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Fortuna Düsseldorf taumelt auch in der 3. Liga weiter: "Geraten ins Schwimmen"
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von Kai Esserran Fußball
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Die Talfahrt von Fortuna Düsseldorf hört auch in der 3. Liga nicht auf. Nach dem Abstieg agiert die Fortuna in der neuen Liga überfordert und ängstlich. Die Fans schäumen vor Wut.
Im Mai 2024 stand Fortuna Düsseldorf so kurz vor dem Aufstieg in die Bundesliga, wie man nur stehen kann. Das Relegationshinspiel gegen den VfL Bochum gewann Düsseldorf mit 3:0, am Ende verloren sie das Duell im Elfmeterschießen.
Nur zwei Jahre später liegt der Verein nahezu in Trümmern.
Nach dem unerwarteten, aber verdienten Abstieg in die 3. Liga hat der Klub auch dort die Kurve nicht bekommen und steht nach zwei Spieltagen auf dem vorletzten Tabellenplatz, nachdem die U23 der TSG Hoffenheim völlig verdient mit 2:0 in NRWs Landeshauptstadt gewann. Und die Stimmung droht bereits jetzt zu kippen.
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Fortuna Düsseldorf: Vertrauensvorschuss der Fans wandelt sich in Verzweiflung um
Denn im Gegensatz zur Mannschaft haben die Fans der Fortuna die 3. Liga angenommen. Freilich, die Enttäuschung und Trauer über den Abstieg, der sich nach Platz sechs 2024/25 und latenten Aufstiegsambitionen in der vergangenen Saison nicht abzeichnete, waren naturgemäß groß.
Dennoch verkauften die Düsseldorfer rund 19.000 Dauerkarten, das sind rund 5.000 mehr als der Zweitplatzierte in dieser Kategorie, Alemannia Aachen. Das ist ungefähr auf dem Niveau der Vorsaison, eine Liga tiefer. Die Fans waren also bereit, das schwierige Projekt anzunehmen.
Ein Großteil der Bereitschaft und Euphorie ist jedoch schon längst in Resignation und Wut umgeschlagen. War das 1:2 bei Waldhof Mannheim zum Auftakt noch entschuldbar, endete das Heimspiel gegen Hoffenheim II in einem sportlichen Totalschaden. "Ende raus" schallte es nach dem Spiel von den Tribünen, gemeint ist Trainer Alexander Ende.
Sportvorstand Samir Arabi sah sich bereits gezwungen, dem Trainer öffentlich den Rücken zu stärken, sparte jedoch auch nicht mit Kritik: "Vor allem im Mittelfeld hatten wir zu wenig Aktivität, weshalb die gesamte Abwehr ins Schwimmen geraten ist." Aber: "Die Mannschaft muss sich finden", warb er bei "MagentaSport" um Geduld.
3. Liga: Absteiger mit Laster? "Das ist mental einfach nicht so leicht"
Dabei ist die Fortuna längst nicht der erste Absteiger, der es nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga schwer hat, in der 3. Liga Fuß zu fassen. Sieben Klubs wurden seit 2008 sportlich direkt durchgereicht, viele hängen lange im Abstiegssumpf oder mindestens mal im Niemandsland der Tabelle fest.
Erst in der vergangenen Saison "schaffte" der SSV Ulm dieses Kunststück. Arminia Bielefeld entging diesem Schicksal 2023/24 nur knapp. "Meistens schleppt man nach einem Abstieg eine sehr negative Saison und viele frustrierende Momente mit sich herum. Klar heißt es immer, das müsse man abschütteln und befreit in die neue Liga starten, aber das ist mental einfach nicht so leicht", erklärte Arminias Ex-Kapitän Fabian Klos exklusiv gegenüber ran.
Vor allem, da sich Düsseldorf gegen einen kompletten Neuanfang entschied und Trainer Ende nach dem Abstieg behielt. Insgesamt verlor er fünf der sieben Spiele als verantwortlicher F95-Coach. "So ist der Mensch nun mal: Wenn man negativ in ein neues Kapitel startet, kommen sofort die alten, negativen Gedanken wieder hoch", meint Klos.
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Fortuna Düsseldorf: Duelle gegen Stuttgart und Köln richtungsweisend
Die Pokalpause dürfte für die Fortuna genau zum richtigen Zeitpunkt kommen. Gewinnt F95 nicht gegen den Europapokalfinalisten SC Freiburg, dürfte niemand die Weltuntergangsstimmung aufrufen. Vielleicht kann es sogar helfen, dass die Fortunen mal nicht als Favorit in eine Partie gehen und "die Großen" sind.
Danach jedoch wartet wieder der harte Ligaalltag am Rhein. Erst mit einem Heimspiel gegen die U21 des VfB Stuttgart, danach bei Fortuna Köln. Zwei Teams, die eher im Abstiegskampf anzusiedeln sein werden. Und damit - Stand jetzt - direkte Konkurrenten der Düsseldorfer sind.
Sollten diese Partien nicht den erhofften Befreiungsschlag bringen, dann dürfte Alexander Ende das Wasser bereits bis zum Hals stehen - und die Fortuna in noch unruhigere Fahrwasser bringen als ohnehin schon.
Auf eine Wasserstraße, die am Ende sogar in die Regionalliga fließen könnte.
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