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NFL will Spielplanänderung: Verhandlungen mit Spielergewerkschaft sollen starten
Aktualisiert:
von Mike StiefelhagenSANTA CLARA, CA - FEBRUARY 08: A general view of the Super Bowl logo on the field inside Levi s Stadium prior to the start of the Seattle Seahawks versus the New England Patriots Super Bowl LX game on February 8, 2026, at Levi s Stadium in Santa Clara, CA. (Photo by Matthew Huang Icon Sportswire) NFL, American Football Herren, USA FEB 08 Super Bowl LX Seahawks vs Patriots Pregame EDITORIAL USE ONLY Icon2602080037
Bild: Icon Sportswire
Die NFL möcht den Spielplan vergrößern. Angeblich werden Verhandlungen mit der Spielergewerkschaft NFLPA vorangetrieben.
Am Sonntag kommt die NFL-Elite zum alljährlichen Frühjahrsmeeting zusammen.
Die 32 Teameigentümer beraten gemeinsam mit der Liga über mögliche Regeländerungen und strategische Weichenstellungen. Im Mittelpunkt steht dabei offenbar ein Thema, das die Zukunft der NFL grundlegend verändern könnte: die Ausweitung der Regular Season auf 18 Spiele.
Wie die "Bild" berichtet, will sich die Liga auf dem Treffen die Zustimmung der Eigentümer holen, um mit der Spielergewerkschaft in konkrete Verhandlungen über eine erneute Vergrößerung der Saison einzusteigen.
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NFL-Idee: Partie-Limit für Spieler - mit Ausnahmen
Im Gegenzug soll eines der derzeit drei Preseason-Spiele gestrichen werden.
Gerade diese Vorbereitungsspiele werden bislang häufig genutzt, um Reservisten und Kaderkandidaten Einsatzzeit zu geben. Zusätzlich könnte die gesamte Saison auf 20 Wochen gestreckt werden. Damit hätte jedes Team künftig nicht nur eine, sondern zwei spielfreie Wochen.
Weil viele Spieler einer noch höheren Belastung zuletzt eher kritisch gegenüberstanden, arbeitet die Liga offenbar an einem Kompromissmodell.
Demnach sollen die meisten Profis trotz 18 angesetzter Spiele maximal 17 Partien bestreiten dürfen und somit einmal aussetzen müssen. Ausgenommen wären allerdings Spezialisten wie Kicker, Punter und Long Snapper - sowie die Quarterbacks. Denn gerade auf der wichtigsten Position dürfte kaum ein Team bereit sein, seinen Starter im Saisonendspurt freiwillig draußen zu lassen.
NFLPA-Vorsitzender gegen Spielplan-Erweiterung
Aus Sicht der NFL ließe sich ein solches Modell dennoch als fair darstellen. Schließlich verpassen viele Spieler im Laufe einer Saison ohnehin verletzungsbedingt mindestens ein Spiel.
Genau darauf baut offenbar auch die Argumentation der Liga gegenüber der Spielergewerkschaft NFLPA. Dort ist inzwischen J.C. Tretter neuer Vorsitzender und dürfte in den kommenden Wochen eine zentrale Rolle bei den Verhandlungen über den nächsten Vertrag mit der NFL einnehmen.
Gegenüber "The Athletic" positionierte er sich bereits klar: "Ich war selbst ein Spieler, der in den letzten Jahren seiner Karriere ein Spiel am Sonntag beendete und bis Donnerstag kaum laufen konnte. Sie mussten mir mehr als 100 Milliliter Flüssigkeit aus den Knien ziehen. Und das nur, damit ich am Freitag überhaupt wieder anfangen konnte zu gehen und zu versuchen, rechtzeitig für Sonntag spielfähig zu werden."
Weiter: "Ich habe nicht trainiert, weil meine Knie zu diesem Zeitpunkt meiner Karriere komplett verschlissen waren. Ich weiß, was Football mit dem Körper macht. Seit meinem Karriereende weiß ich auch, wie sehr sich mein Körper verändert hat und was ich aufgrund des Footballs nie wieder tun kann. Deshalb weiß ich genau, wie es sich angefühlt hat, erst 16 Spiele zu absolvieren und dann auf 17 zu gehen. Dasselbe gilt für internationale Spiele. Ich habe selbst ein internationales Spiel bestritten. Ich kenne den Ablauf. Ich weiß, wie schwer die Regeneration ist, wie hart es ist, danach wieder in den Flieger zu steigen, zurückzureisen und sich dann direkt auf die nächste Woche vorzubereiten. Das ist alles andere als einfach."
Auf die Frage, ob er für Verhandlungen bereit wäre, sagte Tretter: "Fragen können sie jederzeit. Sie könnten mich morgen anrufen. Die Antwort wäre nein. Wir sind derzeit nicht in einer Position, das zu tun."
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Umsatzziel der NFL: 30 Milliarden Dollar
Das wird die NFL wohl nicht gänzlich aufhalten die Verhandlungen zu starten. Denn: für die Liga wäre eine 18 Spiele-Saison wirtschaftlich ein enormer Schritt.
Commissioner Roger Goodell verfolgt seit Jahren das Ziel, die Einnahmen der NFL langfristig auf 30 Milliarden US-Dollar zu steigern. Derzeit liegt der Jahresumsatz bei rund 23 Milliarden Dollar.
Nach aktuellem Plan würde der Super Bowl dauerhaft um eine Woche nach hinten rücken. Statt am ersten Februar-Wochenende würde das NFL-Endspiel künftig am zweiten Sonntag im Februar ausgetragen.
Für viele Amerikaner hätte das einen praktischen Vorteil: Am dritten Montag im Februar ist Presidents’ Day, ein nationaler Feiertag. Schon jetzt nehmen sich laut Studien rund 26 Millionen Menschen den Montag nach dem Super Bowl frei.




