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Nations League

DFB-Team: An Joshua Kimmich wird sich zeigen, ob Jürgen Klopp erfolgreich ist – ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Justin Kraft

ran Fußball

DFB - Kimmich bleibt Kapitän? Völler reagiert

Videoclip • 01:50 Min


Joshua Kimmich wird wohl auch unter Jürgen Klopp ein wichtiger Teil der Nationalmannschaft bleiben. Am Star des FC Bayern wird sich ziemlich gut ablesen lassen, wie erfolgreich der neue Bundestrainer sein wird.

Joshua Kimmich und das DFB-Team – bisher ist das keine Story für die Geschichtsbücher. Im Dress der A-Nationalmannschaft hat der 31-Jährige bisher keine nennenswerten Erfolge feiern können.

Die Heim-EM 2024 ist bereits das Maximum der Gefühle, als Deutschland im Viertelfinale gegen Spanien ausschied. Besonders bei seinen drei Weltmeisterschaften erlebte Kimmich bittere Enttäuschungen. Zweimal war in der Gruppenphase Schluss, nun im Sechzehntelfinale gegen Paraguay.

Hierzulande machen ihn viele als eine der Ursachen aller Probleme aus. Als gescheiterten Möchtegernführungsspieler oder zumindest als jemanden, der seine hochgesteckten Ziele einfach nicht erreichen kann.

Seine DFB-Geschichte dient einigen als Beleg dafür, dass Kimmich kein Weltklassespieler sei, sondern einer, der das nur gern wäre. Jürgen Klopp scheint das anders zu sehen.

Jüngst sagte Rudi Völler, dass er davon ausgehe, dass Kimmich weiterhin Kapitän der Nationalmannschaft sein werde. Laut einem Bericht der "Bild" wird er sogar wieder ins Herz der Mannschaft zurückkehren – ins Mittelfeldzentrum.

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Joshua Kimmich: Zentral stärker als außen

Das ist auch der einzig logische Weg. Nicht nur kann er dort mit Aleksandar Pavlovic wie im Verein das Spiel denken, lenken und strukturieren. Es ist auch die Rolle, die ihm am besten liegt. Kimmich hat seine größten Stärken nicht in der Defensive, sondern im Spiel nach vorn.

Er bringt zudem die Energie mit, die es für Klopps Vollgasfußball benötigt. Kimmich ist über Jahre hinweg der einzige deutsche Nationalspieler, der mehrere Weltklasse-Saisons hinter sich hat. Der einzige Spieler, bei dem man zumindest gute Argumente dafür findet, dass er der Weltspitze auf seiner Position angehört.

Das Potenzial mancher Mittelfeldspieler mag hoch genug sein, um ihn eines Tages abzulösen. Wenn die WM aber eines gezeigt hat, dann, dass Kimmich auf rechts nicht den Einfluss nehmen konnte, den er sonst hat und dass die Schaltzentrale einen mit seiner Erfahrung und seinen Qualitäten vermisst hat.

Die taktische Rolle, dass er von der rechten Seite ins Mittelfeldzentrum rücken sollte, ging dabei nicht auf. Sein Aktionsradius war dennoch ein leicht anderer, die Bewegungsabläufe waren offensiv wie defensiv etwas zu verkopft.

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Klopps Erfolg wird sich an Kimmich zeigen

Klopp steht für weniger Komplexität und dafür, dass Spieler auf ihren besten Positionen eingesetzt werden. Das wird, da sind sich die über 80 Millionen Bundestrainer wohl ausnahmsweise ziemlich einig, ein Schlüssel für den Erfolg sein. In Bezug auf Kimmich bleibt das abzuwarten.

Denn eine Sache fällt bei seiner Karriere ebenfalls auf: Fast 50 seiner insgesamt 114 Länderspiele absolvierte er auf der Sechs oder Acht. Viele davon sind nicht in Erinnerung geblieben. 'Seht ihr! Weil er eben kein Weltklassespieler ist', werden einige raunen.

Dem entgegenhalten kann man etwas anderes: Die Nationalmannschaft hatte seit vielen, vielen Jahren kein funktionierendes Gerüst. Viel Fluktuation, der Wegbruch von Führungsspielern und schlicht fehlende Qualität auf Schlüsselpositionen haben es auch den Spielern erschwert zu glänzen, die in ihren Vereinen sonst herausragend gut sind.

Kimmich ist einer dieser Spieler. Am Ende kann man daraus sogar einen Indikator formulieren: Ob Klopp mit dem DFB-Team erfolgreich sein wird, wird sich daran ablesen lassen, wie gut die Leistungen von Kimmich in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Schafft der Bundestrainer es, ihn so einzubinden, dass er seine Stärken voll einbringen kann, ist bereits einiges gewonnen.

Oder anders formuliert: Der Erfolg der beiden bedingt sich gegenseitig. Wenn Kimmich auch in der Nationalmannschaft so performt wie beim FC Bayern, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er ein Happy End für seine bisher wenig begeisternde DFB-Story bekommt.

Dafür muss es Klopp aber gelingen, den richtigen Rahmen zu finden. Das betrifft Taktik, Nominierungen und die richtige Rolle für seinen Kapitän.

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