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2. Bundesliga

Hertha BSC muss aufpassen, nicht 1860 München 2.0 zu werden - ein Kommentar

Aktualisiert:

von Dominik Kaiser

ran Fußball

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Videoclip • 01:09 Min


Nur ein Profiklub der drei höchsten deutschen Ligen steht noch ohne Neuzugang da: Hertha BSC. Zwei Wochen vor dem Start der neuen Saison der 2. Bundesliga kann man nur mit großer Sorge auf den Hauptstadtklub blicken. Ein Kommentar.

Dass Hertha BSC finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, ist kein Geheimnis.

Um die Lizenz für die kommende Saison in der 2. Liga zu erhalten, waren die Berliner an strenge Auflagen der DFL gebunden. Spielerverkäufe mussten getätigt werden, um den Betrieb am Laufen zu halten. Das Ziel lautete: 15 Millionen Euro Transferüberschuss.

Die Hertha erledigte ihre Hausaufgaben, gab Top-Spieler wie Fabian Reese, Kenneth Eichhorn und Michael Cuisance ab und kassierte kolportiert dafür über 25 Millionen Euro. Eigentlich genug Geld, um die Lizenz-Bedingungen zu erfüllen und den geschwächten Kader wettbewerbsfähig zu verstärken. Die Betonung liegt dabei auf "eigentlich".

Denn zwei Wochen vor dem 2. Liga-Auftakt beim VfL Bochum (7. August live in SAT.1 und auf Joyn) steht die "alte Dame" als einziger Profiklub Deutschlands noch ohne einen einzigen Neuzugang da. Statt Aufstiegsträumen geht es bei Hertha ab sofort um die blanke Existenz!

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Hertha BSC: Trainer schlägt Alarm - Fans sind ratlos

Zwar hat Hertha BSC eine der besten Jugendakademien des Landes und sich auf die Fahne geschrieben, möglichst viele Spieler in die Profimannschaft zu bringen. Der Gedanke, dass ein solcher Aderlass aber nur mit Jugendspielern aufgefangen werden kann, ist gefährlich naiv.

Trainer Stefan Leitl schlug in der "Bild" in die gleiche Kerbe: "Es muss jetzt definitiv was passieren. Wir haben schon viele junge Spieler dabei und möchten kein Risiko eingehen. Die Profile sind ganz klar vorgegeben. Jetzt liegt es am Verein, zu handeln."

Doch nicht nur der Trainer, sondern auch die Fans der Berliner werden von den Verantwortlichen im Dunklen gelassen. Kurz vor Ende des Trainingslagers sind keine neuen Spieler in Sicht. Der Verein selbst verweist nur auf die finanzielle "Konsolidierung".

Ein kommunikatives Armutszeugnis vor allem gegenüber den Fans, die trotz Investoren-Chaos, Abstieg und nun dem vierten Jahr in der 2. Liga stets zahlreich ins Olympiastadion kommen.

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Hertha BSC: Der TSV 1860 München als mahnendes Beispiel

Ein großer Traditionsklub, der immer wieder an der Rückkehr in die Bundesliga scheiterte und dessen finanzielle Zwänge ihn sogar in die Regionalliga brachten – klingelt da was? So erging es vor Jahren schon dem TSV 1860 München.

Die Situation bei den Löwen und bei Hertha BSC weisen beängstigende Parallelen auf. Hertha sollte sich die "Sechziger" als mahnendes Beispiel nehmen, wenn sie in Zukunft nicht in den Niederungen des deutschen Fußballs versinken wollen.

Der Hauptstadtklub muss jetzt endlich handeln und einen wettbewerbsfähigen Kader zusammenstellen. Sonst rücken Bundesliga-Derbys gegen Union Berlin in ganz weite Ferne und Stadt-Duelle gegen den BFC Dynamo oder den Berliner AK kommen näher, als es der "alten Dame" lieb ist.

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