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Formel 1

Formel 1: Wer holt sich den Titel? Kann Max Verstappen noch eine Rolle spielen? ran beantwortet die wichtigsten Fragen vor dem Restart

Veröffentlicht:

von Moritz Widni

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Formel 1: Lewis Hamilton geht ans Limit - alles für Titel Nummer acht

Videoclip • 01:22 Min


Die Formel 1 startet in ihre entscheidende Phase: Am Wochenende gastiert die Königsklasse des Motorsports in Zandvoort. Vor dem Start der zweiten Saisonhälfte sind allerdings noch einige Fragen völlig offen.

Die Formel 1 startet am Wochenende in Zandvoort in die zweite Saisonhälfte. Vorerst zum letzten Mal gastieren Max Verstappen und Co. in den Niederlanden, denn im kommenden Jahr wird die Rennstrecke aus dem Kalender gestrichen.

Vor dem Restart beantwortet ran die wichtigsten Fragen für die letzten elf Rennen.

Ferrari vs. Mercedes: Wer holt sich den Titel?

Die ersten vier Plätze in der WM werden derzeit von jeweils zwei Ferrari- und zwei Mercedes-Piloten belegt. Kimi Antonelli führt die Weltmeisterschaft mit 219 Punkten an.

Dahinter folgt mit 50 Punkten Rückstand der siebenmalige Weltmeister Lewis Hamilton. Bereits 59 Punkte hinter dem Spitzenreiter liegt George Russell auf Platz drei. Vierter ist Charles Leclerc.

Es wird voraussichtlich ein Zweikampf zwischen der Scuderia Ferrari und den Silberpfeilen. Ferrari ist im Verlauf der ersten Saisonhälfte durch zahlreiche Upgrades dem pfeilschnellen Mercedes sehr nahegekommen – man kann sogar sagen, dass beide Teams mittlerweile auf Augenhöhe agieren.

Doch genau diese Upgrades könnten dem Rennstall aus Italien zum Verhängnis werden, denn Ferrari hat nicht mehr allzu viel Budget für weitere Entwicklungen zur Verfügung.

Pro Saison steht den Teams unter dem Budgetdeckel nur eine begrenzte Summe bereit, um Veränderungen an den Autos vorzunehmen. Da Ferrari bisher kontinuierlich kleinere Updates an das Auto gebracht hat, glaubt Mercedes-Teamchef Toto Wolff, dass "Ferrari mit Blick auf die Budgetobergrenze bei den Upgrades zurückstecken müsse".

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Ferrari und Mercedes: Wie steht es um den Knallfaktor?

Wenn es um alles geht, werden aus Teamkollegen schnell erbitterte Rivalen. Für das Team steht an erster Stelle, dass beide Autos unbeschadet ins Ziel kommen – ein gegenseitiges Abschießen auf der Strecke ist ein absolutes No-Go.

Das Paradebeispiel dafür lieferten Lewis Hamilton und Nico Rosberg: Im Jahr 2014 kämpften beide Silberpfeil-Piloten um den WM-Titel. Die Rivalität gipfelte in einem folgenschweren Crash beim Großen Preis von Belgien, als Rosberg den Reifen von Hamilton schlitzte. Teamintern brodelte es danach gewaltig, immer wieder kam es zu Eruptionen und auch Crashs.

Könnte es auch bei den beiden aktuellen Titelanwärtern zu einer solchen Rivalität kommen? George Russell hinkt seiner Form derzeit hinterher. Der Brite galt vor der Saison als absoluter Topfavorit, hat seine Rolle als Nummer eins im Team aber im Grunde verloren.

Auch bei Ferrari könnte sich die Lage zuspitzen: Im Laufe der ersten Saisonhälfte sah es zunächst ganz danach aus, als hätte Hamilton einen Vorteil gegenüber Leclerc. Doch in den vergangenen Rennen meldete sich der Monegasse mit starken Ergebnissen eindrucksvoll zurück.

Kann Antonelli dem Druck standhalten?

Der 19-jährige Italiener bewies bereits in der ersten Saisonhälfte, wie abgeklärt er trotz seines jungen Alters agieren kann. Doch mit Blick auf den Weltmeistertitel könnte auch bei ihm das große Nervenflattern beginnen. Ein ähnliches Phänomen war bereits im vergangenen Jahr bei Oscar Piastri zu beobachten.

Der McLaren-Pilot hatte bis zur Saisonmitte alles im Griff. Doch je näher das Saisonende rückte, desto nervöser wirkte der Australier. Am Ende verlor er die WM-Krone noch an seinen Teamkollegen Lando Norris.

Ob es beim jungen Italiener ebenfalls dazu kommt, bleibt abzuwarten. Mit gerade einmal 19 Jahren befindet sich Antonelli erst in seiner zweiten Saison als Formel-1-Pilot. Sollte er tatsächlich den Titel gewinnen, wäre er der jüngste Weltmeister in der Geschichte der Formel 1.

"Er ist kognitiv vorne, so wie diese neue Generation an Rennfahrern“, erklärt Teamchef Toto Wolff bei "Sky" die Gelassenheit von dem jungen Talent.

Antonelli auf dem Podest in Ungarn freut über Platz 3.

Bild: IMAGO/NurPhoto


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Kann Max Verstappen noch eine Rolle spielen?

Max Verstappen und Red Bull haben in dieser Saison bislang nur wenig Einfluss auf den Kampf um die Weltmeisterschaft. Der viermalige Champion ist mit seinem Auto auch nach der ersten Saisonhälfte noch nicht zufrieden.

"Insgesamt war es sehr hart.Es gab einige gute Momente und, denke ich, einige helle und glänzende Augenblicke. Insgesamt war es jedoch schwierig", sagte der Niederländer nach dem Grand Prix in Budapest.

Doch wenn man einen Fahrer niemals abschreiben darf, dann ist es Max Verstappen. In der vergangenen Saison hatte er zur Saisonmitte noch 34 Punkte Rückstand auf Piastri – am Ende verpasste er den WM-Titel um hauchdünne zwei Punkte.

Der Niederländer ist mit seinem Auto zwar unzufrieden, doch durch gezielte Upgrades könnte Red Bull den Rückstand verkürzen. Eines ist sicher: Verstappen holt immer das Maximum aus seinem Wagen heraus. Sollte die Konkurrenz schwächeln, wird er zur Stelle sein

Was macht Fernando Alonso?

Beim mittlerweile 45-jährigen Spanier läuft es bei Aston Martin derzeit alles andere als rund. Das Team aus Großbritannien gehört in dieser Saison gemeinsam mit dem Neuling Cadillac zu den schwächsten Teams im Feld. Um Alonso ranken sich bereits einige Gerüchte:

Dass er seine legendäre Karriere bei Aston Martin um ein weiteres Jahr verlängert zum Beispiel. "Ich habe einen Vertrag, ich werde nicht wechseln. Ich habe vom Team den ziemlich klaren Eindruck gewonnen, dass wir alle Probleme beheben werden - es braucht nur Zeit", sagte Alonso zuletzt: "Ich habe keine Zweifel daran, dass Adrian früher oder später das beste Auto in der Startaufstellung bereitstellen wird."

Immer wieder gibt es aber auch Spekulationen, dass Alonso noch eine weitere Saison fahren könnte – und zwar bei Alpine. Zu Teamchef Flavio Briatore pflegt der Spanier nach wie vor eine enge Beziehung.

Aston Martin präsentierte in Budapest ein "zweites Auto", womit das Team zumindest nicht mehr am Ende des Feldes lag. In der zweiten Saisonhälfte soll zudem ein neuer Motor kommen. Bleibt nur zu hoffen, dass Alonso in seiner womöglich letzten Saison noch einmal auf Punktejagd gehen kann.

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Welche Fahrer müssen um ihr F1-Cockpit kämpfen?

Dass es in der Königsklasse des Motorsports einzig um Performance geht, sollte jedem klar sein. In der zweiten Saisonhälfte müssen deshalb einige Fahrer vehement um ihr Formel-1-Cockpit kämpfen.

Angefangen bei Liam Lawson von den Racing Bulls: Mit Arvid Lindblad hat er einen Rookie als Teamkollegen, der in dieser Saison bereits auf sich aufmerksam macht.

Auch in der Formel 2 wartet mit Nikola Tsolov ein Fahrer, der dort derzeit das Maß aller Dinge ist. Bei Red Bull geht es erfahrungsgemäß zudem sehr schnell mit Fahrerwechseln.

Auch Alpine-Pilot Franco Colapinto muss um seinen Platz in der Königsklasse bangen. Mit Pierre Gasly hat er einen erfahrenen Teamkollegen an seiner Seite. Der Argentinier setzte sich im Kampf um das zweite Alpine-Cockpit gegen Paul Aron durch. Nun muss Colapinto liefern, um seinen Platz in der Formel 1 nicht wieder zu verlieren.

Auch bei anderen Piloten wie Charles Leclerc, Lando Norris oder Isack Hadjar laufen die Verträge nach der kommenden Saison aus. Wie es für sie danach weitergeht, ist derzeit noch völlig offen.

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