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NFL - Neue Studie deckt auf: Mindestens einer von vier Ex-Spielern hat CTE

Veröffentlicht:

von Malte Ahrens

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NFL: Von Verletzungen gestoppt! RB-Star verkündet Karriereende

Videoclip • 01:17 Min


Die häufigen Zusammenstöße mit den Köpfen in der NFL haben schwere Folgen. Eine neue Studie hat nun allerdings hervorgebracht, dass die Gehirnerkrankung CTE häufiger zutrifft als bisher angenommen.

In der NFL wurden die Regeln in den vergangenen Jahren immer wieder leicht verschärft, wenn es um Gehirnerschütterungen und Kopfverletzungen geht. Doch wie schwer die Langzeitschäden der häufigen Kopfzusammenstöße wirklich sind, wurde wohl weit unterschätzt.

Eine neue Studie im "British Medical Journal" zeigt nun, dass mindestens jeder vierte NFL-Spieler, der zwischen 2016 und 2021 verstorben ist, an CTE litt. Vermutlich ist der Anteil der Betroffenen noch höher.

CTE, kurz für chronisch-traumatische Enzephalopathie, kann sich in Form von kognitiven Defiziten über motorische Einschränkungen bis hin zu extremen Verhaltensänderungen äußern. In den schwerwiegendsten Fällen sind Betroffene aggressiver als zuvor, depressiv und begehen im schlimmsten Fall Suizid.

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CTE-Erkrankung: 215 Betroffene zwischen 2016 und 2021

Auch mit dem neuesten Stand der Medizin lässt sich CTE aktuell nur sicher feststellen, wenn ein Gehirn nach dem Tod der Person untersucht wird. Daher sind die Forscher an einer möglichst langen Liste ehemaliger NFL-Spieler interessiert.

In der Studie wurden in den Jahren 2008 bis 2021 verstorbene Spieler genauer überprüft. Dabei ist die Altersspanne von knapp 20-Jährigen bis hin zu Menschen in ihren Achtzigern gefächert. Nicht in allen Fällen gab es eine Zustimmung, die Gehirne der Forschung zur Verfügung zu stellen.

Im bereits erwähnten Zeitraum von 2016 bis 2021 erhielten die Forscher erheblich mehr Zustimmungen. Insgesamt sind in den sechs Jahren 878 ehemalige Athleten verstorben. Die Gehirne von 215 Spielern wiesen anschließend CTE auf. Das ist ein Anteil 24,5 Prozent.

Allerdings wurden lediglich 235 Fälle untersucht, was den möglichen Prozentanteil auf 97,7 Prozent schrauben würde. Dies gilt laut der Studie aber als äußerst unwahrscheinlich.

Auch ist es wichtig anzumerken, dass nicht jeder vierte NFL-Spieler zu seinen Lebzeiten an CTE erkrankt.

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Dass bei 24,5 bis 97,7 Prozent der NFL-Spieler die fortschreitende Hirnerkrankung festgestellt wurde, ist ein Weckruf für die NFL.

Erstautor der Studie, Daniel Daneshvar

Studie ein "Weckruf für die NFL"

Im Vergleich dazu haben Studien mit der Allgemeinbevölkerung einen Anteil von ein bis sechs Prozent CTE-Betroffener ergeben.

Den NFL-Verantwortlichen sollte das Ergebnis laut Erstautor Daniel Daneshvar die Augen öffnen: "Dass bei 24,5 bis 97,7 Prozent der NFL-Spieler die fortschreitende Hirnerkrankung festgestellt wurde, ist ein Weckruf für die NFL und die wissenschaftliche Gemeinschaft."

Und weiter sagte der Leiter des HealthSpan Lab in Boston, Massachusetts, in einer Pressemitteilung: "Diese Daten und meine Erfahrung in der klinischen Behandlung von NFL-Spielern mit Demenz zeigen, dass wir Ressourcen für die Entwicklung einer Heilung bereitstellen müssen."

Die Einführung der Guardian Caps im Jahr 2022 im Trainingsbetrieb und ab 2024 in den Ligaspielen kann wohl nur einer von vielen weiteren Schritten für die Sicherheit der Spieler gewesen sein. Zumal die Nutzung freiwillig ist und sich in den Spielen bisher nicht großflächig durchgesetzt hat.

Auch interessant: Houston Texans reagieren auf Higgins-Ausfall und holen Receiver von den New England Patriots

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