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Eintracht Frankfurt - Albert Riera spottet über die Bundesliga: "Das Niveau hat mich enttäuscht"

Aktualisiert:

von SID

ran Fußball Bundesliga

Eintracht-Fans wüten nach Riera-Aus: "Desaster mit Ansage"

Videoclip • 01:50 Min


Albert Riera hat einen guten Monat nach seiner Entlassung als Trainer von Eintracht Frankfurt deutliche Vorwürfe gegen seinen Ex-Verein erhoben. Auch die Bundesliga bekommt einen Seitenhieb.

Der bei Eintracht Frankfurt gescheiterte Ex-Trainer Albert Riera hat in einem Interview mit slowenischen TV-Sender "Sportklub" kritische Worte über die Bundesliga gefunden.

"Ehrlich gesagt hat mich das Niveau der Bundesliga etwas enttäuscht. Bayern München ist natürlich eine Welt für sich, und Borussia Dortmund kann mit seinem Budget halbwegs mithalten. Dann gibt es Überraschungen wie Stuttgart, aber der Rest war für mich enttäuschend", kritisierte der Spanier das Niveau in Deutschlands Fußball-Oberhaus.

Über den Spielstil vieler Mannschaften aus der Bundesliga machte sich der 44-Jährige sogar lustig. "Die Teams im unteren Tabellendrittel spielen alle auf die exakt gleiche Weise. Wenn man sie analysiert, hat man das Gefühl, jede Woche gegen denselben Gegner zu spielen", witzelte Riera, der allerdings nur vier von 14 Bundesliga-Partien mit der Eintracht gewinnen konnte.

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Riera mit kuriosem Vergleich zu Angelina Jolie und Brad Pitt

Im selben Interview blickte Riera auch auf seine erfolglose Zeit bei den Hessen zurück, zeigt aber eher wenig Selbstkritik.

"Ich weiß nicht, ob es jemand besser gemacht hätte, wir werden es nie erfahren", sagte Riera über sein kurzes Engagement bei der Eintracht als Nachfolger von Dino Toppmöller.

"Die Vereinspolitik sieht vor, dass der Trainer keinen Einfluss auf Scouting und die Mannschaftszusammensetzung hat. Das ist nicht das richtige Umfeld für mich, und ich wusste, dass wir langfristig nicht zusammenarbeiten können", sagte Riera, der im Mai nach nur dreieinhalb Monaten gehen musste. Dem Verein seien "Namen wichtiger als Ergebnisse" gewesen, sagte Riera.

Der frühere Liverpool-Profi, der in seiner Eintracht-Zeit regelmäßig mit skurrilen Äußerungen in Pressekonferenzen aufgefallen war, knüpfte daran bei "Sportklub" an. Dort verglich er seine Beziehung zur Eintracht mit jener zwischen "der hinreißenden Angelina Jolie und dem charmanten Brad Pitt".

"Beide sind wunderbar, aber sie passen einfach nicht zusammen", sagte Riera: "Warum? Weil es nicht nur auf Äußerlichkeiten ankommt, sondern auf die kleinen Details, die darüber entscheiden, ob etwas funktioniert oder nicht. Ich war zur falschen Zeit am falschen Ort."

Riera tritt nach: "Würde keinen einzigen Spieler mitnehmen"

An seinen früheren Spielern ließ er kein gutes Haar: "Es liegt nicht daran, dass Frankfurt schlechte Spieler hat, ganz im Gegenteil", sagte der 44-Jährige: "Aber es gibt keinen einzigen Spieler in dieser Mannschaft, den ich für mein nächstes Projekt mitnehmen würde. In Celje gibt es mehr Spieler, die ich für meinen nächsten Verein wählen würde als bei Eintracht Frankfurt."

Man habe sich "im Guten getrennt, ohne jegliche Probleme", behauptet Riera, der auch wegen seiner Mannschaftsführung in der Kritik stand:

"Ich kam, als die Mannschaft Achter war, und ging, als sie ebenfalls Achter war. Natürlich sind das keine herausragenden Ergebnisse, sondern durchschnittliche. Aber bevor ich kam, hatte die Mannschaft in 13 Spielen nur einmal gewonnen."

Sein Verhältnis zu Markus Krösche sei einwandfrei gewesen. "Ich kann nur Gutes über den Sportdirektor sagen, der mich geholt hat. Wir haben gut zusammengearbeitet, selbst unser letztes Gespräch vor der Trennung verlief positiv", sagte Riera: "Er schätzte meine Arbeit und meine Denkweise, brachte sein Vertrauen zum Ausdruck, dass ich in Zukunft große Vereine trainieren würde."

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