Fünf Turnover gegen Vikings
NFL: Jared Goff ist für die Detroit Lions einfach kein Top-Quarterback! Ein Kommentar
Aktualisiert:
von Kai EsserNFL, American Football Herren, USA Detroit Lions at Minnesota Vikings Dec 25, 2025; Minneapolis, Minnesota, USA; Detroit Lions quarterback Jared Goff (16) and tight end Shane Zylstra (84) speak before the game against the Minnesota Vikings at U.S. Bank Stadium. Minneapolis U.S. Bank Stadium Minnesota USA, EDITORIAL USE ONLY PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xJeffreyxBeckerx 20251225_hlf_bc9_146
Bild: Imagn Images
Jared Goff hat mit fünf Turnovern dafür gesorgt, dass die Detroit Lions aus dem Playoff-Rennen sind. Damit hat er auch gezeigt: Er ist kein Elite-Quarterback und wird wohl auch nie mehr einer sein.
Als die NFL in dieser Woche die Nominierten für den diesjährigen Pro Bowl bekanntgab, fehlte ein durchaus prominenter Name: Jared Goff von den Detroit Lions.
Und statistisch ist sein Fehlen durchaus fragwürdig: Zweitmeiste Touchdowns, drittmeiste Yards pro Spiel, fünftbeste Passgenauigkeit. Dennoch wurden stattdessen Matthew Stafford, Sam Darnold und Dak Prescott nominiert.
Gehört Goff also nicht zu den besten drei Quarterbacks der NFC? Statistisch ja - insgesamt aber nein. Denn der 31-Jährige funktioniert beinahe nur, wenn alles läuft. Das zeigte sich auch und gerade beim jüngsten, gerade zu peinlichen 10:23 gegen die Minnesota Vikings.
Detroit Lions: Goff fehlt es an elitären Soft Skills
Bezeichnend eine Situation im ersten Drive: Vikings-Safety Harrison Smith stellte sich an die Line of Scrimmage und zeigte einen Blitz an Goffs Blind Side an.
Anstatt jedoch die Protection der Offensive Line anzupassen, einen Running Back rüberzuschieben, um den Blitz aufzunehmen oder wenigstens den ersten Read schnell anzuwerfen, schien Goff völlig überrascht von dem Sack, den Smith problemlos einsammelte.
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Es sind Spielzüge, die in keinem Statistikblatt, in keinem Box Score auftauchen. "Man muss als Quarterback wissen, dass der Ball rauskommen muss, und zwar schnell", analysierte der zukünftige Hall of Famer Drew Brees, der TV-Experte bei dem Spiel war.
Patrick Mahomes, Justin Herbert, Josh Allen, sogar viel jüngere Spieler wie Drake Maye oder Bo Nix zeigen diese Qualitäten bereits besser als der Lions-Spielmacher. Statistiken sind nett, aber es sind diese Aussetzer in entscheidenden Momenten, die der Grund sind, wieso die Lions bei 8-8 stehen. Das wissen auch die Koordinatoren der Gegner, die die entsprechenden Plays in den entsprechenden Momenten callen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich Goff in einem Spiel wie gegen die Vikings auch noch fünf Turnover leistet.
Detroit Lions: Widerstände werfen Goff aus der Bahn
Die Offensive Line der Lions war vor dem Spiel personell angeschlagen, auch Amon-Ra St. Brown war nicht ganz fit. Es sind Widerstände, die Goff zu selten in seiner Karriere in der Lage war, auszublenden. "To overcome" würden die US-Amerikaner sagen.
Auch hier das Beispiel Herbert: Quasi die ganze Saison schon fehlen ihm seine besten Offensive Linemen. Seine Running Backs sind maximal durchschnittlich. Laut dem Portal "Pro Football Focus" steht Herbert hinter der schlechtesten Offensive Line der Liga.
Dass seine linke Hand gebrochen ist, kommt noch hinzu. Trotzdem spielen die Chargers eine erstklassige Saison. Ob Goff das auch schaffen würde?
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Oder auch Maye: Der Patriots-Spielmacher ist im zweiten Jahr, lag bei den Baltimore Ravens zuletzt mit elf Punkten hinten, vor ihm stand eine Offensive Line bestehend aus Backups, insgesamt gab es zehn (!) Verletzte alleine aus diesem Spiel und teils skandalöse Schiedsrichter-Entscheidungen gegen ihn.
Maye gewann das Spiel gegen eine starke Passing Defense trotzdem.
Es sind diese Spiele, diese Momente, die einen guten von einem sehr guten Quarterback unterscheiden. Das Super-Bowl-Fenster der Lions ist wahrscheinlich zu, vorausgesetzt, sie finden nicht noch einmal die beinahe perfekten Umstände für Goff, wie es 2023 und 2024 der Fall war.
Denn ohne diese ist er nicht der Spielmacher, der ein Team in den Super Bowl führen kann.
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