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DFB-Team - Florian Wirtz massiv in Kritik: Bringt ihn Ex-Liverpool-Trainer Jürgen Klopp zurück in die Spur?

Aktualisiert:

von Justin Kraft

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DFB-Team: Fans sehen Kritikpunkt beim neuen Trikot - "Was soll das?"

Videoclip • 01:26 Min


Seit seinem Wechsel zum FC Liverpool kommt Florian Wirtz nicht richtig in Fahrt. Jetzt könnte ihn ausgerechnet Ex-"Reds"-Coach Jürgen Klopp zurück in die Spur bringen.

Für Florian Wirtz hat sich das vergangene Jahr anders gestaltet, als er sich das selbst gewünscht hatte. Der Wechsel zum FC Liverpool sollte einen Startpunkt markieren.

Den Übergang von einem herausragenden Talent hin zum unumstrittenen Weltklassespieler. Doch bei den "Reds" lief es nicht so, wie ursprünglich geplant. Auf magere 17 Torbeteiligungen kam der Deutsche in seinen 49 Einsätzen.

Und auch in dieser Saison will der Knoten noch nicht platzen. Eine Torvorlage steuerte er beim 2:2 gegen Nottingham Forest bei. In den restlichen fünf Partien ging er leer aus. Wirtz ist noch nicht der Unterschiedspieler, für den Liverpool stolze 125 Millionen Euro an Bayer Leverkusen überwiesen hat.

Auch in der Nationalmannschaft glänzte der offensive Mittelfeldspieler zuletzt nicht mehr so sehr wie noch zu seiner Anfangszeit. Bei der WM war er zwar einer der besseren deutschen Spieler, wirklich anführen konnte er das Team offensiv aber nicht.

Sowohl für Liverpool als auch die Nationalmannschaft gibt es nun aber einen Hoffnungsschimmer – und der heißt Jürgen Klopp.

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Wirtz reist früher an: Wird das DFB-Team zum Wendepunkt für ihn?

Ausgerechnet der Ex-Coach des FC Liverpool soll Wirtz jetzt wieder in die Spur bringen. Auf die Muskelverletzungen von Jamal Musiala und Kai Havertz reagierte der Bundestrainer mit einer früheren Anreise von Wirtz und Jonathan Burkardt.

Der ehemalige Leverkusener wird nun also ein paar Tage mehr mit der Nationalmannschaft verbringen als ursprünglich gedacht. Genau das könnte zum wichtigen Wendepunkt für ihn werden.

Denn selbst wenn die WM nicht als Wirtz-WM in die Geschichte eingehen wird, so hinterließ er zumindest einen deutlich besseren Eindruck als im Verein. Er wäre nicht der erste Spieler, bei dem die Länderspiele zu einer Art Wohlfühlzone werden. Zu einem Ort, an dem die Probleme für einen Moment verschwinden.

Florian Wirtz braucht Stabilität um sich herum

Wobei man den Eindruck gewinnen kann, dass er sowohl bei den Reds als auch beim DFB-Team mindestens ein bisschen unter den Veränderungen leidet. Liverpool sortiert sich seit dem Abgang einiger Schlüsselspieler und vor allem seit dem Abgang von Klopp neu. Ein Prozess, der auf Kosten der aktuellen Leistungsfähigkeit der Mannschaft geht.

So gut Wirtz als Einzelkönner auch ist: Wenn das Team insgesamt nicht optimal funktioniert, haben selbst Spieler wie er ihre Schwierigkeiten. Vielleicht ist genau das auch das Hauptproblem bei Wirtz. In Leverkusen war er Teil eines Systems und einer Mannschaft, die nah an der Perfektion funktionierte.

Dort konnte er seine Qualitäten mit der bestmöglichen Unterstützung durch die Mitspieler zeigen. Durch seine Leistungen, die hohe Ablösesumme und den generellen Hype um ihn als Person und Spieler sind die Erwartungen extrem angestiegen. In einem neuen Umfeld, das deutlich weniger Stabilität anbieten konnte, fand er sich dann nicht sofort zurecht.

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Jürgen Klopp kann mit jungen Spielern

Auch in der Nationalmannschaft gab es keine echte Stabilität. Der Druck war fast nochmal größer als beim Klub. Deutschland erwartete von ihm und Musiala nach einer jeweils komplizierten Saison mit einigen Verletzungen und Rückschlägen, dass sie das Team bei der WM weit tragen können.

Eine Enttäuschung war bei dieser hohen Messlatte wahrscheinlicher als das erhoffte Erfolgsszenario. Wirtz ist mit 23 Jahren raus aus dem Alter, in dem ihm kleinere Formschwankungen noch verziehen wurden. Mit dem Wechsel zu einem Top-Klub hat er sich für den Druck entschieden, der damit einhergeht.

Klopp wiederum ist ein Trainer, der gerade im Umgang mit jungen Spielern sehr gut darin ist, ihnen diesen Druck ein Stück weit zu nehmen. Ob Mario Götze bei Borussia Dortmund oder später Trent Alexander-Arnold in Liverpool: Der Bundestrainer hat einen guten Draht zu Spielern und eine besondere Ausstrahlung auf junge Spieler.

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DFB-Team: Auch Klopp steht vor einem Wirtz-Problem

Wirtz gehört immer noch in diese Kategorie und kann von der immensen Erfahrung Klopps profitieren. Für den Coach geht es aber nicht nur darum, einen seiner Schlüsselspieler wieder in die Spur zu bringen. Womöglich ist Wirtz sein Schlüssel genau dafür, das gesamte Team wieder in die Spur zu bekommen.

Dass die wilden Kontrollverluste, wie sie auch gegen die Niederlande wieder auftraten, abnehmen und die DFB-Elf wieder "mehr Fußball" spielt, wie es Klopp selbst beschrieb. "Mehr Fußball" könnte dann auch mehr Wirtz bedeuten.

Spannend wird dahingehend auch, in welcher Rolle der Offensivspieler eingeplant ist. Ohne Musiala dürfte die Zehnerposition naheliegend sein. Perspektivisch wird aber auch Klopp planen, beide gleichzeitig einzusetzen. Julian Nagelsmann schaffte es nicht vollends, beide so einzubinden, dass keiner abfällt.

Auch Klopp wird noch früh genug vor diesem Dilemma stehen. Zwei Zehner sind in seinen Systemen eher nicht vorgesehen.

Für Wirtz wird es ein richtungsweisendes Jahr

Für den Moment aber bekommt Wirtz die Chance, sich ohne Musiala zu präsentieren. Die Nations League als Möglichkeit, endlich Fahrt aufzunehmen und mit Rückenwind zum Verein zurückzukehren.

Dramatisch ist die Situation für Wirtz noch lange nicht. Sein Talent steht außer Frage und dass es bei Liverpool nicht auf Anhieb funktioniert hat nicht allein mit ihm zu tun. Er wäre auch nicht der erste junge Spieler, der bei einem großen Klub etwas Anlaufschwierigkeiten hat.

Klar ist aber auch, dass der Fokus auf ihn in diesem Jahr nochmal größer ist. Eine zweite durchwachsene Saison würde die Zweifel an ihm und seinem weiteren Weg massiv erhöhen. Das Wort "richtungsweisend" wird gern mal überstrapaziert. Auf Wirtz aber trifft es ganz sicher zu.

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