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NFL Draft 2025: Shedeur Sanders geht zu den Cleveland Browns - Quarterback-Chaos ist absehbar - ein Kommentar
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von Tim RauschNFL
NFL: Shedeur Sanders feiert protzige Draft-Party mit Geldkoffer
Videoclip • 01:24 Min
Für die Cleveland Browns sind Kontroversen auf der Quarterback-Position keine Seltenheit. Durch die Verpflichtung von Shedeur Sanders im Draft droht sich die Franchise ein weiteres Bein zu stellen. Ein Kommentar.
von Tim Rausch
Drei Tage musste Shedeur Sanders beim NFL Draft 2025 auf einen Anruf aus der NFL warten. Mit dem 144. Pick (fünfte Runde) landete der Quarterback schließlich bei den Cleveland Browns.
Hoch gehandelt, tief gefallen. Sanders hatte sich seinen Sprung in die NFL sicherlich geschmeidiger vorgestellt.
Der Sohn von NFL-Legende Deion Sanders erlebte einen beispiellosen Fall. Statt Top-Pick früh in der ersten Runde zur grauen Maus.
Die Browns werfen mit der Verpflichtung des polarisierenden Playmakers zusätzliches Brennholz in einen ohnehin schon heiß diskutierten Quarterback-Room.
Das Wichtigste in Kürze
Cleveland Browns: Sanders vergrößert Quarterback-Dilemma
In Cleveland sorgt die Quarterback-Situation aktuell für mehr Fragezeichen als Ausrufezeichen.
Deshaun Watson, Joe Flacco und Kenny Pickett stehen bereits unter Vertrag. Mit Dillon Gabriel und ebenjenem Sanders werden gleich zwei Rookies nach dem Draft dazustoßen.
Die Chronik von Skandal-Profi Watson ist gut dokumentiert. Der aktuell verletzte 29-Jährige schrieb in seiner bisherigen Browns-Zeit mehr Negativ-Schlagzeilen neben dem Feld als Positiv-Schlagzeilen auf dem Rasen.
Negative Meldungen klebten in den letzten Wochen auch an Sanders. Berichte über "Charakter-Fragezeichen" überschlugen sich. Nicht zuletzt, weil der Youngster und sein Vater regelmäßig mit Statements die mediale Aufmerksamkeit auf sich zogen. Vor dem Draft verkündete Sanders senior noch, dass sein Sohn als einer der ersten Spieler gewählt werden wird.
Der Medien-Zirkus um Sanders machte dann sogar noch Halt beim aktuellen Präsidenten der USA. Via "Truth Social" meldete sich Donald Trump zu Wort und fragte in Anbetracht des freien Falls von Sanders im Draft: "Was ist mit den NFL-Besitzern los, sind sie dumm?"
Dass der Rummel um den jungen Playmaker zeitnah abreißt und die Browns ihn in Ruhe an die NFL heranführen können - es sieht nicht auch nur im Ansatz danach aus.
Unklare QB-Situation bei Browns: Rummel um Shedeur Sanders birgt Explosionsgefahr
Schlagzeilen um Sanders dürften also an der Tagesordnung stehen und einen Quarterback-Room weiter befeuern, der - rein sportlich - ohnehin fast aus allen Nähten platzt.
"Es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Trainings-Einheiten, eine begrenzte Anzahl an Spielzügen, die trainiert werden und eine begrenzte Anzahl an Preseason-Spielen. Wie wollen die Browns überhaupt in der Lage sein, all ihre Quarterbacks zu bewerten?", fragte sich NFL-Experte Brian Baldinger in der Live-Übertragung des Draft.
Kollege Daniel Jeremiah fügte hinzu: "Du müsstest eigentlich recht schnell jemanden rauskicken."
Aktuell fehlt eine klare Hackordnung. Alle fünf Quarterbacks - inklusive der beiden Rookies - dürften auf Einsatzzeit schielen.
Klar: Wettbewerb stärkt das Niveau. Aber: Zu viele Köche versalzen die Suppe.
Shedeur Sanders: Wait for it ... Legendary?
Für Sanders dürfte es nun gelten, die Tage rund um den Draft abzuschütteln, mit sportlicher Leistung die Kritiker verstummen zu lassen und seinen "Legendary"-Slogan nicht nur neben, sondern auch auf dem Rasen zu zeigen.
Dann kann er sich als Glücksgriff in der fünften Runde entpuppen und hat im besten Falleinen recht "leichten" Weg, um sich als Starter zu etablieren.
Es existiert aber auch ein Szenario, in dem sich die Browns durch den Pick des extrovertierten Quarterbacks eine weitere Fallhöhe installiert haben. Und in Anbetracht der letzten Jahre ist der Boden fast nicht mehr zu sehen.
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