Handspiel von "DFB-Schreck"
EM-Halbfinale 2024: Marc Cucurella ausgepfiffen - Spanien-Trainer ätzt gegen "Fans"
Fußball EM 2024
EM 2024: Spanien-Fans verspotten Deutschland mit Fangesang
Videoclip • 01:38 Min
Die deutschen Fußball-Fans verzeihen nicht - zumindest nicht dem spanischen Nationalspieler Marc Cucurella. Der Verteidiger wurde vom Münchner Publikum im EM-Halbfinale gegen Frankreich bei jedem Ballkontakt gnadenlos mit Pfiffen und Buhrufen bedacht.
Was für ein Abend für Marc Cucurella: Erst wurde er 90 Minuten lang gnadenlos vom deutschen Publikum in München ausgepfiffen, doch die letzten Lacher hatte abermals der Chelsea-Verteidiger auf seiner Seite. Schließlich ruft nun das EM-Finale in Berlin.
Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente sagte nach dem umkämpften Final-Einzug der Spanier, er wisse nicht, warum sein Spieler ausgepfiffen worden sei. "Um ehrlich zu sein, haben sie Marc noch mehr motiviert. Er weiß mit Druck umzugehen", sagte er.
Deutschland als EM-Gastgeber wollte de la Fuente nicht kritisieren. "Ohne despektierlich zu sein, diese Leute repräsentieren niemanden. Deutschland als Gastgeberland war außergewöhnlich. Die Leute, die gepfiffen haben, repräsentieren weder Deutschland noch sonst jemanden."
Zuvor hatte bereits Cucurella gezeigt, dass er damit entspannt umgeht: "Mir ist es egal, wir müssen konzentriert bleiben. Wenn darüber gesprochen wird, ist es einfach Teil des Spiels", sagte er.
Das Wichtigste in Kürze
Der zweifelhafte Hintergrund der Pfiffe: Cucurella hatte beim Viertelfinal-Aus der deutschen Elf gegen Spanien (1:2 n.V.) kurz vor dem Spielende einen Schuss von Jamal Musiala an den linken Arm bekommen.
Die wenigsten Zuschauer hatten dafür Verständnis, dass der englische Schiedsrichter Anthony Taylor der DFB-Auswahl in dieser Szene einen Strafstoß verweigerte, wenngleich Cucurella keine Absicht zu unterstellen war und der Unparteiische gemäß UEFA-Vorgaben handelte.
Die deutschen Fans wurden danach sehr kreativ und erstellten eine Petition für ein Wiederholungsspiel - hunderttausende Unterschriften kamen zusammen - ohne Erfolg.
Cucurella stand auch im Halbfinale gegen die Franzosen beim 0:1 im Mittelpunkt. Als der frühere Frankfurter Randal Kolo Muani zur Führung traf (9.), schaute er in unmittelbarer Nähe zum Schützen tatenlos zu.
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