Motorsport
Formel 1: Max Verstappen hat Red Bull voll unter Kontrolle! Ein Kommentar
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von Kai Esserran Mehr Sport
Formel 1: Lewis Hamilton geht ans Limit - alles für Titel Nummer acht
Videoclip • 01:22 Min
Die Gerüchte um Max Verstappen sind endgültig beendet. Der Niederländer fährt noch mindestens vier weitere Saisons für Red Bull. Aber die Bedingungen dürften es in sich haben und zeigen: Nicht Red Bull kontrolliert Verstappen, sondern Verstappen kontrolliert Red Bull.
Gefühlt war es nicht nur eine "Silly Season" lang Thema, sondern ein halbes dutzend.
Nun ist die Zukunft von Max Verstappen geklärt. Kein Wechsel zu Mercedes, trotz öffentlicher Anbiederungsversuche von Toto Wolff – und kein frühzeitiges Karriereende, obwohl bei jeder Gelegenheit gesagt wird, dass das neue Reglement keinen Spaß mache – sondern eine Vertragsverlängerung bis 2030.
Damit Verstappen ein RBR-Fahrer bleibt, hat sich der Konzern mutmaßlich so weit gestreckt, wie möglich. Die Kontrolle hat nämlich nur einer – und das ist Verstappen selbst.
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Red Bull kann sich Verlust von Verstappen nicht leisten
Denn jeder in dieser Firma weiß, egal, wie eng oder nicht man mit dem Niederlander zusammenarbeiten möge: Einen Verlust konnte sich Red Bull nicht leisten.
Es gibt keinen Athleten im Red-Bull-Kosmos, der so bekannt, werbeträchtig und eng verwurzelt ist, wie der vierfache Weltmeister. Da kommt kein Skispringer, kein Extrem-Läufer oder Fallschirmspringer ran.
Zudem war Verstappen der heimliche Ziehsohn von Dietrich Mateschitz. Oliver Mintzlaff, der aktuell die Geschicke im Sportkosmos der Österreicher führt, weiß das genau. Helmut Marko sagte zuletzt, man müsse ihn "glücklich und bei Laune" halten.
Natürlich, der größte Energy-Drink-Produzent der Welt ist von einer Pleite so weit entfernt wie Nikita Mazepin von einer Fahrerweltmeisterschaft, doch gewisse Eckpfeiler müssen nun einmal gehalten und verstärkt werden. Deshalb sind die kolportierten 80 Millionen Euro Jahresgehalt auch ein Invest, das in Fuschl am See gerne getätigt werden dürfte.
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Formel 1: Verstappen kann in seinen Vertrag wohl schreiben, was er will
Genau so wie alle weichen Vorteile, die Verstappen bei Red Bull hat. Vor allem seine eigene "Sidequest" in GT3-Rennserien ist etwas, das kaum ein anderer Fahrer überhaupt dürfte.
Man stelle sich mal vor, Gabriel Bortoleto würde mit der Bitte zum Audi-Boss gehen, doch ein eigenes Team hochzuziehen und in GT3-Rennserien mitfahren zu können, weil ihn die Formel 1 offenbar mental nicht genug auslastet. Das ist ein Privileg, das ein vierfacher Champion sich erlaubt, der genau weiß, was der Konzern an ihm hat.
Man könnte meinen, dass sich der 28-Jährige in seinen Vertrag schreiben lassen könnte, was er will.
Immerhin, das soll auch gesagt sein: Die Ausstiegsklausel, die ihm ein Wechsel zu McLaren oder Mercedes erlauben würde, sollte der Red Bull nicht performen, ist gestrichen worden. Also auch Verstappen macht gewisse Zugeständnisse.
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Für Verstappen: Red Bull legte sich mit Motorenlieferant an
Wie wichtig dem Red-Bull-Konzern ein Verstappen-Verbleib ist, zeigte sich bei einer kleinen "Fehde" mit Motorlieferant Ford.
Das US-amerikanische Unternehmen war, gelinde gesagt, nur wenig begeistert, dass der Niederländer seine GT3-Abenteuer in einem Mercedes-Benz fuhr. Red Bull jedoch stellte sich voll auf die Seite ihres Fahrers, Ford gab am Ende klein bei.
Richtig ist jedoch auch: Verstappen macht das nicht, um irgendwen zu erpressen, sondern um möglichst viel seiner Leidenschaft für den Motorsport auszuleben. Sitzt er mal nicht in irgendeinem Bolide, schwingt er sich an sein SimRacing-Setup.
Der vierfache Champion ist nämlich vor allem eins: Ein Vollblut-Racer. Und der beste im Formel-1-Grid noch dazu.
Dass man als Team beziehungsweise Konzern alles tut, um diesen zu halten, ist am Ende nur allzu verständlich.
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