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Spielabbruch, Raketen und Abstieg in die 6. Liga: Der Niedergang von Ex-Zweitligist Rot-Weiß Ahlen
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von ran.deran Fußball
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Rot-Weiß Ahlen, die einst Marco Reus und Kevin Großkreutz ausgebildet haben, ist auf dem absoluten Tiefpunkt angelangt. Der Abstieg aus der Oberliga Westfalen wurde von eigenen Fans mit Raketen und Randale besiegelt.
Es hätte ein letzter Kampf um den Klassenerhalt werden sollen. Es wurde ein Bild des Schreckens. Beim Heimspiel gegen den FC Eintracht Rheine lag Rot-Weiß Ahlen am Sonntag nach einer Gewitterunterbrechung mit 3:4 zurück, als die Nachricht eintraf, dass der TuS Ennepetal parallel gegen den ASC 09 Dortmund 1:1 gespielt hatte - und damit der Abstieg Ahlens aus der Oberliga Westfalen besiegelt war.
Daraufhin verursachten Ahlener Fans durch Böller, Raketen und Randale den Spielabbruch. Die Partie fand letztendlich nach einem Abbruch ihr vorzeitiges Ende. Die Wertung lautet 0:2 für den Gegner aus Rheine.
Ahlen stieg damit erstmals seit 33 Jahren wieder in eine sechste Liga ab. Ab der kommenden Saison rollt der Ball in der Westfalenliga. Dort, wo einst die Reise nach oben begann. Für einen Verein, der lange Zeit zum deutschen Zweitligafußball gehörte, ist das ein historischer Tiefpunkt.
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Rot-Weiß Ahlen: Von der 2. Bundesliga ins Niemandsland
Die Geschichte des Klubs ist eine der spektakulärsten Fallkurven im deutschen Fußball. Im Jahr 2000 schlug LR Ahlen - so der damalige Name in Anlehnung an den Mäzen Helmut Spikker und dessen Kosmetik-Unternehmen - den 1. FC Union Berlin in der Relegation und stieg in die 2. Bundesliga auf.
Es begann die erfolgreichste Zeit des Vereins. Sechs Jahre lang war Ahlen als Kleinstadt festes Mitglied in der 2. Bundesliga.
Namhafte Trainer wie Peter Neururer, Werner Lorant und Stefan Kuntz standen an der Seitenlinie, doch seit dem zweiten Spieltag der Saison 2005/06 belegte die Mannschaft einen Abstiegsplatz und stieg schließlich nach einer 1:2-Niederlage gegen die SpVgg Greuther Fürth als Absteiger fest.
Mit Kevin Großkreutz und Marco Reus machten zwei Spieler ihre ersten Schritte bei Rot Weiss Ahlen, die später beim BVB eine Ära prägen sollten. Mit den beiden späteren Nationalspielern schaffte der Klub sogar den Wiederaufstieg in Liga zwei - ehe der freie Fall endgültig begann.
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RWA: Insolvenz, Zwangsabstieg, Chaos
Im Jahr 2011 wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet, das zum Zwangsabstieg aus der 3. Liga führte. Auch die Frist für eine Teilnahme in der Regionalliga hatte man nicht wahrgenommen, sodass der Verein in der fünfthöchsten Spielklasse antreten musste.
Seit der Saison 2012/13 gab es ein Auf und Ab zwischen der Oberliga Westfalen und der Regionalliga West. 2024 folgte der bisher letzte Abstieg als Tabellenletzter aus der Regionalliga, nach vier Jahren in der vierthöchsten Liga. Der Neuaufbau nach der Talfahrt muss nun in der sechstklassigen Westfalenliga erfolgen.
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