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FC Bayern scheitert in Saarbrücken

FC Bayern München: Thomas Tuchel bekommt in Saarbrücken die Quittung für seinen Hochmut - Kommentar

Aktualisiert:

von Tobias Wiltschek

01.11.2023, Fussball, Herren, DFB-Pokal, 2. Runde, Saison 2023 2024, 1. FC Saarbrücken - FC Bayern München, Trainer Thomas Tuchel (FC Bayern München) ist enttäuscht, Enttäuschung Saarbrücken Ludwigsparkstadion Saarland Deutschland (DE) *** 01 11 2023, football, men, DFB Pokal, 2 round, season 2023 2024, 1 FC Saarbrücken FC Bayern Munich, coach Thomas Tuchel FC Bayern Munich is disappointed, disappointment Saarbrücken Ludwigsparkstadion Saarland Germany EN

Bild: Fussball-News Saarland


Das Pokal-Aus in Saarbrücken muss sich vor allem der Trainer ankreiden lassen. Er hat den Gegner von Beginn an unterschätzt.

Von Tobias Wiltschek

Das völlig unerwartete Aus des FC Bayern im Pokal beim 1. FC Saarbrücken hatte viele Münchner Verlierer.

Einer aber muss sich die Hauptschuld an dieser blamablen Niederlage ankreiden lassen: Thomas Tuchel.

Der Cheftrainer des Rekord-Pokalsiegers hat sich gleich mehrfach verzockt. Und das nicht nur während des Spiels.

Die Pleite, so muss man es im Nachhinein feststellen, hatte ihre Ursache bereits in der Vorbereitung auf das Spiel.

Ja, es war lange nicht klar, ob es am Mittwoch wegen der schwierigen Platzverhältnisse überhaupt ausgetragen werden konnte. Deshalb wäre die Anreise erst am Spieltag selbst nur zu verständlich gewesen.

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Doch Tuchel hatte unabhängig davon schon im Vorhinein angekündigt, mit dem Team erst am Mittwoch nach Saarbrücken zu reisen. Die Begründung fällt ihm nun krachend auf die Füße.

"Mir geht es eher um die Reise, die uns mehr in den Knochen stecken würde als das Spiel an sich", sagte er vor der Partie in Saarbrücken. Eine hochmütige wie folgenschwere Fehleinschätzung, wie sich nach dem Spiel beim Drittligisten herausstellen sollte.

Tuchel verzockt sich gegen Saarbrücken

Jetzt, nach der Niederlage, dürfte das Spiel noch um einiges mehr in den Knochen der Spieler stecken als eine Reise inklusive Übernachtung. Und das nur drei Tage vor dem so wichtigen Bundesliga-Klassiker bei Borussia Dortmund.

Dass sich seine Mannschaft sehr, sehr schwer tat mit den kampfstarken Saarländern, hätte Tuchel womöglich auch mit einer anderen Aufstellung verhindern können. Erst nach einer Stunde brachte er mit Kingsley Coman, Serge Gnabry und Jamal Musiala die nötige Star-Power aufs Feld.

FC Bayern München: Leroy Sane ist weg - die Verträge beim FCB

  • Die Vertragssituation beim FC Bayern München
    Beim Rekordmeister stehen weitere richtungsweisende Personalentscheidungen an. Mit Neuer, Davies und Musiala konnte man sich im Laufe der vergangenen Saison auf neue Deals einigen. Einige Verträge von absoluten Leistungsträgern laufen nach der kommenden Spielzeit aus. ran zeigt, welche Bayern-Stars wie lange unter Vertrag stehen und wie die Chancen stehen. (Stand: 02. Juli 2025)

    IMAGO/Ulmer/Teamfoto

  • Jamal Musiala
    Vertrag bis 2030
    Die Hängepartie ist beendet! Jamal Musiala hat seinen Vertrag bis 2030 verlängert! Damit steigt Musiala in der Gehaltsliste des FC Bayern nach ganz oben auf und thront laut "BILD" mit 25 Millionen Euro Jahresgehalt gemeinsam mit Harry Kane ganz oben. Die Ausstiegsklausel liegt demnach bei 175 Millionen Euro. Ab 2029 fällt der Wert auf 100 Millionen Euro. Über ein Detail gibt es noch Unstimmigkeiten. "Sky" berichtet, dass die Klausel sofort gilt, "BILD" schreibt jedoch, dass die Ausstiegsklausel erst 2028 greift.

    imago

  • Alphonso Davies
    Vertrag bis 2030
    Es war ein langwieriges und zähes Ringen - mit Happy End. Im letzten Sommer war sich Alphonso Davies angeblich schon mit Real Madrid einig, jetzt verlängert er seinen Vertrag beim FC Bayern bis 2030. Der Kanadier verkündete die News mit einem eigenen Rap auf der Vereinshomepage: "Ich gehe nirgendwo hin. Ich bleibe bis 2030."

    Eibner

  • Manuel Neuer
    Vertrag bis 2026
    Manuel Neuer wird den Bayern über den Sommer hinaus erhalten bleiben, das gaben Verein und Spieler letzte Saison bekannt. In der kommenden Saison soll der Routinier wohl das eine oder andere Spiel pro Saison an Jonas Urbig abgeben, bleibt aber die Nummer eins im FCB-Tor.

    Laci Perenyi

  • Joshua Kimmich
    Vertrag bis 2029
    Auch mit dem Mittelfeldspieler hat man sich auf eine Verlängerung des Arbeitspapiers geeinigt. Die Verhandlungen haben sich lange gezogen, doch im März hat der Vize-Kapitän seine Unterschrift unter den Vertrag gesetzt.

    Jan Huebner

  • Thomas Müller
    Vertrag bis 2025 (Nach Turnier-Aus bei Klub-WM)
    Der Rekordmeister konnte sich mit seinem dienstältesten Profi nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen und so gab man die Trennung im Frühjahr bekannt. Für die aktuell laufende Klub-WM konnte man sich allerdings auf einen Anschlussvertrag einigen. Wo es danach für den 35-Jährigen weitergeht, steht noch nicht fest. Die Zeichen verdichten sich, dass es beim Partnerverein des FCB, dem LAFC aus Kalifornien, sein soll.

    2024 Getty Images

  • Daniel Peretz
    Vertrag bis 2028
    Durch den Transfer von Jonas Urbig wird es für Peretz beim FCB eng. "Sky" hatte berichtet, dass der 24-Jährige im Sommer verliehen werden soll.

    2024 Getty Images

  • Serge Gnabry
    Vertrag bis 2026
    Mindestens ein Flügelspieler soll die Bayern verlassen, auch ein Abgang von zwei Offensiv-Stars soll jedoch möglich sein. Neben Leroy Sane könnte es hier Gnabry treffen. Denn der deutsche Nationalspieler verdient rund 19 Millionen Euro. Außerdem könnte der Rekordmeister durch einen Gnabry-Verkauf noch Geld einnehmen.

    Laci Perenyi

  • Leon Goretzka
    Vertrag bis 2026
    Auch Leon Goretzka steht auf der Verkaufsliste des FC Bayern. Im Sommer soll ein endgültiger Abgang des Champions-League-Siegers in den Vordergrund rücken, obwohl er inzwischen sportlich wieder eine Rolle spielt. 17 Millionen Euro Jahressalär sind den Münchnern wohl zu viel.

    Chai v.d. Laage

  • Raphael Guerreiro
    Vertrag bis 2026

    DeFodi Images

  • Dayot Upamecano
    Vertrag bis 2026

    DeFodi Images

  • Tarek Buchmann
    Vertrag bis 2026

    IMAGO/Lackovic

  • Harry Kane 
    Vertrag bis 2027

    2025 Getty Images

  • Konrad Laimer
    Vertrag bis 2027

    2024 Getty Images

  • Kingsley Coman
    Vertrag bis 2027

    2024 Getty Images

  • Adam Aznou
    Vertrag bis 2027

    Chai v.d. Laage

  • Min-Jae Kim
    Vertrag bis 2028

    2025 Getty Images

  • Sacha Boey
    Vertrag bis 2028

    2024 Getty Images

  • Hiroki Ito
    Vertrag bis 2028

    Lackovic

  • Joao Palhinha
    Vertrag bis 2028

    2024 Getty Images

  • Aleksandar Pavlovic
    Vertrag bis 2029

    2024 Getty Images

  • Josip Stanisic
    Vertrag bis 2029

    Eibner

  • Michael Olise
    Vertrag bis 2029

    2024 Getty Images

  • Alexander Nübel
    Zweijährige Leihe zum VfB Stuttgart bis 2026. Vertrag in München bis 2029

    Getty Images

  • Jonas Urbig
    Vertrag bis 2029
    Durch Neuers Verletzung hat das Talent schon in der vergangenen Saison einige Einsätze erhalten. Ab der nächsten Saison soll er dem Routinier auch planmäßig einige Spiele abnehmen.

    IMAGO/Sven Simon

  • Paul Wanner
    Vertrag bis 2029

    IMAGO/Michael Weber

  • Arijon Ibrahimovic
    Für die kommende Saison ist er an den 1. FC Heidenheim ausgeliehen. Sein Vertrag in München läuft bis 2027.

    2023 Getty Images

  • Bryan Zaragoza
    Vertrag bis 2029

    Passion2Press

  • Armindo Sieb
    Leihe über zwei Jahre zum 1. FSV Mainz 05 bis 2026. Kaufoption in unbekannter Höhe. Vertrag in München bis 2027

    Chai v.d. Laage

  • Lovro Zvonarek
    Vertrag bis 2027

    DeFodi

  • Maurice Krattenmacher
    Für die kommende Saison ist er an die Hertha aus Berlin ausgeliehen. Sein Vertrag in München läuft bis 2027.

    Eibner


Zu Beginn dachte er noch, mit Bouna Sarr und Frans Krätzig zwei Spieler einsetzen zu können, die weder über genügend Spielpraxis noch ausreichend Erfahrung in Pokalschlachten verfügen. Auch dieses Experiment scheiterte.

Wie übrigens auch die Entscheidung für Eric Maxim Choupo-Moting als Mittelstürmer. Harry Kane musste die gesamte Partie über auf der Bank sitzen, obwohl Tuchel noch eine Möglichkeit zum Wechseln gehabt hätte.

Die aber wollte er sich "bis zur Verlängerung" aufsparen, die bekanntlich gar nicht mehr gespielt wurde. Denn Tuchel hatte sich mit seiner Aufstellung nicht nur verzockt, sondern wurde zum Schluss auch noch von seinem Widersacher Rüdiger Ziehl ausgecoacht.

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Ziehl schlägt Tuchel im Trainer-Duell

Saarbrückens Coach wollte nämlich auf jeden Fall die Verlängerung vermeiden, in der sein Team laut eigener Aussage keine Chance gehabt hätte, und wechselte deshalb offensiv ein.

Dass Tuchel dann auch noch Kingsley Coman und Konrad Laimer vor dem entscheidenden Gegentreffer tief in der Nachspielzeit taktisch falsch zuordnete, passt ins Bild dieser für den Bayern-Coach völlig missratenen Reise ins Saarland.

Tuchel wollte diese Dienstfahrt kurz und schmerzlos hinter sich bringen. Sie wurde zu einer Reise, die ihm und den Bayern noch länger Schmerzen bereiten dürfte.

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