Motorsport
Formel 1: Max Verstappen bei Testfahrten stark - Mercedes mit Sorgen
Aktualisiert:
von SIDSchon wieder gut unterwegs: Max Verstappen
Bild: AFP/SID/Giuseppe CACACE
Die offiziellen Testfahrten der Formel 1 haben begonnen - und Max Verstappen machte einen hervorragenden Eindruck. Bei Mercedes hingegen ist man erstaunt und besorgt zugleich.
Weltmeister Lando Norris landet ganz vorne, Max Verstappens Auftritt beeindruckt - und Mercedes zeigt erstmals Schwächen: Die etablierten Kräfte der Formel 1 standen am ersten Tag der offiziellen Tests in Bahrain auf unterschiedliche Weise im Mittelpunkt. Nico Hülkenberg sammelte im Audi wertvolle Kilometer, es war ein ordentlicher Auftakt für das neue Werksteam, das einen komplett überholten Boliden auf die Strecke brachte.
Die schnellste Runde gehörte am Ende des Tages Norris im McLaren, in 1:34,669 Minuten umrundete er den Wüstenkurs. Der Blick auf die Zeitentabelle ist bei den frühen Tests traditionell aber wenig aussagekräftig, der Mittwoch brachte ohnehin eine recht langsame Session. Den insgesamt stärksten Eindruck machte überraschend Verstappen, der im vergangenen Jahr seinen Titel an Norris verloren hatte.
Der Red Bull mit dem erstmals in Eigenregie mit Unterstützung von Ford entwickelten Motor lief und lief, am Ende des Tages hatte Verstappen 138 Runden absolviert und auch die zweitbeste Zeit vorzuweisen. Die Konkurrenz beobachtete den Auftritt des Niederländers genau - und formulierte schon ein paar Sorgen.
"Sie können viel mehr Energie auf den Geraden abgeben als alle anderen", wurde Mercedes-Chef Toto Wolff von "Motorsport-Magazin.com" zitiert: "Ich spreche da von einer Sekunde pro Runde über aufeinanderfolgende Runden." Mercedes sei dazu derzeit nicht in der Lage.
Mercedes sorgte für Diskussionen
Bislang war vor allem Mercedes das Team, dem ein Vorsprung zugeschrieben wurde. Die neu eingeführten Antriebe, bei denen der Elektro-Anteil die Hälfte der Leistung liefert, sind dabei ein Streitpunkt: Die Konkurrenten glauben, dass die Silberpfeile eine Lücke im Reglement zu ihrem Vorteil genutzt haben. Konkret sollen sie einen Weg gefunden haben, das Verdichtungsverhältnis im Verbrennungsmotor über das vorgesehene Maß zu erhöhen. "Ein Sturm im Wasserglas" sei das bloß, sagte Wolff bei "Sky".
Mercedes hatte beim nicht öffentlichen Test im Januar in Barcelona den stärksten Eindruck gemacht, zumindest am Mittwochnachmittag lief aber nun nicht alles rund. Kimi Antonelli verpasste fast drei Stunden der Nachmittagseinheit, offenbar gab es ein Problem mit der Aufhängung.
Audi veränderte seinen R26 im Vergleich zu Barcelona grundlegend, ging mit einem völlig anderen Seitenkasten-Konzept auf die Strecke - und hatte bemerkenswert wenig mit Kinderkrankheiten zu kämpfen. Hülkenberg und Teamkollege Gabriel Bortoleto, die sich den Tag teilten, drehten insgesamt 122 Runden, Hülkenberg ordnete sich mit seiner Bestzeit im Mittelfeld ein. Die Tests laufen noch bis Freitag und werden in der kommenden Woche (18. bis 20. Februar) fortgesetzt. Die Saison beginnt am 8. März in Australien.
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