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NFL: Doch nicht Commanders? Washington Redskins sind plötzlich wieder als Marke zurück

Aktualisiert:

von Oliver Jensen

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Videoclip • 01:16 Min


Die Washington Redskins gehören offenbar doch nicht der Vergangenheit an. Im Fanshop der Commanders tauchen plötzlich wieder das alte Logo und der alte Teamname auf.

Plötzlich sind die Washington Redskins wieder da - zumindest als Fanartikel.

Laut "WUSA" verkaufen die Commanders in ihrem Fanshop Fanartikel, auf denen sowohl der frühere Name als auch das frühere Logo abgebildet sind.

Die Commanders haben stets darauf bestanden, dass sowohl der Name als auch das Logo endgültig der Vergangenheit angehören. Dass sie dennoch Redskins-Fanartikel verkaufen, würde mit dem Markenrecht zusammenhängen.

"Wir sind verpflichtet, die Marken in kommerzieller Nutzung aufrechtzuerhalten, damit die Marken unter der Kontrolle der Franchise bleiben", erklärte die Franchise. Gleichzeitig betonen sie, dass dies keineswegs bedeute, dass sie zu dem alten Namen oder Logo zurückkehren würden.

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Gründe für Redskins-Rückkehr liegen im Markenrecht

Und doch entsteht der Eindruck, die Commanders würden vorsichtig austesten, wie weit sie hinsichtlich einer möglichen Rückkehr von Name und Logo gehen könnten. Möglicherweise haben sie allerdings auch nur beschlossen, den Fans, die sich den alten Namen und das alte Logo zurückwünschen, etwas entgegenzukommen.

Ob die Begründung der Franchise nachvollziehbar ist?

Laut "Pro Football Talk" wäre es durchaus möglich, ein Markenrechte über lange Zeit ruhen zu lassen, ohne dass der geschützte Name und das Logo dadurch automatisch von jedermann verwendet werden dürfen. Die Frage ist nur: wie lange?

Nach dem Lanham Act kann eine Marke als aufgegeben („abandoned“) gelten, wenn ihre Benutzung eingestellt wird und keine Absicht besteht, sie wieder aufzunehmen. Drei aufeinanderfolgende Jahre Nichtbenutzung gelten zunächst als Beleg für eine Aufgabe der Marke. Demzufolge wäre die Aktion nachvollziehbar.

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Redskins wurden 2020 abgelegt

Die Washington Redskins legten ihren Namen 2020 nach jahrzehntelanger Kritik ab, weil "Redskins" von vielen Native Americans und Organisationen als rassistische bzw. abwertende Bezeichnung angesehen wurde; zunehmender öffentlicher und wirtschaftlicher Druck beschleunigte die Entscheidung.

Da kurzfristig noch kein neuer Name feststand, spielte das Team 2020 und 2021 übergangsweise als "Washington Football Team". Nach einem rund 18-monatigen Namensfindungsprozess wurde daraus im Februar 2022 endgültig Washington Commanders.

US-Präsident Trump forderte Rückkehr der Redskins

Dennoch gibt es immer wieder Diskussionen, ob eine Rückkehr zum alten Namen eine Option wäre. Ausgerechnet US-Präsident Donald Trump machte sich öffentlich dafür stark und drohte der Franchise sogar.

"Ich werde ihnen möglicherweise eine Einschränkung auferlegen, wenn sie den Namen nicht in den ursprünglichen Namen Washington Redskins zurückändern und den lächerlichen Spitznamen Washington Commanders loswerden", sagte er. "Ich werde für sie dann keinen Deal zum Bau eines Stadions in Washington machen."

Zum Hintergrund: Trumps Vorgänger Joe Biden hatte ein Gesetz unterzeichnet, das die Übertragung des Geländes rund um das abrissreife Robert-F.-Kennedy-Stadion an den District of Columbia ermöglicht. Bislang blieb die Drohung von Trump allerdings ohne Folgen.

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