Tour de France
Tour de France: Tadej Pogačar liefert nächste Solo-Show - Florian Lipowitz holt auf
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von SIDran racing DTM
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Videoclip • 02:46 Min
Tadej Pogacar fährt bei der Tour de France in seiner eigenen Liga. Doch hinter dem Unantastbaren ist der Kampf um das Podium neu entfacht.
Während der "Außerirdische" Tadej Pogacar am französischen Nationalfeiertag seine nächste Solo-Show zelebrierte, herrschte bei der machtlosen Konkurrenz Resignation pur. "Es war klar, dass Pogacar die Attacke fährt", sagte Florian Lipowitz, etwas ausrichten konnte der Ulmer aber trotz aller Erwartung nicht: "An sich waren die Beine supergut, aber für sowas reicht es natürlich nicht."
Keine Spur von Unsicherheit
Auch am Ort seiner letzten Schwäche demonstrierte der Titelverteidiger seine Macht und beglich eine alte Rechnung. Der Dominator stürmte beim 166 km langen Kletter-Spektakel durch das Zentralmassiv auf der zehnten Etappe nach Le Lioran in gewohnter Solo-Manier zum Sieg und baute seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus.
Nach seiner Attacke am Col de Pertus knapp 15 km vor dem Ziel fuhr Pogacar der Konkurrenz bei Feiertagsstimmung und erneut Temperaturen von über 35 Grad unaufhaltsam davon. 44 Sekunden legte der Titelverteidiger (UAE Emirates-XRG) zwischen sich und seinen Herausforderer Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike). Angesichts von nun 3:36 Minuten Vorsprung im Klassement und der nächsten Machtdemonstration scheint die Frankreich-Rundfahrt bereits kurz vor der Halbzeit entschieden.
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Das Feld hinter Pogačar
Doch hinter dem Weltmeister ist der Kampf um das Podium neu entfacht, auch weil Vingegaard erneut Schwächen offenbarte. Der Däne musste die Klassement-Konkurrenz auf der Zielgeraden ziehen lassen und sich mit Platz sieben begnügen. Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel sprintete auf Rang zwei, 32 Sekunden nach Pogacar. Sein Co-Kapitän Lipowitz verlor zwar das Kopf-an-Kopf-Duell mit Frankreichs Hoffnungsträger Paul Seixas, wurde aber starker Vierter.
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Weil auch Pogacars Edelhelfer Isaac del Toro frühzeitig abreißen lassen musste, rückte Evenepoel vom deutschen Rennstall Red Bull-Bora-hansgrohe auf Rang drei der Gesamtwertung vor. Der Belgier liegt nur noch 30 Sekunden hinter Vingegaard. Lipowitz ist neuer Sechster, 1:08 Minuten hinter dem zweimaligen Tour-Sieger.
Florian Lipowitz: "Das freut mich natürlich wahnsinnig"
"Wir können sehr zufrieden sein", sagte Lipowitz in der ARD: "Die Beine und die Form passen. Mit Remco und mir Richtung Podium schaut es gut aus." Noch wenige Kilometer vor dem Ziel war Evenepoel kurzzeitig abgehängt gewesen. "Dann blieb für mich nichts anderes übrig, zu warten und zu hoffen, dass Remco wieder zurückkommt. Dann macht er den zweiten Platz, das freut mich natürlich wahnsinnig", erklärte Lipowitz, der noch vor wenigen Tagen Kritik von seinem Teamkollegen hatte einstecken müssen.
Die Bühne nach dem Ruhetag aber gehörte Pogacar. Der Weltmeister, der schon am Tourmalet ein 43-km-Solo hingelegt hatte, feierte in der Auvergne seinen dritten Tagessieg bei der diesjährigen Tour, seinen 24. insgesamt sowie seinen 124. Profierfolg. Und das an dem Ort, an dem der Slowene letztmals schwächelte. Vor zwei Jahren war Pogacar auf dem Weg nach Le Lioran nach einer zunächst erfolgreichen Attacke eingebrochen. Der bereits distanzierte Vingegaard schloss wieder auf, besiegte seinen entkräfteten Rivalen im Sprint und weinte anschließend Freudentränen. Wenige Monate zuvor war Vingegaard im Baskenland heftig gestürzt.
Die Niederlage blieb ein kurzes Zeichen der Schwäche. Pogacar distanzierte Vingegaard anschließend in den Pyrenäen und ließ sich auf dem Weg zu seinem damals dritten Tour-Sieg nicht mehr einfangen. Nun fährt der 27-Jährige seinem fünften Triumph entgegen, mit dem er mit den Rekordhaltern Jacques Anquetil, Bernard Hinault, Miguel Indurain und dem ewigen Eddy Merckx gleichziehen würde.
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