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Frauen-Basketball-WM 2026: Deutsche Nationalmannschaft im "Icke"-Check

Veröffentlicht:

von Christoph "Icke" Dommisch/ran.de

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Basketball-WM - Deutsche Stars callen: "Medaille ist drin!"

Videoclip • 01:02 Min


Die deutsche Frauen-Basketball-Nationalmannschaft blickt der Weltmeisterschaft (vom 4. bis 13. September 2026) im eigenen Land entgegen. Moderator Christoph "Icke" Dommisch analysiert die Chancen der DBB Damen.

Deutschland hat sich für die Basketball Weltmeisterschaft in Berlin eine Medaille als Ziel gesetzt. Es ist überhaupt erst die zweite Turnierteilnahme für Deutschland, doch dieses ambitionierte Ziel ist nicht aus der Luft gegriffen. Der Frauen-Basketball ist massiv im Aufwind.

Bei den Olympischen Spielen 2024 erreichte man das Viertelfinale, bei der Europameisterschaft 2025 landete man auf Rang 5. Wir blicken auf die ersten 14 Tage der Vorbereitung zurück, die bisher eher wenig Lichtblicke hatte.

Wie lief bisher die Vorbereitung?

Bisher stehen zwei Niederlagen aus zwei Vorbereitungsspiele. Gegen Spanien verlor Deutschland knapp mit 60:65. Gegen Ungarn verlor man am Sonntag 62:68.

Wie verliefen die Spiele?

Spanien ist Vize-Europameister und hat die stärkste Liga in Europa. Gegen diese Nation müsste alles zusammenlaufen, damit Deutschland gewinnt.

Defensiv konnte man Spanien zwei Viertel bei unter 16 Punkten halten - das ist top! Offensiv hatte Deutschland 23 Turnover - leider ein Flop! Der Rhythmus im Angriff war das große Problem in der Partie. Es stellt sich die Frage: Wer kreiert für sich und für anderen Spielerinnen leichte Würfe?

Gegen Ungarn tat man sich zu Beginn und im dritten Abschnitt offensiv sehr schwer. Unterm Korb war kein Durchkommen und Aufposten möglich. Ungarn war physisch überlegen. Turnover in der Offensive waren wieder ein Problem.

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Fünf deutsche WNBA-Spielerinnen

Weshalb läuft es noch nicht?

Einfache Antwort: Die besten Spielerinnen und der Head Coach fehlen bislang noch. Deutschland könnte normalerweise im Idealfall auf fünf WNBA-Spielerinnen setzen. Bislang ist von denen nur Portland Fire Luisa Geiselsöder bei der Mannschaft. Ihr Vertrag ruht bis Saisonende.

Besonders bitter: Die wohl beste deutsche Spielerin musste verletzungsbedingt die WM absagen - All-Star Satou Sabally. Ihre zweite Gehirnerschütterung binnen eines Jahres zwang sie dazu. Auch ihre Schwester Nyara fehlt in der Liga bereits seit mehreren Wochen mit einer Wadenverletzung. Die WM-Teilnahme ist aktuell ungewiss.

Am Ende dieser Woche (Sonntag) stößt Leonie Liebich von den NY Liberty zum Team. Erst drei Tage vor Turnierbeginn (Dienstag) wird Frieda Bühner von Portland Fire zur Mannschaft kommen.

Head Coach Olaf Lange arbeitet ebenfalls in der WNBA und fehlte bisher. Dass er Sonntag beim Test gegen Ungarn an der Seitenlinie stand, war überraschend. Er kam direkt vom Flughafen.

Was macht Hoffnung?

Fiebich und Bühner waren bei der EM 2025 die deutschen Top-Scorer mit jeweils 15 Punkten pro Partie. Das allein macht die Mannschaft besser, wenn beide an Board sind.

Die Kapitänin und Center der Mannschaft, Marie Gülich, hat gegen Spanien das erste Mal nach 14 Monaten Verletzungspause auf dem Parkett gestanden. Jede Einheit, die sie absolviert hat, macht Hoffnung, dass sie am 4. September beim Auftakt gegen Spanien dabei ist. Unter dem Korb kann Gülich für Deutschland den Unterschied machen.

14.500 Zuschauer in der Berlin Arena werden eine große Unterstützung sein, wenn man gegen Vize-Europameister Spanien ins Turnier startet (4. September, ab 17:00 Uhr live auf ProSieben und im Joyn-Livestream). Die Euphorie-Welle im Basketball wird Kräfte freisetzen!

Der Head Coach Olaf Lange ist ein anerkannter Fachmann in der Basketball-Welt! In den letzten 20 Jahren hat er in Europa, den USA und bei der australischen Nationalmannschaft mit Erfolg die besten Spielerinnen der Welt gecoacht. Er wird der jungen Mannschaft Ruhe und Selbstvertrauen geben.

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Wie gehts weiter?

Am Donnerstag (27. August) steht der letzte Test gegen die Türkei an, die ebenfalls bei der WM dabei sein wird. Ein besonderes Auge sollte man dann auf die Offensive legen. Schafft man es, weniger Turnover zu produzieren?

Wer sind Turnierfavoriten?

USA, Australien und Frankreich sind die Top 3 der Weltrangliste und absolute Favoriten auf eine Medaille. Die USA sind elfmaliger Weltmeister und gelten als praktisch unschlagbar. Seit 30 Jahren haben sie bei internationalen Turnieren (Weltmeisterschaften und Olympia) nur ein Spiel verloren.

Nach den vermeintlichen Top 3 kommen auf Augenhöhe Gastgeber Deutschland, Europameister Belgien, Vize-Europameister Spanien und China.

Fiebich und Bühner machen Unterschied aus

Wie haben sich Deutschlands Chancen seit Vorbereitungsstart entwickelt?

Auch wenn man sich mehr positive Impulse aus den beiden Spielen erhoffen konnte, sollte man die beiden Niederlagen bisher nicht überbewerten. Was die Chancen der DBB-Frauen extrem schmälert, ist der Ausfall von Satou Sabally.

Ihr Spitzname "Unicorn" war Programm: An ihren besten Tagen spielt sie wie eine Top-10-Basketballerin. Sie alleine hätte den Unterschied bei der Medaillen-Jagd ausmachen können. Was zumindest etwas Mut macht: Auch bei der EM 2025 fehlte Sabally der Nationalmannschaft. Das Teams hatte trotzdem Erfolg.

Offensiv werden Fiebich und Bühner einen großen Unterschied ausmachen. Beide können zeitweise für sich selbst kreieren und werden Führungsrollen einnehmen. Damit wird das Spiel für alle drumherum einfacher.

Was die Chancen verbessert hat im Vergleich zum Start der WM-Vorbereitung, ist, dass Kapitänin Marie Gülich auf dem Parkett steht. Obwohl Deutschland ziemlich viel Länge im Kader hat, ist das physische Spiel unterm Korb nicht unsere Stärke. Dafür macht Gülich den Unterschied. Sollte sie fit genug sein, 20 Minuten zu spielen, kann das einen entscheidenden Push Richtung Medaillenkampf geben.

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