- Anzeige -

Transfers und Gerüchte

Transfer-Gurus Plettenberg und Romano liefern sich Schlammschlacht: "Lächerlich und respektlos"

Aktualisiert:

von Justin Kraft

17:30 SAT.1 Bayern

FC Bayern im Trainingslager am Tegernsee: Fans erleben die Stars hautnah

Videoclip • 21 Sek • Ab 12


Florian Plettenberg und Fabrizio Romano haben sich öffentlich eine Schlammschlacht geliefert und sich dabei gegenseitig heftige Vorwürfe gemacht.

"Du warst mal ein Vorbild", schrieb Florian Plettenberg am Montagmorgen auf der Plattform "X": "Auch für mich. Unglücklicherweise bist du es für mich nicht mehr. Ich bin einfach glücklich, dass ich ein Vorbild für andere sein kann."

Was ist passiert?

Am Sonntagabend postete Plettenberg, dass "mehr und mehr Dinge in diesem Business lächerlich" werden. Es gebe keine Einigkeit zwischen RB Leipzig und Real Madrid wegen Yan Diomande. Er wolle aber nach Madrid und habe eine mündliche Einigung.

Fabrizio Romano hatte zuvor sein berühmtes "Here we go" gepostet und es so dargestellt, als sei der Deal bereits durch. Das schien Plettenberg zu nerven. Romano wiederum reagierte auf dessen Post und schrieb: "Keine Sorge, Diomande geht zu Real Madrid wie Klopp zu Deutschland. Frag nach den Fake News gestern, dass Manchester City 100 Millionen Euro für Diomande geboten habe."

Und weiter: "Prüfe erst deine eigenen News und rede dann über mich." Plettenberg reagierte betroffen: "Uns Fake News vorzuwerfen mit einem Man-City-Gebot (niemals berichtet) hast du eine Linie überschritten." Er habe das nie öffentlich schreiben wollen, aber Romanos Klopp-Berichte wären "lächerlich und respektlos für jeden Journalisten, der ordentliche Berichterstattung betreibt" gewesen.

Plettenberg über Romano: "Dein größtes Problem"

Romanos "Here we go", so der Vorwurf, sei viel zu früh gekommen, als es zwar schon absehbar war, die Details aber noch lange nicht geklärt gewesen wären. Erst ungefähr eine Woche später gab es die Verkündigung. Romano poste ständig Dinge viel zu früh und lösche auch mal Posts, wenn sie dann nicht eintreffen.

Der wiederum wurde dann persönlich: "Vielleicht sollte ich Nachrichten von vor ein paar Jahren teilen, in denen du mich gefragt hast: 'Wie erhöhe ich meine Followerzahlen' oder 'Dein Job ist meine Motivation'". Jetzt sei er plötzlich der Lehrer, wie man diesen Job mache.

"Dein größtes Problem ist", findet Plettenberg derweil: "Dass alles, was du nicht weißt oder hast, automatisch falsch ist oder niemals passiert ist."

- Anzeige -
- Anzeige -

Weitere Fußball-Videos


Plettenberg legte sich jüngst auch mit dem "kicker" an

Es ist nicht das erste Mal, dass der Transfer-Guru von "Sky" in den letzten Tagen ein Problem mit der Berichterstattung hat. Als der "kicker" jüngst einen Artikel über Klopp veröffentlichte, in dem es hieß, dass rund um die Red-Bull-Sache viel zu viel Wind gemacht werde, reagierte Plettenberg ebenfalls sauer.

"Warum macht ihr dann vor 3 Tagen einen Post hier auf Instagram, zündet fast die komplette Medienlandschaft an, weil ihr damit eine Quasi-Bestätigung suggeriert, beruft euch aber nur auf 'Bild' ohne jede eigene Einordnung, und nehmt 37k Likes mit für eine Meldung, die von Anfang an nicht gestimmt hat und auch 0,0 Sinn macht?", schrieb er in einem Kommentar auf Instagram.

Die Schlammschlacht mit Romano wurde diesmal aber deutlich persönlicher. Beide gehören zu den bekanntesten Gesichtern aus der internationalen Gerüchteküche. Plettenberg volontierte an der Axel-Springer-Akademie, berichtete dann für "Bild" und "Sport1", bevor er zu "Sky" wechselte. Romano arbeitete für "Sky Italia", "CBS Sports" und "The Guardian", ist heute mit seinem Business aber selbstständig.

Dem Italiener wird immer wieder vorgeworfen, dass er sich für Berichterstattung rund um Transfers kaufen lasse. Das dänische Medium "Tipsbladet" hatte in einer Recherche behauptet, dass Romano von Beratern eingespannt werde, um Klubs unter Druck zu setzen. "Das ist kein Journalismus", wurde der dänische Transfermarktexperte Troels Bager Thögersen damals vom Blatt zitiert: "Das ist ein Geschäft, in dem Klubs und Berater letztendlich für Werbung bezahlen müssen."

Weitere Fußball-News