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Formel 1: Streit um Monaco-Podest geht vor Gericht
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von Anne Malinran Mehr Sport
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Videoclip • 01:23 Min
Die Entscheidung um den rechtmäßigen Drittplatzierten in Monaco wird wohl noch länger auf sich warten lassen: Die Chronologie des Streits um die Monaco-Strafen.
Lewis Hamilton, George Russell, Oscar Piastri, Pierre Gasly und Franco Colapinto: Beim Monaco-GP regnete es förmlich Zeitstrafen für das Überschreiten der zugelassenen Höchstgeschwindigkeiten in der Boxengasse.
Zwar sind die dort erlaubten 60 km/h eine Ausnahme, bei allen anderen Rennen sind es 80 km/h, doch anscheinend empfand Alpine es als unwahrscheinlich, dass so viele erfahrene Piloten es nicht schafften, den Tempomaten anzuschalten. Zumal alle bestraften Fahrer, außer Hamilton, nur 0,1 km/h schneller waren als erlaubt.
Folglich trat Gasly seine Strafe nicht an. Nach einer Überprüfung stellten die Rennkommissare fest, dass ein Fehler in der Zeitmessschleife an der Boxeneinfahrt zu Ungenauigkeiten bei der Messung führte, wonach Gaslys Strafe zurückgenommen wurde und er den dritten Platz in Monaco zugesprochen bekam.
Und damit war die Büchse der Pandora geöffnet.
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Formel 1: Red Bull und McLaren legen Beschwerde ein
Pierre Gasly war der einzige Fahrer, der seine Strafe nicht während des Rennens verbüßt hatte. Alle anderen Fahrer kamen in die Box, um ihre Fünf-Sekunden-Strafen abzusitzen. Russell kassierte sogar eine zweite Strafe, weil er seine erste Strafe nicht bei seinem nächsten Pitstop absaß.
Oscar Piastri, der ebenfalls im Rennen um Platz drei war, änderte laut eigenen Angaben seine gesamte Strategie, um die Strafe absitzen zu können. "Wenn andere Fahrer für genau dasselbe bestraft wurden und ihre Strafe im Rennen abgesessen haben, dann ist es unglaublich, im Nachhinein nur eine dieser Strafen zurückzunehmen", kritisierte der McLaren-Pilot. Er habe den dritten Platz nur an Gasly verloren, weil er seine Strafe während des Rennens verbüßte. "Rein technisch müsste ich jetzt Dritter sein", forderte er.
So sehen es anscheinend auch seine Vorgesetzten. Am Dienstag nach dem Grand Prix von Barcelona teilte McLaren mit, in Berufung gegen die nachträgliche Rücknahme von Gaslys Strafe sowie gegen das entsprechend geänderte Rennergebnis und den aktualisierten WM-Stand zu gehen.
Laut Berichten von "Motorsport.com" geht auch Red Bull gegen die Rücknahme rechtlich vor. Sollte die Entscheidung revidiert werden, wäre schließlich wieder RB-Pilot Hadjar auf dem Podium.
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Formel 1: Strafen-Chaos in Monaco zieht sich weiter
Nun ziehen beide Rennställe vor das Internationale Berufungsgericht der FIA, die letzte Instanz für die Schlichtung von Streitigkeiten unter dem FIA-Sportgesetz.
Mercedes hatte zu Beginn der Debatte auch starke Kritik an der Entscheidung geäußert, doch gab in einem offziellen Statement bekannt, dass der zuvor gestellte Antrag "weder unserem Team noch dem Sport" dienen würde und zog sich aus dem Verfahren zurück.
In einem offiziellen Statement sprach McLaren hingegen davon, dass die Rücknahme der Strafe das "Vertrauen in die konsequente Anwendung des sportlichen Reglements der FIA untergraben" habe. Doch egal, ob der Fall vor Gericht erfolgreich ist oder nicht, Piastri wird es wohl nicht mehr aufs Podium schaffen. Laut FIA-Reglement können verbüßte Strafen niemals zurück genommen werden.
Am Rande des GP in Barcelona sprach Piastri noch eine weitere Konsequenz an: "Der Präzedenzfall lautet jetzt offenbar: Man sitzt die Strafe nicht ab, zieht vor Gericht und wartet dann ein paar Monate auf eine Entscheidung über das Rennergebnis. Wer möchte denn unter solchen Bedingungen Rennen fahren?"
Es ist unklar, wie lange der Fall vor Gericht bleiben wird, doch es sei nicht mit eine Entscheidung vor der Sommerpause zu rechnen.
Auch interessant: Sieger und Verlierer zum Großen Preis von Barcelona - Hamilton-Statement, Piastri poltert und acht DNFs
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