Tennis
Alexander Zverev scheitert in Halle: War ein falscher Zuckerwert schuld?
Veröffentlicht:
von Julian Bachmannran Mehr Sport
Tennis: Müller feiert Zverevs Grand-Slam-Titel
Videoclip • 01:05 Min
Die Hitze soll nicht der Grund gewesen sein. Bei der Niederlage von Alexander Zverev gegen seinen Angstgegner Taylor Fritz machte dem Deutschen etwas anderes zu schaffen.
In Halle/Westfalen hat French-Open-Sieger Alexander Zverev im Halbfinale gegen den US-Amerikaner Taylor Fritz verloren (6:7 (4:7), 6:4, 7:5).
Nach 2:40 Stunden schleppte sich der Tokio-Olympiasieger ein letztes Mal ans Netz und gratulierte seinem Angstgegner zum Sieg in einem Halbfinale der Qualen. Zuerst war anzunehmen, dass dem 29-Jährigen die Hitze zu schaffen machte. Zverev legte nach der Partie jedoch zwei andere Gründe für sein Auftreten offen.
Aktuelle Tennis-Videos

ran Mehr Sport
Tennis: Zverev geht Alcaraz an die Haare
Videoclip • 01:02 Min

ran Mehr Sport
Alexander Zverev gönnt sich Liebes-Auszeit mit Freundin Thomalla
Videoclip • 01:08 Min

ran Mehr Sport
US Open: Zverev feiert seinen Triumph in New Yorker Nachtclub
Videoclip • 01:07 Min
Zverev spritzt wegen Sensorfehler zu viel Insulin
Im gesamten vergangenen Jahr plagten Zverev Rückenprobleme. Diese sind auch nun wieder aufgetreten und Grund für seine Pause während des Spiels. "Er hat zugemacht. Deswegen nahm ich die Pause im ersten Satz. Da haben sie mich in der Kabine wieder eingerenkt", sagte die Nummer 3 der Welt.
Das Schlimme: Der Rücken war nicht das größte Problem, mit dem sich der French-Open-Star herumschlagen musste.
"Ich hatte extreme Probleme mit meinem Zucker heute, weil der Sensor, den ich habe, einen falschen Zuckerwert angezeigt hat." Zverev ist bekanntermaßen Typ-1-Diabetiker. Damit muss sich der 29-Jährige regelmäßig Insulin spritzen.
Ausgerechnet vor dem Halbfinalspiel versagten Sensor und Computer, die Zverevs aktuellen Blutzuckerwert übermitteln. Die Folgen entpuppten sich als schwerwiegend: "Ich habe viel zu viel Insulin gespritzt, habe in den ersten 45 Minuten des Matches knapp 350 Gramm Zucker über Glukose-Gels zu mir genommen. Ich habe mich scheußlich gefühlt", sagte Zverev.
"Ich war im zweiten Satz körperlich nicht da, im dritten war es schwierig für mich. Aber unabhängig davon hat Taylor besser gespielt als ich und verdient gewonnen", fügte der Deutsche hinzu.
Auch interessant: Alexander Zverev: Wimbledon-Finalist mit Diabetes - was bedeutet die Erkrankung für den Tennis-Star?
Nächste Livestreams
Bald verfügbarHeute, 11:00 Uhr • Fussball
Sport1 Doppelpass
150 Min
Bald verfügbarHeute, 11:00 Uhr • Fussball
Sport1 Doppelpass
150 Min
Ratlosigkeit bei Zverev
Der Olympiasieger von 2021 kann sich nicht erklären, wie es zu diesem Problem kam: "Ich habe die Sensoren seit zehn Jahren und es ist noch nie was passiert. Ich musste aber die Gels zu mir nehmen, sonst wäre ich die ganze Zeit unterzuckert gewesen".
Das Gefühl Zverevs widersprach den angezeigten Werten, sodass er kurz vor dem Spiel die Werte durch einen Pieks in den Finger ermittelte: "Ich habe es kurz vorm Match gemerkt. Das Gerät zeigte extrem hohen Zucker an, aber ich habe mich eher gefühlt, als hätte ich niedrigen Zucker. Und dann habe ich gemessen und er war tatsächlich sehr niedrig. Da wusste ich, dass das ein schwieriger Tag wird."
Keine Zeit zur Rehabilitation
Für Zverev gibt es keine Verschnaufpause. Mitte der Woche zieht es den gebürtigen Hamburger zum dritten Grand-Slam-Turnier nach Wimbledon.
Trotz des Zucker-Fauxpas blickt der Deutsche positiv auf das Turnier: "Ich denke nicht, dass es wegen der Sache heute Probleme geben wird."
Mehr Tennis-News:

Tennis
Laver Cup 2026 heute live mit Zverev & Co. in London - alle Infos zu den Teams, Spielplan und Übertragung im Free-TV und Joyn-Stream

Laver Cup
Laver Cup: Zverev und Ruud holen Sieg für Europa

Tennis
Matchball vergeben! Zverev verspielt Sieg beim Laver Cup

US Open
Zverev: Flirt mit Freundin von Shelton bei US Open? Tennis-Star klärt auf

Tennis
Unterstützt Thomalla Zverev auch beim Laver Cup? Post sorgt für Aufsehen

US Open
Alexander Zverev hat Nummer eins der Weltrangliste im Fokus: "Ich werde alles dafür tun"



















