Fußball
Bot Gianni Infantino das WM-Finale 2030 im Tausch gegen Rückendeckung an? FIFA dementiert Gerüchte
Aktualisiert:
von SID:newstime
Top-Funktionär wirft Infantino Erpressung vor
Videoclip • 01:03 Min • Ab 12
Angeblich soll Gianni Infantino dem marokkanischen Fußballverband versprochen haben, das WM-Finale 2030 auszurichten, wenn sie dafür ihre Unterstützung für ihn aussprechen. Nun dementiert die FIFA klar.
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat Marokko offenbar das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 versprochen - und verlangt im Gegenzug Unterstützung durch das Land, um das Blatt im Machtkampf an der Spitze des Weltverbandes noch einmal zu wenden und international wieder Rückhalt zu gewinnen. Dies berichtete die "Times "unter Berufung auf eine anonyme Quelle.
Der Schweizer, der am Mittwoch im FIFA-Afrika-Büro in Salé vor den Toren der marokkanischen Hauptstadt Rabat eine Krisensitzung mit hochrangigen Mitarbeitern abhielt, steht nach dem Scheitern seines Plans, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren zu verkaufen, unter erheblichem Druck.
Infantino bemüht sich laut der "Times" nun darum, Länder zu einer öffentlichen Unterstützungserklärung zu bewegen. Unter anderem der europäische Kontinentalverband UEFA hat sich bereits klar vom FIFA-Boss distanziert, in den vergangenen Tagen rückten zudem mehrere enge Mitarbeiter öffentlich vom Nachfolger von Joseph S. Blatter ab.
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FIFA dementiert deutlich: "Falsch und irreführend"
Das dementiert die FIFA nun deutlich. Gegenüber "Sky" heißt es: "Es ist falsch und irreführend zu behaupten, der FIFA-Präsident habe irgendwelche Zusagen hinsichtlich der Ausrichtung des Endspiels der FIFA-Weltmeisterschaft 2030 gemacht. Eine Entscheidung wird von der FIFA zu gegebener Zeit getroffen werden.“
Unabhängig dessen hat der marokkanische Fußballverband sich bereits hinter Infantino gestellt. In einem Statement vom 1. August hieß es zwar, dass die Abkehr von den Investorenplänen "richtig" sei, die Unterstützung für den Schweizer ebbte dadurch jedoch nicht ab.
Die WM-Endrunde 2030 findet auf drei Kontinenten statt, die meisten Spiele sollen in Spanien, Portugal und Marokko ausgetragen werden. Lange galt das aufwendig erneuerte Bernabéu-Stadion in Madrid als logischer Endspielort. Marokkos Regierung lässt nun in Casablanca das 115.000 Zuschauer fassende Hassan-II.-Stadion errichten, nach Fertigstellung wäre es das größte Fußballstadion der Welt.
Die Frage des Endspielorts war dabei bislang ebenso ungeklärt wie die Größe des Teilnehmerfeldes. Nachdem bei der vor gut drei Wochen zu Ende gegangenen WM in den USA, Mexiko und Kanada erstmals 48 Nationalteams dabei waren, strebt Infantino (56) für die Endrunde in vier Jahren eine Ausweitung auf 64 Mannschaften an.
Auch interessant: "Infanti-No Go": Pressestimmen zum Infantino-Verbleib
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