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2. Bundesliga: Elversberg folgt Schalke ins Oberhaus - Fortuna Düsseldorf steigt ab

Aktualisiert:

von SID

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Videoclip • 02:10 Min


Die SV Elversberg vollendet ihr Märchen und steigt erstmals in die Bundesliga auf. Ganz unten kommt es zum absoluten Drama, an dessen Ende Fortuna Düsseldorf den Kürzeren zieht.

Der Dorfverein aus Elversberg hat Geschichte geschrieben und sich den Traum von der Bundesliga erfüllt. Die Saarländer bezwangen Absteiger Preußen Münster am letzten Spieltag mit 3:0 (2:0) und erreichten den vorläufigen Höhepunkt ihres Fußballmärchens. Das Team von Trainer Vincent Wagner ließ im Dreikampf mit den zuvor punktgleichen Hannover 96 und Darmstadt 98 nichts mehr anbrennen und machte den größten Erfolg der Vereinsgeschichte perfekt.

Bambase Conte (10.) und David Mokwa (14./66.) sorgten mit ihren Treffern für den dritten Aufstieg innerhalb von nur fünf Jahren. Die 12.800-Seelen-Gemeinde Spiesen-Elversberg wird damit zum kleinsten Standort der Bundesliga-Geschichte und löst Unterhaching mit seinen 22.000 Einwohnern ab. In der kommenden Spielzeit müssen die Stars von Bayern München oder Borussia Dortmund an die Kaiserlinde.

Das Saarland kehrt in der kommenden Spielzeit nach 33 Jahren in die deutsche Eliteliga zurück, auf der Tribüne jubelte Ministerpräsidentin Anke Rehlinger euphorisch mit.

Er sei trotz des ersten vergebenen Matchballs in der Vorwoche in Düsseldorf (1:3) "immer noch sehr optimistisch, dass wir das schaffen können", hatte Wagner gesagt: "Wir haben jetzt ein Endspiel - und den Luxus, dass wir zu Hause spielen."

Elversberg legt Nervosität schnell ab

Ihre Anfangsnervosität schüttelten die Saarländer schnell ab, nach einem tollen Spielzug musste Conte den Ball aus drei Metern nur noch über die Linie drücken. Der Ball lief gut durch die eigenen Reihen, der Favorit drückte gewaltig aufs Tempo.

Mokwa schob nach starkem Querpass von Lasse Günther ein, wenig später verpasste er allein vor Johannes Schenk mit einem zu hohen Abschluss seinen zweiten Treffer (27.). Das Schlusslicht aus Münster wirkte im letzten Spiel seines Trainer Alois Schwartz phasenweise überfordert, erst in der Viertelstunde vor der Pause bekamen die Preußen den Elversberger Angriffswirbel etwas besser in den Griff.

Nach dem Wechsel drängten die Saarländer allerdings vehement auf eine schnelle Vorentscheidung. Lukas Petkov scheiterte aus zentraler Position an Schenk (48.), ansonsten haperte es einige Male an der Genauigkeit beim letzten Pass. Münster kam seinerseits kaum in die Nähe des gegnerischen Strafraums - und war quasi durchgehend mit Defensivarbeit beschäftigt.

Mokwa erhöhte aus kurzer Distanz und beseitigte auch die letzten Zweifel bei den Elversbergern, die in der Vorsaison noch in der Aufstiegsrelegation gescheitert waren. Die Schlussphase entwickelte sich unter dem Jubel der Fans zu einem Schaulaufen.

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Hannovers Aufstiegsträume platzen

Für Hannover 96 dagegen ist der Traum vom Aufstieg geplatzt. Die Niedersachsen patzten im finalen Showdown folgenschwer und rutschten durch das 3:3 (2:1) gegen den 1. FC Nürnberg vom Relegationsrang noch auf den undankbaren vierten Tabellenplatz ab.

Bis zuletzt hatte die ganze Stadt sogar auf den direkten Aufstieg gehofft, doch Hannover scheiterte am letzten Spieltag an sich selbst. Der unnötige Patzer gegen die Franken reichte letztlich nicht mal für Rang drei - weil die Konkurrenz ihre Spiele gewann.

Kolja Oudenne (30.), Waniss Taibi (45.) und Stefan Teitur Thordarson (51.) sorgten in Hannover für die Treffer des Heimteams, Mohamed Alì Zoma (25./47.) und Luka Lotschoschwili (84.) trafen für den FCN, der die Saison im Tabellenmittelfeld beendet.

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Paderborn träumt von Bundesliga-Rückkehr

Statt Hannover 96 hofft jetzt der SC Paderborn auf den dritten Aufstieg in die Bundesliga – und fordert nun den VfL Wolfsburg in der Relegation. Durch ein 2:0 (1:0) bei Darmstadt 98 sprang das Team von Trainer Ralf Kettemann noch von Tabellenplatz vier auf Relegationsrang drei.

Stefano Marino (6.) und Sven Michel (89.) trafen in Darmstadt für die Paderborner, Filip Bilbija (62.) schoss einen Foulelfmeter an die Latte. Der SCP hatte es 2014 und 2019 bereits ins Oberhaus geschafft, stieg jedoch jeweils direkt wieder ab.

Happy End für Arminia Bielefeld

Im Kampf gegen den Abstieg gab es ein Happy End für Arminia Bielefeld: Der Aufsteiger bleibt in der 2. Bundesliga. Die Mannschaft von Trainer Mitch Kniat erkämpfte sich die Rettung im packenden Abstiegs-Showdown durch ein furioses 6:1 (0:1) gegen Hertha BSC.

Joel Grodowski (49.) erzielte nach dem Rückstand durch Linus Gechter (37.) den umjubelten Bielefelder Ausgleich, dann legte der Stürmer seinen zweiten Treffer nach (59.). Für die Entscheidung sorgten Monju Momuluh (65.) und Stefano Russo (74.). Semir Telalovic (90.+2) und Robert Uldrikis (90.+6) setzten den Schlusspunkt. Den Grundstein für den Klassenerhalt legte die Arminia zu Hause, 26 ihrer 39 Punkte holten die Ostwestfalen auf der heimischen Alm.

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Fortuna Düsseldorf stürzt in Drittklassigkeit

Absturz statt Aufstieg: Fortuna Düsseldorf muss am Ende einer desaströsen Saison nach 17 Jahren zurück in die Drittklassigkeit. Die Rheinländer, die mit dem klaren Ziel Aufstieg in die Zweiligasaison gestartet waren, verloren am 34. Spieltag beim Verfolger Greuther Fürth 0:3 (0:3) und wurden vom rettenden Platz 15 noch auf Rang 17 durchgereicht.

Fürth hingegen erreichte zumindest noch den Relegationsplatz und spielt kommenden Freitag, 22. Mai (20.30 Uhr live in Sat.1) auswärts sowie am 26. Mai gegen den Drittliga-Dritten Rot-Weiss Essen um den letzten freien Platz in der Bundesliga-Saison 2026/27. Preußen Münster stand zuvor schon als Absteiger fest.

Felix Klaus (2.), der viereinhalb Jahre für Düsseldorf gespielt hatte, Elias Egouli per Eigentor (16.) und Torjäger Noel Futkeu (36.) schossen für die Fürther vor der Pause bereits das Ergebnis heraus, mit dem das Kleeblatt an der leblosen Fortuna in der Tabelle vorbeizog. Abermals Futkeu (73.), der in der kommenden Saison für Bundesligist Eintracht Frankfurt spielt, hätte seinen Klub um ein Haar ans rettende Ufer bringen können - der Stürmer stand aber hauchzart im Abseits.

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