WM
Fußball-WM: Gianni Infantino plant WM-Verkauf mit der FIFA - es geht um 20 Milliarden Dollar
Aktualisiert:
von Justin Kraft:newstime
Trump will Infantino als neuen UN-Generalsekretär
Videoclip • 01:01 Min • Ab 12
Gianni Infantino will mit der FIFA offenbar Anteile an einem neuen Unternehmen verkaufen – und damit weitere Milliarden Dollar einnehmen.
Die FIFA plant angeblich den Verkauf von Minderheitsanteilen von 20 bis 30 Prozent an einem neuen kommerziellen Unternehmen, das 20 Milliarden Dollar wert sein soll. Das berichten die "Times", der "Telegraph" und die "Financial Times".
Das Unternehmen soll die WM kontrollieren. Den Berichten zufolge sollen schon vorläufige Vereinbarungen über die Bedingungen eines Deals unterzeichnet worden sein, der einen Wert von umgerechnet mehr als 17 Milliarden Euro haben könnte. Es heißt, die Regierung von US-Präsident Donald Trump sei bezüglich des Plans konsultiert worden.
Am Abend bestätigte die FIFA die Bericht. Vorbehaltlich der Zustimmung durch den Kongress und das Council plant der Weltverband die Gründung der FIFA Forward Enterprise (FFE), einer Tochtergesellschaft, die alle kommerziellen Aktivitäten und Turnierorganisationen bündeln soll. Demnach würde diese unter "alleiniger Kontrolle" der FIFA stehen. Und: "Langfristige Investoren sollen sorgfältig ausgewählt werden und Minderheitsbeteiligungen ohne Kontrollrechte an der FFE erwerben", hieß es im FIFA-Statement.
Die nächsten Livestreams auf Joyn
Bald verfügbarMittwoch, 29.07. 22:10 • WWE
WWE RAW im Stream
150 Min
Bald verfügbarMittwoch, 29.07. 22:10 • WWE
WWE RAW im Stream
150 Min
Bald verfügbarDonnerstag, 30.07. 22:00 • WWE
WWE NXT im Stream
100 Min
Bald verfügbarDonnerstag, 30.07. 22:00 • WWE
WWE NXT im Stream
100 Min
FIFA will Fußball-WM verkaufen: UEFA äußert Kritik
Die UEFA äußerte bereits Kritik daran und schrieb, dass damit eine Grenze überschritten werde, "die die führenden Institutionen des Fußballs niemals überschreiten dürfen. Die UEFA nimmt diese Angelegenheit äußerst ernst. Das sollten auch alle nationalen Fußballverbände tun."
Und weiter: "Die Seele und die Führung des Fußballs sind keine Vermögenswerte, mit denen gehandelt werden darf – insbesondere dann nicht, wenn völlig intransparent ist, wer finanziell davon profitiert. Keiner von uns besitzt den Fußball. Es ist nicht an der FIFA, ihn zu verkaufen."
Die aktuellsten Fußball-Videos

ran Fußball Bundesliga
FC Bayern: Karriereende? Manuel Neuer wird deutlich
Videoclip • 01:06 Min

ran Fußball Bundesliga
FC Bayern - Dreesen packt über Kompany aus: "War überraschend ..."
Videoclip • 01:18 Min

ran Fußball
DFB-Team - Dreesen mit Botschaft an Klopp: "Keine Arroganz, Tatsache"
Videoclip • 02:34 Min
WM-Verkauf: Welche Rolle spielt die Trump-Familie?
Unterstützung bekommt der Weltverband bei seinem Vorhaben von der Bank JPMorgan und Joshua Kushner, dem Gründer von Thrive Capital, einer Investmentfirma, die heute eine der bekanntesten Geldgeber der Tech-Branche ist.
Joshua ist der Bruder von Jared Kushner, der wiederum der Ehemann von Ivanka Trump ist und in der ersten Amtszeit von Donald Trump dessen Chefberater im Weißen Haus war. Joshua Kushner hat sich in der Vergangenheit jedoch eher von den Absichten der Trump-Familie distanziert und gilt eher als Anhänger der Demokraten.
Dir gefallen ran-News?
FIFA: Gianni Infantino will seine Macht weiter stärken
Mit den zusätzlichen Einnahmen könnte Infantino seine Position als FIFA-Präsident weiter stärken. Schon die WM 2026 war finanziell ein riesiger Erfolg, der alle Erwartungen übertroffen hat. Infantino kann damit noch mehr Geld an die nationalen Verbände weiterleiten und sich so deren Gunst für die kommende Wahl im März 2027 sichern.
Für die Investitionspläne brauche es noch eine endgültige Genehmigung, heißt es im Bericht. Die immer stärker voranschreitende Kommerzialisierung der FIFA stößt derweil auf viel Kritik unter Fans, die den Preis dafür mit hohen Ticketkosten zahlen müssen.
Die FIFA sprach von einem laufenden "Konsultationsprozess" infolge eines Vorschlags, der darauf abziele, "das volle wirtschaftliche Potenzial der Übertragungsrechte und Sponsoringverträge über das gesamte Turnierportfolio im Männer-, Frauen- und Jugendfußball auszuschöpfen". Die Mittel für die 211 Mitgliedsverbände würden sich durch den Verkauf laut FIFA mehr als verdoppeln. Von derzeit acht Millionen US-Dollar pro Vierjahres-Zyklus stiege der Betrag demnach zunächst auf 20 Millionen und bis 2035 auf bis zu 24 Millionen US-Dollar.
Da ein Großteil der Einnahmen an die 211 Mitgliedsverbände geht, dient Infantino das Geld als Machtinstrument. Der FIFA-Chef will sich im kommenden Jahr bis 2031 im Amt bestätigen lassen. Anders als der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sollen laut Guardian "mehr als 200" Verbände ein Unterstützerschreiben für die Wiederwahl des Schweizers unterzeichnet haben. Der Guardian hatte zuletzt berichtet, dass die FIFA durch das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada rund 13,1 Milliarden Euro eingenommen haben soll.
Jamie Raskin, der ranghöchste Demokrat im Justizausschuss des Repräsentantenhauses, forderte Infantino zudem auf, sich einer Anhörung zu stellen, um zu untersuchen, welche Verbindungen die Trump-Regierung mit der FIFA hat. Neben den Investitionsplänen will die FIFA auch die WM weiter aufstocken. Statt 48 könnten bald 64 Nationen an der Weltmeisterschaft teilnehmen.
Auch interessant: Weniger Zeitspiel: UEFA und Verbände einigen sich auf Übernahme von FIFA-Regeln
Weitere News zur Fußball-WM

WM
FIFA-Regelhüter geben krassen VAR-Fehler zu - Argentinien profitierte

WM
Klopps größte Aufgabe: Was wird aus Kimmich?

WM
Demokrat fordert: Infantino vor US-Justiz-Ausschuss

WM
Großer Empfang für Argentinier - doch Messi fehlt

WM
Das sagte Messi Yamal direkt nach dem Finale

WM
Brief geleakt: Infantino lobt Argentinien für WM-Auftritte


















