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Eishockey

NHL-Superstar taucht in Putin-Werbung auf - Wirbel um Ovechkin

Veröffentlicht:

von ran

NHL

Eishockey: Heim-WM oder NHL-Playoffs? Leon Draisaitl im Zwiespalt

Videoclip • 01:21 Min


Der russische NHL-Superstar Alex Ovechkin steht schon länger dafür in der Kritik, Wladimir Putin zu unterstützen. Nun ist er sogar in einem Werbespot aufgetaucht. Während die Washington Capitals die Sache herunterspielen, ist die Kritik einiger NHL-Legenden groß.

Rund um den erfolgreichsten Torjäger der NHL Geschichte gibt es viel Ärger.

Alex Ovechkin ist in einem Werbevideo für die Partei "Einiges Russland" von Wladimir Putin aufgetreten. Nachdem die Aufnahmen in dieser Woche öffentlich bekannt geworden waren, äußerten sich auch die Washington Capitals zu ihrem langjährigen Kapitän. Nach Angaben des NHL-Clubs war Ovechkin während seines Aufenthalts in Russland in diesem Sommer gebeten worden, an der Videokampagne mitzuwirken.

"Alex Ovechkin ist russischer Staatsbürger, lebt während der Saisonpause mit seiner Familie in Moskau und wird auch nach dem Ende seiner Karriere dort leben", erklärte Teamsprecher Sergey Kocharov am Dienstag in einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press. "Als dienstältester Sportler in Washington, D.C., und als eine tragende Säule der Gemeinschaft liegt sein Fokus – ebenso wie unserer – auf der bevorstehenden Saison und auf dem anhaltenden Einfluss, den er sowohl auf dem Eis als auch in unserer Stadt ausübt."

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Ovechkin an der Seite von Sergey Lavrov

In dem Werbespot ist Ovechkin hinter dem russischen Außenminister Sergey Lavrov zu sehen. Ebenfalls an der Kampagne beteiligt war der frühere NHL-Spieler Viacheslav "Slava" Fetisov. Der Auftritt löste in den sozialen Medien Kritik aus. Unter anderem reagierte der frühere NHL-Torhüter und Hall-of-Famer Dominik Hasek, der die Teilnahme als Unterstützung für Russlands Krieg gegen die Ukraine bezeichnete.

In einem Post auf "X" schrieb Hasek: "Jeder in diesem Foto hat sich entschieden, den imperialistischen Krieg Russlands in der Ukraine offiziell zu unterstützen. Unter ihnen befinden sich auch der Eishockeyspieler Ovechkin und der ehemalige Eishockeyspieler sowie Kapitän der Nationalmannschaft Fetisov. Wegen jedem von ihnen werden viele Ukrainer und Russen getötet werden."

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Ovechkin macht sich selbst zum Putin

Der frühere NHL-Profi Aaron Ward wählte ebenfalls kritische Worte: "Dass Ovechkin sich in einem Kreml-Video quasi selbst zum 'Putin' macht, bedeutet wohl, dass wir endlich eine Grenze gefunden haben, die selbst Tom Wilson nicht überschreiten würde. Die Kommentarspalte ist sich jedenfalls ziemlich einig. Außerdem fühlt es sich so an, als wäre damit die Debatte zwischen IIHF und Russland über das Argument 'Sport und Politik sollten getrennt bleiben' endgültig beendet. Die PR-Abteilung der NHL kann einem fast leidtun."

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Die NHL selbst verwies bei einer Anfrage zu dem Vorgang auf die Washington Capitals. Ovechkin soll sich am Donnerstag den Fragen der Medien stellen. An diesem Tag beginnt das Trainingslager der Capitals zur Vorbereitung auf seine 22. NHL-Saison.

Ovechkin, der am Donnerstag 41 Jahre alt wird, hatte sich bereits in der Vergangenheit öffentlich zu Putin geäußert. 2017 gründete er die gesellschaftliche Bewegung "Putin Team" und brachte damit seine Unterstützung für den russischen Präsidenten zum Ausdruck. Gegenüber Reportern der AP und der Washington Post sagte er damals: "Ich unterstütze einfach mein Land."

Ovechkin verteidigt seine Haltung: "Bin nicht in der Politik"

Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 wurde Ovechkin erneut auf die politische Situation angesprochen. Damals erklärte er: "Bitte, keinen Krieg mehr." Auf die Frage nach seinem Verhältnis zu Putin antwortete der NHL-Star: "Er ist mein Präsident, aber ich bin nicht in der Politik. Ich bin Sportler."

Sein Profilfoto bei Instagram zeigt allerdings noch immer ein gemeinsames Bild mit Putin.

Seit Beginn dessen, was Putin als "militärische Spezialoperation" in der Ukraine bezeichnet, hat die russische Regierung ihr Vorgehen gegen abweichende Meinungen verschärft. Unter anderem können Äußerungen bestraft werden, in denen der russische Militäreinsatz als Krieg bezeichnet wird.

Sportlich geht Ovechkin als Rekordtorschütze der NHL-Geschichte in die neue Saison. Im April 2024 übertraf er mit seinem 895. Treffer die bisherige Bestmarke von Wayne Gretzky. Mittlerweile steht Ovechkin bei 929 NHL-Toren. Seine Karriere in der Liga begann 2005, nachdem ihn die Washington Capitals beim NHL-Draft 2004 an erster Stelle ausgewählt hatten.

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