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Formel 1: Sieger und Verlierer zum Großen Preis von Barcelona - Hamilton-Statement, Piastri poltert und acht DNFs

Veröffentlicht:

von Anne Malin

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Formel 1: Lewis Hamilton mit Meilenstein! Fans feiern Sieg

Videoclip • 01:23 Min


Das Rennwochenende der Formel 1 in Barcelona bot viel Action und ein lang erwartetes Comeback. ran zeigt die Gewinner und Verlierer zum Grand Prix in Katalonien.

Das Rennen in Barcelona hat die Weichen in der Königsklasse des Motorsports neu gestellt. Lewis Hamilton steht nach einer 686-tägigen Durststrecke wieder ganz oben auf dem Treppechen, Antonellis Siegesserie endet in einem DNF und Aston Martin erreicht einen neuen Tiefpunkt.

Am Ende der 66 Runden auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya standen hinter Hamilton Russell und Norris auf dem Podest. Das erste komplett britische Podium seit 1968.

Acht Autos schafften es gar nicht bis ins Ziel. Darunter die üblichen Verdächtigen bei Aston Martin und Cadillac, aber auch Nico Hülkenberg, Oliver Bearman und Charles Leclerc konnten das Rennen nicht beenden.

ran nennt die Gewinner und Verlierer.

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Gewinner: Lewis Hamilton

Der siebenfache Weltmeister feiert seinen Debütsieg mit der Scuderia und krönt sich zum ersten Ferrari-Sieger seit 2024. Nach einem starken Rennen und einer erfolgreichen Drei-Stopp-Strategie kam der Brite 19 Sekunden vor Landsmann Russell ins Ziel.

Damit rückt er auf 41 Zähler an Tabellenführer Antonelli ran und ist 40 Punkte vor seinem Teamkollegen Charles Leclerc. Der Sieg untermauert eine bisher starke Saison des 41-Jährigen. Nach der durchwachsenen Debütsaison bei Ferrari scheint der Brite zu alter Form zurückzufinden.

Sollte Leclerc weiter zurückfallen, könnte Hamilton in der Zukunft zudem auf Priorisierung durch Ferrari hoffen.

Gewinner: Frederic Vasseur

Der Rennstall des Ferrari-Teamchefs hat sich in Barcelona als eindeutig konkurrenzfähig erwiesen. Die großflächige Überarbeitung der Aerodynamik des SF-26 vor Barcelona hat sich anscheinend ausgezahlt. McLaren-Teamchef Stella hält das neue Chassis des Ferraris für das beste in der Formel 1.

Zudem ist Hamiltons Sieg für Vasseur auch persönlich etwas ganz Besonderes. Vor mehr als zwanzig Jahren feierten die beiden bereits ihre ersten Erfolge miteinander. Hamilton und Vasseur arbeiteten in den 2000ern in der Formel 3 und in der GP2 sehr erfolgreich zusammen.

"Wir sind immer in Kontakt geblieben. Ich dachte damals schon, dass er irgendwann ein großartiger Teamchef sein und den Sprung in die Formel 1 schaffen würde", erinnert sich Hamilton.

Gewinner: Kimi Antonelli

Auf den ersten Blick wirkt Antonelli eher wie ein Verlierer dieses Wochenendes. Der 19-Jährige musste vier Runden vor Ende seinen zweiten Platz aufgrund eines technischen Defekts aufgeben.

Dass ein Motorproblem ihn ein Rennen kosten würde, war mittelfristig allerdings vorherzusehen. Die Mercedes-Motoren haben diese Saison ein offensichtliches Zuverlässigkeitsproblem. Russell musste sein Rennen in Kanada ebenfalls frühzeitig beenden und McLaren konnte aufgrund eines Problems mit dem Mercedes-Motor in China beide Autos nicht an den Start bringen.

Zudem setzt Hamiltons Sieg Mercedes unter Druck. Toto Wolff sagte nach dem Rennen in Barcelona, dass er in Zukunft "vielleicht auch manchmal den Schnelleren ziehen lassen" würde. Und das ist gegenwärtig Antonelli. Wenn Ferrari langfristig mit Mercedes mithalten kann, muss Antonelli sich im WM-Kampf vielleicht bald weniger Sorgen um teaminterne Duelle machen.

Verlierer: Oscar Piastri

Während Teamkollege Lando Norris ein starkes Rennen fuhr und sich einen Platz auf dem Podium sicherte, schaffte Oscar Piastri es mit 35 Sekunden Rückstand nur auf Platz fünf. Und diese Platzierung kam auch nur dank der Ausfälle von Antonelli und Leclerc zustande.

Zu der Frage, wie Norris im selben Auto teilweise mit den Top-Geschwindigkeiten mithalten konnte, konnte der Australier nicht viel sagen: "Später werden wir sicher einige Antworten finden, aber ich bin überrascht, dass ich so große Probleme hatte." Piastri betonte zwar noch einmal, dass das Set-up bei beiden Rennwagen das gleiche ist, doch die Race-Pace ging stark auseinander. Zum selben Zeitpunkt letztes Jahr wurde Piastri noch von vielen als Weltmeister gehandelt, jetzt ist dieses Ziel weit entfernt.

Piastris Nerven lagen aber schon am Anfang des Wochenendes blank. Der 25-Jährige beschwerte sich stark, nachdem Gaslys Monaco-Strafe zurückgenommen wurde. "Ich bin fassungslos", sagte Piastri, der für das gleiche Vergehen bereits während des Rennens seine Strafe abgesessen hatte und somit zurückfiel. "Rein technisch müsste ich jetzt Dritter sein", polterte der Australier.

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Verlierer: Charles Leclerc

Null Punkte nach zwei Crashes aus den letzten zwei Rennen. Die jüngste Bilanz von Leclerc ist bitter. Noch bitterer ist, dass Lewis Hamilton den lang ersehnten Sieg für die Scuderia eingefahren hat.

Während sich Hamilton weiter in Form fährt, fällt Leclerc in der Fahrerwertung immer weiter zurück. Der Monegasse ist nur noch zwei Punkte vor Lando Norris, der dieses Jahr erst vier Rennen beendet hat.

Wenn Mercedes weiterhin das stärkste Auto hat, wird sich vielleicht auch Ferrari für eine interne Rangordnung entscheiden müssen. Eine Rangordnung, von der Leclerc gerade nicht profitieren würde.

Verlierer: Aston Martin

Es ist mittlerweile mehr als redundant, aber erwähnt werden muss es trotzdem. Am Samstag qualifizierten sich Lance Stroll und Fernando Alonso als Vorletzter und Letzter und am Sonntag kam mal wieder kein Auto über die Ziellinie. Und die Nerven scheinen mittlerweile blank zu liegen.

Auf die Frage, ob der DNF schlimmer gewesen wäre, hätte Stroll weiter vorne im Feld mitgemischt, antwortete er: "Keine Ahnung. Ist mir scheißegal."

Und auch Alonso ließ seine Frustration durchblicken: "Wir haben einen extrem schwachen Motor - den schlechtesten im Feld. Unser Energiemanagement ist miserabel. Wir haben Getriebeprobleme und aerodynamische Baustellen", resümierte der Spanier nach seinem Heimrennen.

"Wir werden auch in zwei Wochen in Österreich ankommen und Letzter im Qualifying sein. Und wir wiederholen uns jedes Wochenende", sagte der zweifache Weltmeister resigniert voraus.

Auch interessant: Erlösung für Lewis Hamilton und Ferrari in Barcelona - Drama um Kimi Antonelli

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