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DFB-Team - Joshua Kimmich wieder im Zentrum: Jürgen Klopps erste Startelf könnte so aussehen

Aktualisiert:

von Kai Esser

ran Fußball

DFB - Völler erklärt: Darum ist Nagelsmann gescheitert

Videoclip • 03:32 Min


Jürgen Klopps Debüt als Nationaltrainer liegt noch einige Zeit in der Zukunft. ran wagt dennoch bereits ein Blick auf seine mögliche erste DFB-Startelf.

Personell wollte sich Jürgen Klopp bei seiner Antritts-Pressekonferenz als Bundestrainer nicht in die Karten schauen lassen.

"Ich habe noch mit niemandem gesprochen", sagte der Nachfolger von Julian Nagelsmann, unter anderem angesprochen auf die zukünftige Position von Kapitän Joshua Kimmich.

Doch welche Elf steht im September bei Klopps Debüt in der Nations League in den Niederlanden auf dem Rasen? ran wirft einen Blick in die Glaskugel.

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Formation: Jürgen Klopp setzt auf Viererkette

Auf jener PK sagte Klopp zwar nicht, in welcher Grundordnung er spielen wolle, er sei jedoch "froh, dass die Viererkette gewonnen" habe, die Spanien praktiziert hat.

Dementsprechend liegt nahe, dass Klopp nicht mit drei Innenverteidigern auflaufen wird. Das Nagelsmann'sche 4-2-3-1 oder ein 4-3-3 - die Übergange sind im modernen Fußball fließend - dürfte die Grundlage werden.

DFB-Tor: Altstar oder frisches Blut?

Das Comeback von Manuel Neuer verlief im Sande, seine Karriere beim DFB-Team ist (erneut) beendet.

Sein Vertreter und die vorige Nummer eins, Oliver Baumann, ist bereits 36, auch der beinahe chronisch verletzte Marc-Andre ter Stegen ist bereits 34. Noch hat er zudem keinen neuen Verein, Ajax Amsterdam soll am DFB-Keeper Interesse haben.

Blieben da noch Alexander Nübel, Jonas Urbig sowie die jungen Torhüter Noah Atubolu und Dennis Seimen. Während Atubolu es sich - Stand Ende Juli - mit seinem Verein SC Freiburg verscherzt hat und noch keinen neuen Verein hat, ist Seimen noch ganz ohne Bundesliga-Erfahrung beim VfB Stuttgart und fällt längere Zeit verletzt aus.

Und Urbig? Der wird aller Voraussicht nach weiter Nummer zwei beim FC Bayern München hinter Neuer bleiben. Sollte ter Stegen bei Ajax - oder welchem Verein auch immer - fit und Stammspieler sein, wird er wohl auch das Tor von Klopp hüten.

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Rechte Verteidigung: Kimmich ade

Die wohl größte Problemzone im DFB-Team. Bisher kaschierte Kimmich diesen Mangel, allerdings nur semi-erfolgreich.

Wer wird also folgen? Der erste Name, der ins Gedächtnis kommt, ist Josha Vagnoman vom VfB Stuttgart. Der 25-Jährige ist schnell und hat physisch nochmal zugelegt in den letzten Monaten.

Alternativ wäre ein Innenverteidiger, dem die rechten Seite nicht fremd wäre. Dort böte sich Yann Bisseck von Inter Mailand an. Der spielt dort zwar in einer Dreierkette, dort aber halbrechts und ist als amtierender Double-Sieger durchaus mit Selbstvertrauen ausgestattet. Mit Trent Alexander-Arnold hatte Klopp jahrelang beim FC Liverpool einen Rechtsverteidiger, der weniger über Tempo kommt, daher spricht vieles für den gebürtigen Kölner.

Auch Ridle Baku von RB Leipzig hätte die Chance verdient, sich in der kommenden Spielzeit auf höchstem Niveau auf dieser Position zu beweisen.

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Innenverteidigung: Klopp hat sein Duo

Die "einfachste" Position ist wohl die Innenverteidigung. Jonathan Tah ist der beste deutsche Rechtsfuß, Nico Schlotterbeck von Borussia Dortmund der beste Linksfuß in der Abwehrzentrale.

Allerdings: Schlotterbeck wird nach seiner Verletzung aus dem zweiten WM-Gruppenspiel noch lange Zeit ausfallen und bis September wohl noch fehlen. Einen anderen adäquaten Linksfuß gibt es nicht, so könnten der zuvor genannte Bisseck oder auch Waldemar Anton vom BVB in die Mannschaft rutschen. Dort kommt es wohl auf Form und Chemie mit Nebenmann Tah an.

Linke Verteidigung: Plötzlich Luxusproblem

Was früher einmal eine Problemzone des DFB war, ist aktuell eher ein Luxusproblem.

Sowohl mit Nathaniel Brown, der frisch von Eintracht Frankfurt zum FC Bayern transferiert wurde, als auch David Raum aus Leipzig stehen Klopp zwei unterschiedliche, aber ungefähr gleichwertige Linksverteidiger zur Verfügung. Bei der WM zeigte Brown gute Leistungen, daher gibt es aktuell wohl keinen Grund, ihn rauszunehmen.

Defensives Mittelfeld: Joshua Kimmich muss hier spielen!

Rückt Kimmich aus der Abwehr heraus, dann rückt er beinahe zwangsläufig ins Mittelfeldzentrum. Der DFB-Kapitän wird das auch unter Klopp mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit tun.

Neben ihm hat sich Felix Nmecha bei der WM in den Fokus gespielt, gerade im zweiten Gruppenspiel lieferte er ab, beide dürften als Stammspieler gelten. Als Alternativen stehen mit Aleksandar Pavlovic und Leon Goretzka hochqualitative Spieler zur Verfügung. Auch Nadiem Amiri empfahl sich bei der WM nachhaltig.

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Rechte Außenbahn: DFB-Youngster sollten Chance bekommen

Bereits in der WM-Vorbereitung deutete sich an, dass Lennart Karl rechts die Nase vorne haben könnte. Der Bayern-Youngster begeisterte mit Tempo und Spielwitz, bevor er sich schwer verletzte.

Ob Leroy Sane unter Klopp noch eine Lobby hat, ist mehr als fraglich. Auch Serge Gnabry kann auf den Außenbahnen agieren, geht jedoch nicht mehr so oft ins eins-gegen-eins-Dribbling, das Klopp von seinen Außenstürmern fordert. Karl dürfte je nach Fitness beginnen.

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Zentrales Offensives Mittelfeld: Paradeposition von Wirtz

Gut möglich, dass Klopp bei seinem "Zehner" eine Härtefall-Entscheidung treffen muss. Jamal Musiala ist seit seiner Verletzung im Sommer 2025 nicht mehr der selbe, zuletzt unterzog er sich einer weiteren (geplanten) Operation. Dennoch fällt er logischerweise erstmal aus.

Damit bliebe Platz für Florian Wirtz. Der letztjährige Liverpooler Star-Einkauf riss zwar keine Bäume aus, war jedoch einer der Lichtblicke im bisherigen WM-Jahr 2026. Verzichtet der neue Bundestrainer darauf, beide Ausnahmekönner zusammen aufzustellen, hätte Wirtz wohl die Nase vorne.

Linke Außenbahn: Endlich Chance für El Mala?

Will Klopp tatsächlich Wirtz ins Zentrum berufen und Außen auf einen Tempo-Dribbler vertrauen, wie er es in Liverpool lange mit Mohamed Salah und Sadio Mane tat, käme er wohl kaum an Said El Mala vorbei.

Der Kölner war der wohl größte Name, der im WM-Kader fehlte. Sein Tempo und seine Spritzigkeit sind schon überragend, Defizite hat er noch im taktischen Bereich und bei der Chancenverwertung.

Ein Name, der in Deutschland unter dem Radar läuft, ist Kevin Schade. Der Profi vom FC Brentford kommt bereits auf über 100 Spiele in der Premier League und spielte dort auch im Europapokal. Der Ex-Freiburger glänzt mit Physis und Tempo sowie Abschlussstärke. Er könnte gemeinsam mit Karl eine klassische Flügelzange bilden, was Klopp am ehesten gefallen dürfte.

Karim Adeyemi könnte je nach Start beim FC Barcelona ebenfalls wieder eine Option werden.

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Mittelstürmer: Undav oder Havertz?

Auf der Stürmer-Position deutet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Stuttgarter Deniz Undav und Kai Havertz vom FC Arsenal an. Zwar sind beide Mittelstürmer, könnten unterschiedlicher jedoch nicht sein.

Während Undav in der Box beinahe mit chirurgischer Präzision alles versenkt, was ihm vor die Füße fliegt, ist Havertz eher der mitspielende Stürmer, der selbst auch mal den letzten Pass geben kann und - was Klopp gefallen dürfte - seine Stärken gegen den Ball hat. Je nach Gegner und Form dürften die beiden sich abwechseln.

Nick Woltemade von Newcastle United wird im Nordosten Englands auch gerne mal als tiefe, hängende Spitze eingesetzt. Allerdings verlor er nach startem Debüt infolge seines Transfers aus Stuttgart im Saisonverlauf seinen Stammplatz und saß zumeist in der Rückrunde nur auf der Bank. Für ihn könnte es, gerade in einem klaren 4-3-3, schwer werden.

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DFB-Team: Klopps potenzielle Startelf im Überblick

Potentielle DFB-Elf gegen die Niederlande: ter Stegen - Bisseck, Tah, Anton, Brown - Kimmich, Nmecha - Karl, Wirtz, Schade - Havertz

So könnte die erste Startelf des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp gegen die Niederlande aussehen.

Bild: ran


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