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FC Bayern München: Wie Arijon Ibrahimovic als Backup von Luis Diaz überzeugen will

Veröffentlicht:

von Franziska Wendler

ran Fußball Bundesliga

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Videoclip • 04:40 Min


Leih-Rückkehrer Arijon Ibrahimovic will beim FC Bayern München in einer besonderen Rolle durchstarten. Sein Ex-Trainer traut es ihm zu, dämpft aber die Erwartungen.

"FC Bayern plant Arijon Ibrahimovic fest ein."

Es sind nur wenige Worte – und doch dürften sie dem 20-Jährigen unheimlich viel bedeuten. Knapp einen Monat ist es her, es war der 7. Juli 2026, da machte der Rekordmeister mit eben jenen Worten als Überschrift der eigenen Pressemeldung klar, dass der Youngster Grund zur Freude hat.

"Der FC Bayern wird seinen Offensivspieler Arijon Ibrahimovic in der neuen Saison fest in das Profiteam von Cheftrainer Vincent Kompany integrieren, nachdem er die zurückliegende Spielzeit auf Leihbasis beim 1. FC Heidenheim am Ball war", kündigten die Münchner an.

Nach Stationen bei den italienischen Klubs Frosinone Calcio und Lazio Rom sowie seinem Engagement bei den Heidenheimern soll es für den Youngster mit dem großen Namen in der Saison 2026/27 nun also so richtig in München los gehen.

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Backup von Luis Diaz als Rolle

"Ich freue mich riesig, dass ich die Chance hier bekomme, beim größten Klub der Welt spielen zu dürfen. Ich möchte diese Chance auf jeden Fall nutzen und bin unglaublich glücklich. Jetzt will ich in jedem Training Vollgas geben", gab der Offensivallrounder unlängst im Trainingslager am Tegernsee zu Protokoll.

Die Rolle, die für das Eigengewächs – Ibrahimovic wechselte 2018 vom 1. FC Nürnberg in die Jugend der Bayern – dabei vorgesehen ist, hat es durchaus in sich.

"Ich könnte der Backup von Luis Díaz sein auf der linken Seite. Ich kann mir vieles von ihm abschauen, vor allem was sein Eins-gegen-eins-Spiel angeht und seine Intensität", erläuterte der zweimalige deutsche U21-Nationalspieler.

Die Erwartungen an den Youngster sind in München dabei durchaus hoch. Auch weil die Verantwortlichen hoffen, dass es wieder einmal ein Spieler aus der Nachwuchsabteilung dauerhaft in den Profikader schafft.

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Bayern hofft auf nächstes Eigengewächs

"Arijon kam bereits mit zwölf Jahren zum FC Bayern und hat seinen Weg über unseren Campus sowie gezielte Leihstationen Schritt für Schritt gemacht. Vor allem im vergangenen sehr guten Jahr in Heidenheim hat er persönlich viel gelernt, um jetzt bereit für den FC Bayern zu sein", erklärte Sportdirektor Christoph Freund.

Und weiter: "Seine Entwicklung steht beispielhaft für die Möglichkeiten, die wir unseren Talenten aufzeigen. Jetzt geht es für ihn nicht mehr allein ums Lernen - jetzt geht es ums Angreifen, hier beim FC Bayern."

Die richtige Einstellung für jene Aufgabe hat Ibrahimovic dabei aus Heidenheim mitgebracht. "Wir haben bis zum Ende gekämpft, bis zum letzten Spieltag und der letzten Minute. Ich hatte eine tolle Zeit in Heidenheim. Jeden Tag alles zu geben, dieses Mindset nehme ich von dort mit zurück nach München", so der Offensivspieler.

Schmidt glaubt an Ibrahimovic - aber dämpft die Erwartungen

Harry Kane, Michael Olise, Diaz, Jamal Musiala, Serge Gnabry, Lennart Karl – die offensiven Möglichkeiten von Bayern-Coach Kompany sind vielfältig und weltklasse.

Dass es Leih-Rückkehrer Ibrahimovic dennoch schaffen und sich etablieren kann, davon ist sein ehemaliger Heidenheim-Trainer Frank Schmidt überzeugt, wenn auch unter Vorbehalt.

"Ich kann nur die Zeit bewerten, in der Ari bei uns war, und wie zufrieden wir mit seiner Leistung waren. Er ist nach wie vor ein junger Spieler, der in der letzten Saison seine ersten nachhaltigen Schritte in der Bundesliga gemacht hat", konstatierte der Übungsleiter im Interview mit "Sport1".

Schmidt ergänzte mit Blick auf das 3:3 in der Allianz Arena: "Allein das Spiel in München drei Spieltage vor Schluss: Wenn man gesehen hat, was er da auf den Platz gebracht hat, dann hat man schon auch die Fantasie und den Glauben, dass er am Beginn seiner Karriere ist und natürlich auch noch große Schritte gehen kann, aber auch noch vieles lernen muss."

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Gelingt der Durchbruch in München?

In der zurückliegenden Saison brachten die Heidenheimer den Rekordmeister an den Rand einer Niederlage, zwischenzeitlich legte Ibrahimovic die 3:2-Führung des FCH mit einer Vorlage auf.

Ganze 34 Partien absolvierte der 20-Jährige für den Absteiger und brachte es dabei auf sieben Torbeteiligungen. Doch reicht das wirklich für den FC Bayern?

"Ich bin mir sicher, dass ihm das in dem Umfeld bei Bayern München gelingen kann, aber ein Selbstläufer wird das nicht", dämpfte Schmidt die Erwartungen.

Dass es manchmal aber trotzdem ganz schnell gehen kann, zeigt ihm indes einer seiner neuen Teamkollegen.

Lennart Karl als Vorbild?

Der erst 18 Jahre alte Karl debütierte im Sommer 2025 unter Kompany, zeigte in der abgelaufenen Saison immer wieder starke Leistungen und wurde von Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann sogar in den WM-Kader berufen. Das Turnier verpasste er dann nur wegen eines Muskelrisses und wurde im DFB-Team schmerzlich vermisst.

Könnte Karl auch für den designierten Diaz-Backup ein Vorbild sein?

"Ich muss mich zwar auf mein eigenes Spiel konzentrieren, aber klar, Lennart hat es sehr, sehr gut gemacht in der vergangenen Saison und vielleicht kann ich mir auch von ihm etwas abschauen. Ich möchte nicht zu viel nachdenken, sondern einfach spielen", betont Ibrahimovic.

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