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Deutschland vs. Serbien - Jürgen Klopp geht das Herz auf: "Perfekter Abend"
Aktualisiert:
von SIDran Fußball
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Videoclip • 03:09 Min
Gegenpressing, Vollgas-Fußball und endlich der erste Sieg: Jürgen Klopp geht an einem perfekten Abend das Herz auf.
Seine einzige Sorge an einem "perfekten Abend" war Jürgen Klopp schnell wieder los. Ob es Bier im Teambus für die nächtliche Heimfahrt von München ins DFB-Camp nach Herzogenaurach gebe, wollte der rundum glückliche Bundestrainer nach seinem ersten Sieg wissen - und konnte sich wenig später an Bord bedienen.
Zuvor gestand Klopp noch, dass er "keine Ahnung" habe, wie er den überzeugenden 2:0 (1:0)-Erfolg in der Nations League gegen Serbien feiern werde. "Ich habe ja noch nie ein Spiel als Bundestrainer gewonnen", sagte Klopp schmunzelnd, "als Vereinstrainer wüsste ich es."
Bald soll es dem zum Heilsbringer des deutschen Fußballs erkorenen 59-Jährigen auch im neuen Amt in Fleisch und Blut übergehen. "Die Leistung muss nun die Baseline sein. Das kommt in mein Archiv, damit zeigen wir den Jungs, wie es gehen kann", sagte Klopp nach dem fulminanten Auftritt gegen einen allerdings auch schwachen Gegner und zeigte sich von seinen unermüdlichen Balljägern um den bärenstarken Florian Wirtz angetan: "Das war außergewöhnlich gut. Heute waren die Jungs auf Krawall eingestellt."
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DFB-Team: Klopp von Stimmung auf den Rängen begeistert
Klopp war besonders von seinem geliebten Gegenpressing angetan, gegen den Ball sei es "herausragend" gewesen. Und mit dem Ball habe sein Team "einfach wundervollen Fußball gespielt". Man könne "jedes Risiko der Welt nehmen, wenn unser Gegenpressing durch die Decke geht. Und es ist durch die Decke gegangen."
Das führte neben den Toren von Tom Bischof (39.) und Wirtz (61.) zu vielen weiteren Chancen - und bester Stimmung auf den Rängen. "Die Fahnen, La Ola, es war wundervoll. Da ist mir das Herz aufgegangen. Das brauchen wir", sagte Klopp und ergänzte nach dem Unentschieden in den Niederlanden (1:1) und der Niederlage gegen Griechenland (0:1): "Es war schön, dass wir jetzt ein Highlight gesetzt haben."
Wirtz harmonierte dabei in der Zentrale mit Bischof und Aleksandar Pavlovic prächtig, Derry Scherhant legte bei seinem Debüt einen mutigen Auftritt hin und einen Eintrag in die DFB-Geschichtsbücher gab es nebenbei auch noch: Mika Baur, Sohn des Handball-Weltmeisters Markus, wurde durch seine Einwechslung der 1000. Nationalspieler in der Historie des Verbandes. "Es war unbeschreiblich", sagte der Profi von Celtic Glasgow, "der Puls war hoch."
Das galt nicht nur für Baur. Jeder Spieler gab nach der XXL-Rotation Vollgas. "Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Ich glaube, das Stadion heute hat gebrannt", sagte der Münchner Bischof nach seinem starken Auftritt beim Heimspiel. "Jeder Einzelne", betonte Wirtz, "hat alles auf dem Platz gelassen."
DFB-Team: Griechenland-Rückspiel schon im Blick
Zur Belohnung stand nach der nächtlichen Rückkehr gegen 2.30 Uhr am Freitag nur ein bisschen Regeneration auf der Tagesordnung, danach hatten die Spieler um die Ersatz-Kapitäne Serge Gnabry und Wirtz frei. Gnabrys Hoffnung, die Teamkollegen spontan aufs Oktoberfest auszuführen, erfüllte sich allerdings nicht. "Schön wär's", sagte er schmunzelnd über einen spontanen Ausflug.
Nicht nur Gnabry weiß: Schon am Sonntag (20.45 Uhr/RTL) muss in Thessaloniki die Revanche gegen den weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer Griechenland gelingen. "Das wird eine hitzige Atmosphäre, eine nächste Herausforderung", sagte Klopp und fügte an: "Das wird stressig."
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Nach dem Abschlusstraining am Samstagmorgen in Herzogenaurach geht es mit dem Flieger in die griechische Sonne. Einen Spieler muss Klopp aus seinem 24er-Kader laut Regularien streichen.
Er blickt der Partie optimistisch entgegen. Schließlich haben sich die Voraussetzungen gegenüber dem Hinspiel verändert. "Wir hatten vor dem Spiel gegen Griechenland keine Zeit, Abläufe zu festigen. Da hatten wir auch gute Phasen, aber nicht lange genug. Dieser Kader hatte jetzt viel mehr Einheiten", sagte Klopp.
Das soll sich auszahlen. Und danach weiß Klopp bestimmt, wie er den nächsten Sieg feiern könnte.
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