber"-F1-Team kam der Abgang von Teamchef Jonathan Wheatley überraschend.
"Aus privaten Gründen", hieß es in der offiziellen Stellungnahme des Teams. Wheatleys Beweggründe sollen offenbar schon länger bekannt sein.
Laut "Bild" soll die geografische Lage von Audis Zentrale das Hauptproblem gewesen sein. Während acht von elf anderen Teams ihre Headquarters im Einzugsgebiet von London haben, ist Audi in der Schweiz zu Hause.
Rund 11.000 Einwohner hat das nordschweizerische Dorf Hinwil, in dem Audi sich niedergelassen hat. Und genau dieser Standort soll vor allem Wheatleys Frau unglücklich gemacht haben. Zwar soll dem 58-Jährigen seine Rolle als Niko Hülkenbergs Teamchef grundsätzlich Spaß gemacht haben, aber den Briten und seine Familie ziehe es zurück in die Heimat.
Und zu Hause in England ist zufälligerweise auch gerade ein Büro frei geworden. Aston Martins Teamchef Adrian Newey gab erst vor wenigen Tagen seinen Rücktritt bekannt.
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Es gibt einen Grund, warum sonst nur Ferrari und die Racing Bulls außerhalb von England an ihren Autos schrauben. Viele der besten Fachkräfte in der Industrie leben in England. Dies liegt vor allem daran, dass die meisten technischen Top-Unis auf der Insel sind. Die meisten Rennställe rekrutieren direkt von Universitäten wie Oxford oder Stanford.
Somit war es seit jeher schwierig für Audi, Personal von anderen Teams abzuwerben. Um gegen dieses bekannte Problem vorzugehen, hat die VW-Tochter vergangenes Jahr ein Ingenieurbüro in Bicester eröffnet. Doch dies ist lediglich eine Symptombekämpfung des eigentlichen Problems.
Immerhin wird Wheatleys Nachfolger Mattia Binotto sich im Nachbarland seiner Heimat Italien vermutlich wohlfühlen.
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