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Formel 1 - Piloten bei Kühlwesten wegen Hitze in Österreich uneins: "Auto macht eher schlapp als ich"
Veröffentlicht:
von SIDran Mehr Sport
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Videoclip • 01:23 Min
Die Formel-1-Piloten können wegen der Hitze am Rennwochenende in Österreich auf Kühlwesten zurückgreifen. Die Begeisterung darüber hält sich jedoch in Grenzen.
Der eine freut sich über Abkühlung, der andere hält es für überflüssig: Die Piloten haben unterschiedlich auf die von der Formel 1 ausgerufene Hitzewarnung reagiert. Weil beim Großen Preis von Österreich Temperaturen über dem Grenzwert von 31 Grad erwartet werden, sind die Teams verpflichtet, Komponenten eines Kühlsystems ins Auto zu bauen. Die Fahrer können daher Kühlwesten tragen - verpflichtend ist das nicht.
"Ich mag es nicht besonders, weil es einfach zu viele Schläuche und zu viel Gewusel im Cockpit gibt. Ich fühle mich damit nicht sehr wohl", sagte Red-Bull-Pilot Isack Hadjar: "Es funktioniert ziemlich gut für, sagen wir zehn Minuten, und dann wird es wieder warm. Ehrlich gesagt kam ich noch nie an den Punkt, an dem ich diese Weste wirklich gebraucht hätte. Ich glaube, das Auto macht eher schlapp als ich."
Auch Cadillac-Fahrer Sergio Perez äußerte seine Zweifel. "Ich bin Mexikaner. Ich finde, dass es gar nicht so heiß ist", sagte der 36-Jährige mit einem Grinsen. Tragen werde er die Weste dennoch, denn: Wer sich, etwa aufgrund des Tragekomforts, gegen einen Einsatz entscheidet, muss die Gewichtsdifferenz ausgleichen.
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Österreich-Rennen bei bis zu 36 Grad: "Beim Fahren gar nicht so schlimm"
Laut Vorhersagen steigen die Temperaturen am Red Bull Ring in Spielberg im Laufe des Wochenendes auf bis zu 36 Grad. Die Hitze sei "nicht schön", sagte Hadjar: "Beim Fahren ist es nicht ganz so schlimm, wir haben eine gute Klimatisierung und ein offenes Auto. Am schlimmsten ist es eigentlich, wenn das Auto steht."
Die Westen, die eher feuerfeste Unterhemden mit zusätzlichen Schläuchen sind, werden von Kühlflüssigkeit durchflossen und schaffen damit Abhilfe im Cockpit, wo die Temperaturen noch einmal deutlich höher sind als außerhalb des Autos. Bislang funktionierte die Vorrichtung aber noch nicht über eine komplette Renndistanz.
"Wenn sie ausfällt, ist es schlimmer, als wenn man sie gar nicht erst trägt", sagte Oscar Piastri. Der McLaren-Fahrer wies aber darauf hin, dass die Maßnahme schon "ein wenig helfen" könne. "Wenn man das System also zum Laufen bringt und es einen etwas kühlt – warum nicht", sagte er.
Seit dem Großen Preis von Katar 2023 ist die FIA für das Thema sensibilisiert. Damals sorgte die extreme Hitze in der Wüste für dramatische Szenen: Einige Fahrer wurden kurzzeitig im Cockpit bewusstlos, manche mussten sich übergeben. Zur Saison 2025 führte die FIA die neue Regelung ein.
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