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NFL Draft 2026: Jeremiyah Love droht der Fall, obwohl er ein absolutes Top-Talent ist
Veröffentlicht:
von Mike StiefelhagenNFL
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Videoclip • 02:17 Min
Jeremiyah Love gilt als eines der größten Offensiv-Talente dieses Drafts. Gerade weil er Running Back ist, könnte der Notre-Dame-Star am Ende trotzdem tiefer rutschen als es seine Klasse vermuten lässt.
Jeremiyah Love gehört ohne Frage zu den faszinierendsten Spielern des diesjährigen NFL Drafts (23.-25. April).
Der Running Back von Notre Dame wird von vielen Beobachtern als Ausnahmeathlet gesehen. NFL-Insider Daniel Jeremiah führte ihn zuletzt in seinen Top-50-Rankings sogar auf Platz zwei.
Ein NFL-Coach sagte laut "ESPN" zuletzt: "Jadarian Price ist der beste pure Runner im Draft, aber Love ist der beste pure Spieler im Draft."
Und trotzdem ist es gut möglich, dass Love am Draft-Abend länger warten muss als einige andere Spitzentalente.
Und das liegt nicht an seinem Können. Es liegt an seiner Position.
Arizona Cardinals: Der dritte Pick für Love wäre ein Risiko
Denn obwohl Love als vielseitiger Playmaker mit Top-5-Niveau beschrieben wird, verliert die Running-Back-Position im modernen NFL-Denken oft gegen Quarterbacks, Pass Rusher, Offensive Tackles oder Cornerbacks.
Viele stufen den Wert einzelner Running Backs inzwischen niedriger ein. Genau das könnte Loves Draft-Range entscheidend beeinflussen.
Wie stark dieser wirtschaftliche Gedanke inzwischen mitspielt, zeigt ein Blick auf die Rookie-Verträge. Love würde im Fall eines Picks der Arizona Cardinals an Position drei einen Vierjahresvertrag über 50,5 Millionen Dollar erhalten. Voll garantiert. Das wäre gleichzeitig der Rekorddeal seiner Position.
Und auch wenn die Cardinals mit Love an dieser Stelle flirten, wäre das wirtschaftlich gesehen mindestens fragwürdig. Genau dort beginnt das Dilemma für Franchises.
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Das Dilemma mit der RB-Position
Love mag als Spieler zu den Besten des Jahrgangs gehören. Ein Team in den Top 5 muss sich aber nicht nur fragen, wie gut der Spieler ist. Es muss sich auch fragen, ob es bereit ist, einen Premium-Pick und einen Premium-Rookievertrag in eine Position zu investieren, die ligaweit oft als leichter ersetzbar gilt als Quarterback, Left Tackle oder Edge Rusher.
Dass Running Backs im Vergleich zu Quarterbacks auch auf Routinier-Ebene deutlich niedriger bezahlt werden, unterstreicht diese Denkweise zusätzlich. Während die größten Quarterback-Cap-Hits 2026 bei deutlich über 40 Millionen Dollar liegen, bewegt sich der Markt für Running Backs traditionell in einer ganz anderen Größenordnung.
Das heißt: Love kann gleichzeitig ein elitärer Prospect sein und dennoch tiefer fallen. Diese Logik ist im Draft nicht neu. Immer wieder rutschen Spieler mit Top-Talent wegen Positionswert, Vertragsstruktur und Team-Building-Philosophie etwas weiter nach hinten.
Bei Love wirkt genau dieses Szenario realistisch. Sein Profil spricht für die absolute Spitze. Die Mechanismen des Drafts sprechen eher dafür, dass manche Teams an den ganz frühen Positionen zögern könnten.
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