- Anzeige -

Franz Beckenbauer Supercup

FC Bayern: Nathaniel Brown kann zu Kompanys wichtigster Allzweckwaffe werden – ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Justin Kraft

ran Fußball Bundesliga

Franz Beckenbauer Supercup - Highlights: Bayern-Star mit neuer Rolle ärgert BVB

Videoclip • 02:39 Min


Nathaniel Brown zeigt im Supercup, warum er die wichtigste Allzweckaffe von Vincent Kompany für den FC Bayern werden kann. Ein Kommentar.

Joshua Kimmich ist nicht gerade als jemand bekannt, der jungen Spielern in Interviews den Bauch pinselt. Umso bemerkenswerter war sein Interview am Samstagabend nach dem Supercup-Erfolg gegen den BVB.

In der Mixed Zone schwärmte er förmlich von Neuzugang Nathaniel Brown. Nun ist der 23-Jährige längst kein reines Talent mehr. Bei Eintracht Frankfurt hatte er bereits unter Beweis stellen können, welch enorme Qualität er hat. Auch bei der Nationalmannschaft ist er einer der wenigen Gewinner des Sommers.

In dieser Saison aber könnte er den Sprung nach ganz oben packen. Für Vincent Kompany wird er womöglich zu eine der wichtigsten taktischen Optionen.

FC Bayern: Brown überrascht sogar Kimmich

"Vom Gefühl kann er die gleichen Positionen spielen wie Rapha (Guerreiro, Anm. d. Red.)", erklärte Kimmich: "Links hinten, rechts hinten, kann irgendwie in so einer Zehnerposition, kann auch außen spielen, hat eine gute Geschwindigkeit, eine gute Technik."

Nur eine Sache überraschte den Mittelfeldspieler in Dortmund: "Dass er den so reinzimmern kann", habe er nicht auf dem Schirm gehabt. Brown erzielte nach gutem Laufweg den wichtigen Treffer zum 1:0. "Er bewegt sich schon sehr, sehr schlau und intelligent in den Räumen", so Kimmich.

Tatsächlich war der Auftritt am Samstag bemerkenswert gut. Erst agierte Brown ein wenig wie Thomas Müller. Er kam schwer rein, versuchte aber viel über Laufwege. Immer wieder attackierte er die Tiefe mit kurzen Sprints, riss damit Räume für seine Mitspieler auf.

Gleichzeitig war er mit dem Ball kaum eingebunden. Nur sechs Kontakte hatte er, als er das Tor erzielte. Ein Phantom? Nein. Danach kombinierte und dribbelte er viel sicherer und zeigte, warum Kimmich ihn eher mit Guerreiro verglich. Vor allem aber sorgte er mit seinen Läufen und Aktionen in der ersten Halbzeit dafür, dass die Bayern nach schwierigem Start ins Spiel fanden.

- Anzeige -
- Anzeige -

Weitere Fußball-Videos


Nathaniel Brown: Auf den Spuren von Guerreiro – und mehr

Der Portugiese war eine unterschätzte Mehrzweckwaffe von Vincent Kompany. Ein taktisches Mittel, das etwas unter dem Radar lief. Guerreiro konnte nahezu alle Positionen spielen, weil er dafür intelligent und technisch stark genug war.

Selbiges trifft auf Brown zu. Ein solcher Spieler kann ungemein wertvoll sein, wenn – wie in Dortmund – zahlreiche Spieler ausfallen oder noch nicht fit genug sind. Einen echten Qualitätsverlust gab es in der Offensive nicht.

Der Kader wird damit durch nur einen einzigen Spieler nochmal breiter. Vor dem Saisonstart wurde diskutiert, ob es überhaupt Platz für Alphonso Davies und Brown gibt oder ob das zu Konflikten führen könnte. Die Antwort hat der Deutsche nun gegeben: Beide können sogar gleichzeitig spielen.

Und trotzdem werden sie natürlich Konkurrenten sein. In der Vorbereitung spielte Brown links, rechts und zentral. Niveauverlust oder Unsicherheiten? Fehlanzeige. In jungen Jahren agiert er bereits sehr konstant und reif. In einer chaotischen Frankfurter Mannschaft zählte er bereits zu den Säulen des Teams.

Allweckwaffe Brown - nicht nur für Kompany

Im Supercup war er bereits spielentscheidend. Für Kompany sind Spielertypen wie er nicht nur eine Wohltat, sondern auch ein weiteres Mittel für noch mehr Flexibilität.

Josip Stanisic kann beide Außenverteidigerpositionen spielen, Konrad Laimer auch und außerdem noch auf der Sechs, Alphonso Davies kann auf der linken Außenbahn hinten oder vorne überzeugen. Und Nathaniel Brown? Der kann all das und wie er jetzt bewiesen hat, auch noch auf der Zehn brillieren.

Dank dieser Variabilität und Qualität kann er zur wichtigsten Allzweckwaffe für Kompany werden, weil er reibungslose Rotation und Flexibilität ermöglicht.

Nicht nur für Kompany gilt das. Auf der Tribüne saß mit Jürgen Klopp immerhin der neue Bundestrainer. Auch beim DFB-Team brauchen sie Spieler, die Löcher so zuverlässig stopfen können wie Brown. Er steht erst am Anfang seiner Karriere – und doch sind die Vorzeichen vielversprechend.

- Anzeige -
- Anzeige -

Weitere Fußball-News