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Formel 1 - Nach FIA-Kehrtwende: McLaren und Red Bull gehen in Berufung

Aktualisiert:

von SID

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Videoclip • 01:23 Min


Das Ringen um das Podium von Monaco ist in der Formel 1 weiter nicht beendet. Neun Tage nach dem Rennen im Fürstentum und vier nach dem erfolgreichen Protest des Alpine-Teams haben der Weltmeisterrennstall McLaren sowie Red Bull Racing Berufung eingelegt.

Rennkommissare des Automobil-Weltverbandes FIA hatten am vergangenen Freitag den dritten Platz von Pierre Gasly (Frankreich) rückwirkend anerkannt, nachdem der Alpine-Pilot ursprünglich mit zwei Zeitstrafen à fünf Sekunden wegen zweier separater Geschwindigkeitsüberschreitungen in der Boxengasse belegt worden war.

Man sei "der Ansicht, dass dieser Fall wichtige Fragen zur sportlichen Fairness, zur Regelkonformität und zur Integrität des Wettbewerbs aufwirft", teilte McLaren in einer ausführlichen Stellungnahme mit.

"Unserer Ansicht nach führt die nachträgliche Aufhebung der Strafen zu einer Situation, in der einige Teilnehmer benachteiligt werden, obwohl sie sich an die Regeln und die Entscheidungen der Stewards gehalten haben. Ein solches Ergebnis birgt die Gefahr sportlicher Ungleichbehandlung und untergräbt das Vertrauen in die konsequente Anwendung des FIA-Sportreglements", so McLaren weiter. Die Formel 1 profitiere "von einem Reglement, das für alle Teilnehmer einheitlich, transparent und fair angewendet wird", wertete der Rennstall von Weltmeister Lando Norris.

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Formel 1: Die Lage ist kompliziert

Mehrere Piloten waren in Monaco wegen vermeintlich zu hoher Geschwindigkeit in der Boxengasse sanktioniert worden. Alpine wies später nach, dass bei Gasly Messfehler vorlagen. Es wirkt wahrscheinlich, dass dieselben Messfehler auch zu den Strafen der anderen Piloten führten.

Die Lage ist aber kompliziert: Gasly war als Dritter ins Ziel gekommen, die Strafe wurde erst nachträglich aufgerechnet und konnte dadurch nach Abschluss des Verfahrens einfach wieder abgezogen werden. Die übrigen Fahrer verbüßten ihre Strafen dagegen schon während des Rennens. Für diese Piloten seien durch die Entscheidungen "bedauerlicherweise die Rennstrategien und damit ihr Rennergebnis beeinträchtigt" worden, das räumte auch die FIA in ihrem Urteil ein. Eine verbüßte Strafe könne aber nicht rückgängig gemacht werden.

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