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NFL Draft 2026: Diese Prospects könnten höher gedraftet werden als gedacht
Veröffentlicht:
von Luis WoppmannNFL
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Bald startet der jährliche NFL-Draft, dieses Jahr in Pittsburgh. Auch in diesem Jahr wird es vermutlich einige Überraschungen geben, vor allem durch das Combine haben viele Talente ihren Wert noch einmal steigern können. ran zeigt fünf Spieler, die daher höher gedraftet werden könnten, als zunächst gedacht.
Die finale Position, auf der ein College-Spieler in die NFL gedraftet wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Adam Peters, General Manager der Washington Commanders, sagte bei einer Diskussion über die Zusammenstellung eines Scouting Staffs einer Franchise letztes Jahr: "Im Grunde genommen arbeitet man jedes Jahr ein ganzes Jahr lang daran."
Und weiter: "Vom Frühjahr über die Saison bis hin zum Combine, den Pro Days, den Besuchen und wieder zurück zum nächsten Frühjahr, wenn die Scouts im Kalender nachsehen, wohin sie als Erstes fahren werden. Die eigentlichen Verschiebungen bei den Spielern und Bewertungen in dieser Zeit finden wahrscheinlich schon lange früher statt, als man vielleicht denkt."
ran zeigt fünf Spieler, die in den letzten Monaten ordentlich an Wert gewonnen haben:
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Monroe Freeling (Offensive Tackle, Georgia)
Zu Beginn der Saison galt Monroe Freeling noch maximal als Drittrundenpick. Immerhin hatte er bis dahin noch keine einzige College-Spielzeit als Vollzeitstarter absolviert. Das änderte sich aber schnell, denn in der abgelaufenen Saison stand der Offensive Tackle 13 Mal in der Startformation.
Dabei haben sich vor allem seine Pass-Protection-Technik und Handplatzierung stark verbessert. Beim Combine lief er den 40-Yard-Sprint in 4,93 Sekunden - eine beeindruckende Geschwindigkeit für einen Offensive Tackle, vor allem auch wegen seiner Größe von 2,01 Metern und seinem Gewicht von 143 kg.
Diese Beweglichkeit erlaubt es ihm, sich auch gegen Top-Edge-Rusher zu behaupten und perfekt auf Inside-Counter zu reagieren. Derzeit wird davon ausgegangen, dass der 21-Jährige ein Top-25-Pick werden wird - unter Umständen wäre es sogar möglich, dass sein Name bereits bei den ersten zehn Picks fällt.
Dillon Thieneman (Safety, Oregon)
Auch Dillon Thieneman galt vor einigen Monaten noch als Zweit- bis Drittrundenpick in einem starken Safety-Jahrgang. Er absolvierte alle seine drei Saisons im College als Stammspieler und kam dabei auf 302 Tackles und acht Interceptions.
Doch auch er sorgte beim Combine für großes Aufsehen: Dort lief er den 40-Yard-Sprint in 4,37 Sekunden und legte einen vertikalen Sprung von ca. 104 cm (41 Inches) hin - zwei herausragende Werte für seine Position und generell.
Viele Experten, unter anderem NFL-Network-Host Rhett Lewis, sehen den 21-Jährigen als perfekten Fit für die Minnesota Vikings an Stelle 18. Vor allem Thienemans Spielweise würde dabei gut zu Brian Flores' aggressiver Verteidigungsphilosophie passen.
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Ted Hurst (Wide Receiver, Georgia State)
Ted Hurst wurde nach seiner High-School Zeit als 0-Sterne-Prospect bewertet. Anschließend ging er in die NCAA Division II zu den Valdosta State Blazers und konnte mit insgesamt 1.000 Receiving Yards und zehn Touchdowns in seinen ersten zwei Saisons dort auf sich aufmerksam machen. Das weckte das Interesse der Georgia State Panthers, die ihn unter Vertrag nahmen.
In Georgia folgte die Leistungsexplosion: 2024 fing Hurst Bälle für 961 Yards und neun Touchdowns, 2025 knackte er die 1.000-Yards-Marke (1.004 Receiving Yards) und kam auf sechs Touchdowns. Die Georgia State Panthers konnten in der abgelaufenen Saison 3.059 Passing Yards verbuchen. Damit war der 21-Jährige für ein Drittel der Passing-Offensive verantwortlich.
Im Januar galt Hurts noch als einer der Spieler, der darum bangen musste, seinen Namen überhaupt beim Draft zu hören. Beim Combine lief er den 40-Yard-Dash in 4,42 Sekunden und stellt zusammen mit seiner Größe von 1,93 Metern eine interessante Option für einige Franchises dar. Mittlerweile gehen viele Experten davon aus, dass er in der zweiten oder dritten Runde gedraftet wird.
Max Iheanachor (Offensive Tackle, Arizona State)
Max Iheanachor zog als Teenager von Nigeria in die Vereinigten Staaten und spielte am East Los Angeles College erstmals Football. Später wechselte er an die Arizona State. In seiner ersten Saison 2023 stand er lediglich fünf Mal in der Startformation, nach den beiden darauffolgenden Saisons steht er hingegen bei 26 College-Starts.
Iheanachor konnte vor allem bei dem Spiel gegen die Texas Tech University zeigen, was in ihm steckt. Diese bezwangen er und die Arizona State University mit 26:22 und fügten ihnen damit die erste Saisonniederlage zu.
Darüber hinaus zeigte Iheanachor bei den Senior-Bowl-Workouts durchweg beeindruckende Leistungen. Für manche Scouts geht es beim Draft mehr um Potenzial als um Leistung, weswegen der 22-Jährige, der noch einige Ecken und Kanten glätten muss, bei manchen Experten höher im Trend liegt als bei anderen.
Mit seiner Größe, seiner Beweglichkeit (4,95 Sekunden über 40 Yards) und einer Spannweite von 2,11 Metern verfügt er allerdings über die perfekten Voraussetzungen, die Offensive-Line-Trainer bei einem Tackle suchen. Eine häufig genanntes Franchise für Iheanachor sind die Philadelphia Eagles. ESPN-Draft-Experte Field Yates sprach davon, dass diese den Tackle bereits an Stelle 23 nehmen könnten.
Jeff Caldwell (Wide Receiver, Cincinnati)
Viele Experten sind sich uneinig über Jeff Caldwell. Der Wide Receiver weist noch einige Ecken und Kanten in seinem Spiel auf und gilt definitiv mehr als Talent denn als Sofortverstärkung. Dennoch könnte der Wide Receiver für die ein oder andere Franchise interessant sein.
Von 2022 bis 2024 spielte er für die Lindenwood Lions. In seiner letzten Saison dort erzielte er 1.011 Receiving Yards und konnte elf Touchdowns verbuchen. Anschließend wechselte er zu den Cincinnati Bearcats. In einer stärkeren Conference war Caldwell in der abgelaufenen Saison nur noch solide und kam letztendlich auf 478 Receiving Yards und sechs Touchdowns.
Beim Combine konnte der 23-Jährige allerdings vollends überzeugen: Mit 1,96 Metern war er der größte Receiver beim Combine und seine 4,31 Sekunden über 40 Yards waren die zweitschnellste Zeit unter den Receivern, die den Lauf absolvierten. Zuvor galt Caldwell noch als später Tag-3-Pick, jetzt dürfte sein Name vermutlich bereits zu Beginn des Tages fallen.
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