- Anzeige -

OLYMPIA 2026 IN MAILAND UND CORTINA

Olympia 2026 - Gimmler/Rydzek stürmen im Teamsprint zu Bronze

Aktualisiert:

von SID

ran Olympia

Olympia: Cleverer BH-Trick! Jutta Leerdam kassiert Millionen

Videoclip • 01:23 Min


Die deutschen Skilangläuferinnen haben das nächste kleine olympische Teamsprint-Märchen geschrieben.

Mit der wunderschönen Bronzemedaille um den Hals bat Coletta Rydzek ihre Teamkollegin Laura Gimmler für ein hässliches Missgeschick um Vergebung.

"Ich habe mich vor dem Rennen übergeben, leider auch einmal in die Kabine. Also: sorry dafür!", sagte die Oberstdorferin mit leicht verschämtem Lächeln. Dass Rydzek binnen weniger Stunden vom angeschossenen Häuflein Elend zur eiskalten Königin der Zielgeraden wurde, war die Krönung eines denkwürdigen olympischen Langlauf-Tages.

"Das Kämpferherz, das Coletta und Laura in sich haben, sucht seinesgleichen", sagte Peter Schlickenrieder nach dem Coup seines Teamsprint-Duos.

Vier Jahre nach dem deutschen Gold-Wunder von Peking in der gleichen Disziplin hatte der Bundestrainer wieder Tränen in den Augen. Tränen der Freude, aber auch Tränen der Erleichterung: Nach Winterspielen voller Rückschläge war es die erste deutsche Langlauf-Medaille in Val di Fiemme.

Rydzek: "Jetzt bin ich einfach so happy"

"Ich wusste, dass ich alles raushauen muss, damit unser Traum wahr wird. Jetzt bin ich einfach so happy. Diese Medaille ist für alle im Team", sagte Rydzek, die im Schlussspurt einen kaum mehr für möglich gehaltenen dritten Platz erkämpft hatte.

Während Norwegens Superstar Johannes Hösflot Kläbo mit seinem zehnten Gold weiter Wintersport-Geschichte schrieb, fielen den Verantwortlichen im deutschen Team tonnenschwere Steine vom Herzen. "Das ist einfach wunderbar", sagte Schlickenrieder nach dem Thriller mit Happy End.

- Anzeige -
- Anzeige -

"Ich konnte kaum hinschauen, aber Coletta kann man auf der Zielgeraden voll vertrauen", sagte Gimmler, die beim vierten Platz in der Staffel noch eingebrochen und hernach untröstlich gewesen war: "Wir standen so brutal unter Druck. Wir haben diese Nacht beide nicht geschlafen. Aber das ist jetzt alles egal."

Im Ziel wartete Alpin-Olympionike Simon Jocher auf seine Freundin Rydzek, die sich dann mit ihrem Bruder Johannes schluchzend in den Armen lag. "Solche Geschichten schreibt nur Olympia. Da sind schon einige Tränen geflossen", sagte der zweimalige Kombinations-Olympiasieger, der am Donnerstag ebenfalls im Teamsprint seine Medaille holen will.

Topfavoritinnen Sundling und Dahlqvist siegen

Bei traumhaften Bedingungen zeigten die beiden Oberstdorfer Sprinterinnen einen Kampfgeist allererster Güte. Während vorne die schwedischen Topfavoritinnen Jonna Sundling und Maja Dahlqvist früh für klare Verhältnisse sorgten und Gold vor der Schweiz holten, wehrten sich Gimmler und Rydzek vehement dagegen, abgehängt zu werden.

- Anzeige -
- Anzeige -

"Bei Coletta dachte ich jedesmal am langen Anstieg, hoffentlich fällt sie nicht um", sagte Schlickenrieder. Rydzek rang dennoch im Sprint-Krimi die Norwegerin Julie Bjervig Drivenes nieder. Und im Zielraum freute sich auch Katharina Hennig Dotzler wie eine Schneekönigin. Victoria Carl, die 2022 mit Hennig Dotzler im damals klassisch gelaufenen Teamsprint Olympiasiegerin geworden war, fehlte nach einem positiven Dopingtest im vergangenen Jahr.

Die nächste große Kläbo-Show riss danach die 9000 Zuschauer von den Sitzen. Der Ausnahmeläufer erreichte mit seinem Sieg an der Seite von Einar Hedegart zwei weitere Meilensteine. Der Rekord-Olympiasieger gewann im Teamsprint als erster Wintersportler seine zehnte olympische Goldmedaille. Und mit seinem fünften Sieg bei den laufenden Wettbewerben stellte Kläbo die Bestmarke des legendären US-Eisschnellläufers Eric Heiden ein, der 1980 in Lake Placid als einziger Wintersportler fünfmal bei ein und denselben Spielen triumphiert hatte. Das deutsche Duo mit Jakob Moch/Jan Stölben kam auf Platz neun.

Weitere Inhalte